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Gratis-PCs für Bedürftige und härtere Marktaufsicht – so reagiert Südkorea auf Speicherkrise

Südkorea plant ein neues Maßnahmenpaket zur Entlastung von Verbrauchern in der Speicherkrise.
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Südkorea plant ein neues Maßnahmenpaket zur Entlastung von Verbrauchern in der Speicherkrise.
Die Speicherkrise wird für Verbraucher zunehmend zur Belastungsprobe. Südkorea reagiert darauf nun mit einem Maßnahmenpaket, das unter anderem Gratis-PCs für Bedürftige und eine strengere Marktregulierung vorsieht.

Steigende Speicherpreise belasten Unternehmen und Verbraucher weltweit. Während Intel und Nvidia bereits an Technologien arbeiten, die Gamer entlasten könnten, plant Südkorea ein umfassendes Maßnahmenpaket, das trotz hoher Hardware-Preise den Zugang zu PCs für einkommensschwache Bürger sicherstellen soll. Der Staat will den Markt stärker überwachen, ausgemusterte Behörden-PCs an Bedürftige weitergeben, Hilfen für Schüler aus einkommensschwachen Haushalten ausbauen und den Internetzugang selbst nach Verbrauch des Datenvolumens absichern. 

Stärkere Marktregulierung

Wichtigster Punkt des Pakets dürfte die Marktkontrolle sein. Wie Tom’s Hardware berichtet, sollen das Ministry of Trade, Industry and Energy und die Fair Trade Commission die Verteilung, Versorgung und Preislage prüfen und bei auffälligen Entwicklungen streng eingreifen. Die Maßnahmen laufen demnach unter der Ministerial Task Force for Special Management of People’s Living Costs, die Preise für Güter und Dienstleistungen mit direkter Alltagsrelevanz im Blick behalten soll. Steigen die Preise für DRAM, SSDs oder Laptops innerhalb kurzer Zeit deutlich stärker als durch normale Marktbewegungen erklärbar, könnten die Behörden gezielt prüfen, ob Händler oder Hersteller künstlich verknappen.

Gratis-PCs und Zuschussprogramm

Ein zentraler Punkt ist außerdem die Wiederverwendung alter Behördenrechner. Laut Tom’s Hardware hat die südkoreanische Zentralregierung im vergangenen Jahr 22.000 Computer ausrangiert, von denen mehr als die Hälfte verschrottet wurde, obwohl viele nach Wartung noch für einfache Aufgaben geeignet gewesen wären. Die Rechner sollen kostenlos über Programme wie „Love Green PC“ und „AI Digital Learning Center“ gezielt an lokale Stellen weitergereicht werden.

Auch Schüler aus einkommensschwachen Haushalten sollen stärker unterstützt werden. Die Korea Herald berichtet, dass die Regierung ihr Zuschussprogramm für den Kauf von PCs für Schüler ausbauen will. Teil des Pakets ist auch eine Reform der Mobilfunktarife. Nach den Berichten sollen alle LTE- und 5G-Tarife der drei großen Netzbetreiber künftig auch nach Verbrauch des Datenvolumens noch eine Mindestgeschwindigkeit von rund 400 Kbps bieten. Das soll grundlegende Kommunikation weiter ermöglichen.

Skepsis aus der Community

In der Community stößt das Paket allerdings nicht nur auf Zustimmung. Im Reddit-Thread zum Thema ist die Stimmung überwiegend misstrauisch. Viele Nutzer loben zwar das Recycling alter PCs als sinnvolle Sozialmaßnahme, bezweifeln aber, dass Seoul bei den eigentlichen Ursachen hart genug durchgreifen wird. Häufig fällt dabei der Vorwurf eines „Memory Cartel“, wobei die beiden südkoreanischen Hersteller Samsung und SK hynix die Preisentwicklung am Speichermarkt maßgeblich mitgestalten. 

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Gratis-PCs für Bedürftige und härtere Marktaufsicht – so reagiert Südkorea auf Speicherkrise
Autor: Marius Müller, 10.04.2026 (Update: 10.04.2026)