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Großbritannien plant Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige

Großbritannien plant ein Verbot von Snapchat, TikTok, YouTube, Instagram, Facebook und X für unter 16-Jährige
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Großbritannien plant ein Verbot von Snapchat, TikTok, YouTube, Instagram, Facebook und X für unter 16-Jährige
Die britische Regierung plant, unter 16-Jährigen ab 2027 den Zugang zu großen Social-Media-Plattformen zu verbieten. Angesichts der gemischten Ergebnisse in Australien bestehen jedoch Zweifel an der Durchsetzbarkeit und Wirksamkeit eines solchen Verbots.

Vor knapp sechs Monaten hat Australien ein landesweites Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt. Alle betroffenen Kinder und Jugendlichen dürfen rechtlich keine Konten bei TikTok, Instagram, Facebook, Snapchat, X (ehemals Twitter), YouTube, Reddit, Threads, Twitch und Kick erstellen oder besitzen. Messaging-Apps wie WhatsApp, dedizierte Gaming-Server wie Roblox und Bildungsangebote sind in der Regel von dem pauschalen Verbot ausgenommen. Das wegweisende Gesetz hat naturgemäß die Aufmerksamkeit internationaler Gesetzgeber auf sich gezogen und weltweit Diskussionen über die psychische Gesundheit junger Menschen und Sicherheit im Internet ausgelöst.

Nun will Großbritannien Australien folgen und ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige einführen, das voraussichtlich ab März 2027 in Kraft treten soll. Die Regierung bezeichnet dies als "wegweisenden Schritt der Regierung, um Kindern ihre Kindheit zurückzugeben" und prüft außerdem eine nächtliche Ausgangssperre sowie Maßnahmen gegen endloses Scrollen bei unter 18-Jährigen. Zu den gesperrten Plattformen sollen Snapchat, TikTok, YouTube, Instagram, Facebook und X gehören, eine vollständige Liste der betroffenen Plattformen soll in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Unabhängig davon haben Regierungsvertreter erklärt, dass das Verbot für Dienste gelten soll, die auf soziale Interaktion ausgelegt sind und Nutzern das Teilen von Inhalten ermöglichen.

Allerdings gibt es Zweifel an der Wirksamkeit eines solchen Verbots. Sechs Monate nach Einführung fällt die Reaktion auf Australiens Social-Media-Verbot gemischt aus. Befürworter argumentieren, dass die Maßnahme jungen Menschen online ein gewisses Maß an Schutz bietet und sie zu bildschirmfreien Aktivitäten ermutigt, während Kritiker einwenden, dass viele technikaffine Jugendliche das Verbot weiterhin umgehen und sich die Durchsetzung der Beschränkungen in der Praxis als schwierig erweist. Eine Studie hat insbesondere ergeben, dass mehr als 60 Prozent der australischen Kinder trotz des Verbots weiterhin soziale Medien nutzen. In diesem Zusammenhang bietet The Guardian einen umfassenden Überblick über das Thema.

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Autor: Jacob Fisher, 15.06.2026 (Update: 15.06.2026)