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Tom's Hardware | Großes SSD-Roundup

In zwei Teilen haben sich die Kollegen von Tom’s Hardware aktuelle SSDs verschiedener Hersteller angeschaut. Drei Controller-Typen bilden dabei die Basis für fast alle Modelle: SandForce, Marvell und Samsung. Welche SSD passt am besten zu den persönlichen Ansprüchen? Wie groß sind die Unterschiede zwischen SandFroce 1 und 2, SATA 3 Gb/s und SATA 6 Gb/s?

Fazit:

Sämtliche Testkandidaten sind allen Anforderungen aus dem Consumer-Bereich locker gewachsen und eignen sich wie etwa die Laufwerke mit JMicron-Controller problemlos als schnelles Windows-Bootmedium. Bereits diese SSDs, die sich aufgrund ihres mittlerweile etwas angegrauten Innenlebens im hinteren Bereich des Testfeldes ansiedeln, lassen hochgezüchtete Enterprise-Festplatten sowohl bei der I/O-Performance, der sequenziellen Transferrate und erst recht bei der Leistungsaufnahme weit hinter sich. Es gibt allerdings einen Haken: Weil der preisliche Unterschied zu performanteren Laufwerken gleicher Kapazität nur gering ausfällt, gibt es streng genommen keinen Grund mehr, zu den JMicron-Laufwerken zu greifen. …

SSDs mit SandForce-Controller sind im Testfeld am häufigsten vertreten und bleiben weiterhin die Leistungs-Referenz, die es für die Konkurrenz zu schlagen gilt. Vor diesem Hintergrund können wir speziell für die zweite Generation der SandForce-Controller eine Empfehlung aussprechen, welche die drei Testkandidaten ADATA S511, MemoRight FTM Plus und OCZ Vertex 3 einsetzen. Das Triumvirat bietet durchwegs gute Performance, belegt in der Gesamtwertung folgerichtig die vorderen Plätze und eignet sich gleichermaßen für Mainstream- wie Profi-Belange. …

Ein SandForce-Etikett kommt jedoch nicht immer einer Kaufempfehlung gleich, weil nicht nur alleine der Controller über die Performance entscheidet, selbst wenn er die wichtigste Rolle dabei spielt. Der schnellste Controller bringt wenig, wenn ein Hersteller bei der Schnittstellen-Bandbreite, der Anzahl der Speicherkanäle, der Anzahl der Speicherchips pro Kanal, dem Speichertyp und dessen Speicherdichte spart. …

Die SandForce-SSDs kommen besonders durch ihre Datenkompression auf hohe Übertragungsgeschwindigkeiten, können aber nicht zu Topform auflaufen, wenn es wenig oder nichts zu komprimieren gibt. Wer großen Wert auf eine möglichst konstante Lese- und Schreibrate unabhängig vom Einsatzgebiet legt, wird bei der Controller-Konkurrenz schnell fündig. Hier sind die Crucial m4 und die Intel SSD 510 besonders interessant, denn sie liegen auf dem Leistungsniveau der schnellsten SandForce-Laufwerke.
 Samsung landet mit seiner neuen SSD PM830 auf Anhieb einen Volltreffer und schiebt sich an der starken SandForce-Konkurrenz vorbei. In der Summe ist die PM830 ein sehr schnelles Laufwerk, doch der Test zeigt auch, dass die Performance nicht durchgängig für einen Spitzenplatz reicht. Besonders beim zufälligen Lesen und Schreiben mit hohen Queue-Tiefen fällt die SSD hinter die SandForce-Laufwerke zurück, kann dafür aber bei sequenziellem Datentransfer umso mehr glänzen.

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Autor: J. Simon Leitner, 24.10.2011 (Update:  9.07.2012)
J. Simon Leitner
J. Simon Leitner - Founder, Editorial Director - @simleitner
Nach meinem Studium an der TU-Wien widmete ich mich als Mitbegründer vollends dem Projekt Notebookcheck. Seit Commodore C64 und Atari 1040 ST sind Computer fester Bestandteil meiner täglichen Aktivitäten. Meinen Energieausgleich finde ich vor allem bei sportlichen Aktivitäten in freier Natur.