Intel bekämpft DRAM-Krise mit weniger und älterem Arbeitsspeicher

Während AI-Giganten wie OpenAI und Anthropic den größten Teil der weltweiten DRAM-Kapazität untereinander aufteilen, müssen Endverbraucher immer höhere Preise bezahlen, um die verbleibenden DRAM-Krümel für PCs, Laptops oder Gaming-Handhelds zu ergattern. Der Markt hat bereits reagiert, denn nach dem Apple MacBook Neo (ca. 599 Euro auf Amazon) hat auch das neue Dell XPS 13 nur noch 8 GB Arbeitsspeicher, während Acer bereits auf Laptops mit nur 4 GB RAM gedeutet hat.
Intel hat sich im Rahmen der Computex gegenüber Tom's Hardware zur DRAM-Krise geäußert. Demnach wären Wildcat Lake im unteren und Raptor Lake im mittleren bis höheren Preis-Segment derzeit die Antwort auf die Krise, denn während Wildcat Lake häufig mit 8 GB RAM im Single-Channel-Betrieb angeboten wird, unterstützt Raptor Lake noch DDR4, sowohl im Desktop als auch bei Laptops. Der ältere RAM-Standard ist derzeit durchaus etwas günstiger, denn ein Kit mit 2 x 16 GB DDR4 RAM-Sticks kostet derzeit rund 200 Euro, für DDR5 werden dagegen 350 Euro fällig.
Laut Intel sei Raptor Lake noch längst nicht ausgemustert, der Konzern will so lange Prozessoren mit Unterstützung für ältere RAM-Standards anbieten, wie das Sinn machen würde. Darüber hinaus arbeitet Intel laut eigenen Angaben mit immer mehr RAM-Anbietern, unter anderem auch aus China und Indonesien, um möglichst viele Produkte zu validieren und Kunden eine breitere Auswahl an potenziell günstigerem Speicher bieten zu können. Mit diesen Schritten kann Intel die Preiserhöhungen bestenfalls dämpfen, wenn die DRAM-Krise wie erwartet aber noch mindestens bis 2028 andauert, dürften weitere Preiserhöhungen kaum zu vermeiden sein.
Quelle(n)
Intel, via Tom's Hardware








