DRAM-Krise: Arbeitsspeicher und SSDs wurden im Juni nur minimal teurer

Die hohe Nachfrage nach DRAM und NAND Flash-Speicher durch AI-Giganten wie OpenAI führt schon seit Oktober 2025 dazu, dass die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs drastisch steigen. 3D Center hat die Arbeitsspeicher-Preise im deutschen Handel seit dem Start der Krise verfolgt, und die Kosten unterschiedlicher Speicher-Kits beobachtet, um zu zeigen, wie sich die Preise im Verlauf der Krise entwickelt haben.
Nachdem sich die Preise von September 2025 bis Januar 2026 mehr als vervierfacht haben, sind die Preise seitdem praktisch stagniert. Im März sind Preise sogar um 7 Prozent gefallen, im April gab es keine Veränderung, im Mai und nun auch im Juni sind die durchschnittlichen DDR5-RAM-Preise jeweils um 1 Prozent gestiegen. Während die DRAM-Kosten für Industriekunden über die vergangenen Monate weiter gestiegen sind, werden diese Preissteigerungen also noch nicht an Endverbraucher weitergegeben. Das dürfte einerseits an großen Lagerbeständen bei geringer Nachfrage liegen, andererseits aber auch daran, dass die Preise für Endverbraucher Ende 2025 stärker und schneller erhöht wurden als für Industriekunden.
Die Preise für DDR3- und DDR4-Arbeitsspeicher sind im Juni sogar leicht gesunken, und liegen nun "nur" noch etwas über dem Dreifachen des Preis-Niveaus vom Vorjahr. Wer eine Plattform mit DDR4-Unterstützung nutzt, für den lohnt es sich daher aktuell, zum älteren Arbeitsspeicher-Standard zu greifen. M.2-SSDs kosten im Schnitt rund doppelt so viel wie vor einem Jahr, und wurden im Juni durchschnittlich nur 1,8 Prozent teurer, wobei große 8 TB SSDs mit DRAM-Cache mit einem Mindestpreis von 1.029 Euro ganze 24 Prozent teurer geworden sind, für eine 8 TB WD_Black SN850X werden sogar 1.149 Euro fällig.








