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Kamera-Flaggschiff Xiaomi Mi CC9 Pro (Mi Note 10) startet in China ab 350 Euro

Ein echtes Kamera-Flaggschiff: Das Xiaomi Mi CC9 Pro gibt's in China bereits ab 350 Euro.
Ein echtes Kamera-Flaggschiff: Das Xiaomi Mi CC9 Pro gibt's in China bereits ab 350 Euro.
(Update: Offizielles Specsheet jetzt online) Den ersten Launchtag hat Xiaomis erstes Penta-Cam-Handy mit 108 Megapixel-Sensor bereits hinter sich. In China legt das Mi CC9 Pro, welches bei uns morgen als Mi Note 10 starten wird, ab umgerechnet 350 Euro los, angesichts der sensationellen Kamera durchaus ein Schnäppchen.

Jetzt ist es also offiziell: Das Xiaomi Mi CC9 Pro wurde von Xiaomi-Boss Lei Jun angekündigt und kann in Xiaomis Heimat demnächst loslegen. Die meisten technischen Daten haben die Chinesen ja bereits vorab verraten, eine kleine Überraschung gab es dann aber doch noch, denn pünktlich zum Launch wurde der bereits abgeschlossene Kameratest durch DxOMark verkündet und das Ergebnis ist eines Kamera-Flaggschiffs mehr als würdig.

Mit 121 Punkten konnte Xiaomi erstmals Platz 1 im Gesamtranking erobern und direkt neben dem aktuellen Sieger Huawei Mate 30 Pro Platz nehmen und ihn beim Videoscore sogar überholen. Mit Snapdragon 730-SoC ist das Mi CC9 Pro technisch gesehen kein echtes Flaggschiff und so sind die offiziellen Launchpreise natürlich in Relation zu anderen Premium-Midrange-Handys zu sehen - ein durchaus genialer Schachzug Xiaomis, denn für oberflächliche Beobachter geht das Mi CC9 Pro wohl durchaus als echtes Smartphone-Flaggschiff durch.

In China startet das Mi CC9 Pro mit Penta-Cam und 108 Megapixel-Hauptsensor um 2.800 Yuan, das sind umgerechnet 350 Euro. Dafür bekommt der Käufer 6 GB RAM und 128 GB Speicher, also eine durchaus angemessene Startkonfiguration in 2019. Wer mehr will, darf etwa zum Modell mit 8 GB RAM greifen, das mit 3.100 Yuan umgerechnet 388 Euro kostet. Die Top-Variante mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher kommt in China dann letztlich auf 3.500 Yuan (438 Euro).

Spannend werden natürlich die offiziellen Europreise, die Xiaomi morgen Mittag zum globalen Modell verkünden will, das als Mi Note 10 auch in Europa starten wird. Gestern kündigte sich darüber hinaus noch ein Mi Note 10 Pro an, zu dem sich Xiaomi bislang noch gar nicht geäußert hat. Etwas Unklarheit herrscht aktuell noch in Bezug auf die "Premium Edition", die bei DXOMark Erwähnung findet. Möglicherweise handelt es sich dabei einfach nur um die Top-Konfiguration mit 256 GB Speicher, die offizielle Produktseite zum Mi CC9 Pro ist leider noch nicht online. Update: Mittlerweile ist die Produktseite online, mehr dazu noch weiter unten.

Update: Offizielles Specsheet, kein 4K60

Mittlerweile hat Xiaomi auch die chinesische Webseite aktualisiert und die Produkseiten zum Mi CC9 Pro online gestellt. Große Überraschungen gibt es keine, es gibt allerdings im Vergleich zu einem Snapdragon 855-Flaggschiff doch ein paar Einschränkungen, die prominenteste ist wohl, dass die Penta-Cam auf Basis des Snapdragon 730 zwar 4K aufnehmen kann aber nur bis maximal 30fps. Angesichts der Preisniveaus zwar verschmerzbar aber für ein Kamera-Flaggschiff in 2019 dennoch erwähnenswert. 

Die zweite Einschränkung betrifft das Modem, hier werden nur 10 LTE-Bänder unterstützt, das europäische Mi Note 10, welches morgen in Spanien vorgestellt wird, dürfte zwar Band 20 bieten, ein Worldmodem für Weltreisende ist allerdings nicht an Bord, auch das eine Einschränkung im Vergleich zu echten Flaggschiffen. Alles andere entspricht soweit der Erwartung. Abgesehen vom 6,47 Zoll großen, seitlich leicht abgerundeten AMOLED-Display mit 2.340 x 1.080 Pixeln Auflösung besticht das Mi CC9 Pro natürlich durch seine Fünffach-Kamera an der Rückseite sowie die 32 Megapixel Selfie-Cam mit F/2.0 Blende. Der Akku fasst enorme 5.260 mAh und wird mit 30 Watt schnell geladen. NFC und Kopfhöreranschluss sind an Bord, eine Speichererweiterung mittels SD-Karten ist nicht vorgesehen. 

Die Penta-Cam besteht aus 108 Megapixel Sensor mit F/1.69 Blende mit OIS, dazu kommen zwei Telefoto-Shooter: Einer mit 10x-Hybrid-optischem Zoom, DxO-Mark beziffert sie als 8 Megapixel-Kamera mit 94 mm Brennweite äquivalent und somit etwa 3,5-fachem optischem Zoom, auch diese mit OIS. Die zweite bietet 50 mm Brennweite äquivalent, also 2x-Zoom und basiert auf einem 12 Megapixel-Sensor mit F/2.0 Blende - sie dient nebenbei auch als Porträt-Optik. Last but not least gibt es noch eine Macro-Linse für Objekte die bis zu 1,5 cm von der Kamera entfernt sind und eine 20 Megapixel Ultraweitwinkel-Cam mit F/2.2 Blende und 117 Grad-Optik.

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Autor: Alexander Fagot,  5.11.2019 (Update:  5.11.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.