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Sauteuer: Xiaomi Mi Note 10 und Mi Note 10 Pro starten in Europa

Xiaomi startet mit den Penta-Cam-Handys Mi Note 10 und Mi Note 10 Pro in Europa ab 549 Euro.
Xiaomi startet mit den Penta-Cam-Handys Mi Note 10 und Mi Note 10 Pro in Europa ab 549 Euro.
Jetzt liegt also auch der Eurostart des Mi Note 10 hinter uns und es gibt leider auch Negatives zu vermelden. Die Gerüchteküche lag richtig, wir bekommen zusätzlich zum Mi Note 10 auch noch ein Pro-Modell, die Preise sind aber weit über China-Niveau und Xiaomi vergleicht sich mit der falschen Konkurrenz.
Alexander Fagot,

Das war sie also, die Präsentation der globalen Mi CC9 Pro-Variante, die gestern in China debütierte und bereits einen Tag später im spanischen Madrid über die Bühne ging. Wie schon vorab geleakt wurde, bekommen Europäer nicht nur ein reguläres Mi Note 10 sondern auch ein Mi Note 10 Pro, der Unterschied ist aber kleiner als gedacht und bezieht sich abgesehen von mehr RAM und Speicher auf eine aus 8 Einheiten bestehende 8P-Linse statt einer 7P-Optik im regulären Mi Note 10.

Im Mi Note 10 Pro steckt eine 8P-Optik statt einer 7P-Optik und mehr RAM und Speicher.
Im Mi Note 10 Pro steckt eine 8P-Optik statt einer 7P-Optik und mehr RAM und Speicher.

Xiaomi vergleicht sich mit den Falschen

Was durchaus auffällt ist, dass Xiaomi das Thema Prozessor komplett aus ihrer Präsentation gestrichen hatte. Bei der Vorstellung des heute ebenfalls offiziell gestarteten Redmi Note 8T spielte der dort integrierte Snapdragon 665 durchaus eine Rolle, beim Mi Note 10 versteckt man den integrierten Snapdragon 730 dagegen deutlich. Das mag durchaus Methode haben, denn mit diesem Premium-Midrange-SoC kann sich Xiaomi eigentlich nicht mit dem Samsung Galaxy Note 10+ oder dem Apple iPhone 11 Pro Max auf eine Stufe stellen, genau das passierte aber im Rahmen des Launchevents.

Der Vergleich hinkt massiv: Im Samsung und Apple-Phone steckt ein Flaggschiff-SoC, was bietet Xiaomi im Mi Note 10?
Der Vergleich hinkt massiv: Im Samsung und Apple-Phone steckt ein Flaggschiff-SoC, was bietet Xiaomi im Mi Note 10?

Mi Note 10: Eine Preisfrage

In Anbetracht der Tatsache, dass Xiaomi hier also kein Flaggschiff-Niveau bietet, wirken die angesetzten Preise jedenfalls viel zu hoch. Sicher, das Mi Note 10 bietet für 549 Euro mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher eine deutlich vielseitigere Kamera als die Konkurrenz - zur Penta-Cam mit 108 Megapixel-Sensor wurde bereits einiges geschrieben - wer sich allerdings mit dem absoluten High-End anlegt, muss natürlich auch beim Prozessor Vergleichbares liefern und nicht nur bei der Kamera auftrumpfen. 

Das Pro-Modell startet in Europa um 649 Euro für 8 GB RAM und 256 GB Speicher. Beides ist hierzulande Flaggschiff-Preisniveau für China-Phones und auf einer Linie mit Realme X2 Pro oder OnePlus 7T, die jeweils einen Snapdragon 855+ bieten. Im Vergleich zu den China-Preisen ist zudem ein Aufpreis von etwa 200 Euro zu bemängeln - zur Erinnerung: Das Mi CC9 Pro startet in China um umgerechnet 350 Euro, das vergleichbare Modell mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher um umgerechnet 438 Euro - selbst wenn man 20 Prozent Steuer mit einrechnet, zahlen wir in Europa also erstmals bei Xiaomi einen gehörigen Aufpreis.

Schönes Bildmaterial zum Penta-Cam-Handy

Mi Note 10 und Mi Note 10 Pro werden in Deutschland ab dem 11. November über zwei Mobilfunkbetreiber sowie Mediamarkt/Saturn und Amazon vorbestellbar sein, es stehen alle drei in China verfügbaren Farbvarianten zur Auswahl. Unten noch die restlichen Marketing-Folien der Präsentation, die auch im Xiaomi Twitter-Feed zu finden sind. 

Quelle(n)

Xiaomi Livestream und https://twitter.com/xiaomi

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Autor: Alexander Fagot,  6.11.2019 (Update:  6.11.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.