Kann Geld sparen: System macht aus Plastikabfall neues 3D-Filament

Beim 3D-Druck fällt fast unweigerlich auch Abfall an. Sei es ein nicht ganz optimal verlaufender Druck oder auch das quasi zur Spülung verworfene Material bei der Arbeit mit mehreren Filamentfarben oder Filamentarten. Der Hersteller Creality hat ein neues Recycling-System vorgestellt, welches solchen Abfall wieder als Filament nutzbar machen soll. Dabei wollen wir auf einen Umstand gleich hinweisen: Filament, das derart aufgearbeitet wird, wird schlicht nicht besser, sondern qualitativ eher minderwertiger, was sich natürlich nicht nur auf das Entstehen von Mischfarben, sondern etwa die Festigkeit bezieht. Das mit dem Creality M1 & R1 entstehende Filament soll dabei einen auf 0,05 Millimeter genauen Durchmesser bieten. In der Stunde soll sich bis zu 1 Kilogramm Filament erzeugen lassen.
Der Creality R1 ist dabei ein Schredder. Creality weist darauf hin, dass dieser nur bis zu 2 Zentimeter großes Material verarbeiten kann. Etwa noch größere Fehldrucke müssen vom Nutzer erst selbst zerkleinert werden - was im Regelfall keine besonders angenehme Arbeit sein dürfte. Bis zu 2 Zentimeter großes Material wird im R1 entsprechend zerkleinert und im Creality M1 dann zu neuem Filament. Das Grundprinzip ist dabei einfach: So wird das Material geschmolzen und dann während des Abkühlens wieder aufgerollt. Die Bedienung soll einfach über einen Touchscreen von der Hand gehen, das System bringt drei Heiz- und acht Kühlzonen mit. Der Hersteller empfiehlt ausdrücklich nicht die Wiederaufbereitung von Mischungen verschiedener Filamentarten oder von allgemeinem Plastikabfall.
Creality wird das System im Rahmen einer Crowdfunding-Kampagne anbieten, wobei Gesamt-Rabatte von bis zu 800 Dollar versprochen werden, wenn Interessierte sich jetzt schon vorregistrieren. Dementsprechend dürfte das System wahrscheinlich auch eher einen vierstelligen Preis besitzen. Endkunden sollten dementsprechend unbedingt vorher die Wirtschaftlichkeit abwägen - so kosten die meisten Filamentarten je Kilogramm unter 20 Euro. Lohnen dürfte sich das System damit insbesondere für mehr oder weniger kommerzielle Anbieter, die oft gleichartiges Filament nutzen.











