Kurswechsel bei Zeekr: Elektro-Marke baut Händlernetz auf

Nach einem primär auf B2B-Flotten fokussierten Marktstart ergänzt Zeekr die bestehende Aftersales-Infrastruktur um physische Autohäuser. Die strategische Neuausrichtung reagiert auf die verhaltene Nachfrage im reinen Digital- und Direktverkauf.
Wichtiges im Überblick:
- Neue Handelsstandorte: Aachen (Jacobs Gruppe) und Münster (Bleker Gruppe) eröffnen den stationären Verkauf.
- Bisheriger Absatz: Über 750 Fahrzeugbestellungen seit dem Start im Dezember 2025.
- Netzwerk-Ziel: Deutschlandweiter Ausbau auf mehr als 60 Handelspartner bis 2027 geplant.
Absatzgrenzen des Direktvertriebs und Modellwechsel
Zeekr passt sein Vertriebsmodell an die Gegebenheiten des deutschen Automobilmarktes an. Seit dem Marktstart im Dezember 2025 generierte die Geely-Tochter über den reinen Online-Direktvertrieb und B2B-Flottendeals rund 750 Bestellungen. Im Vergleich zu Wettbewerbern verdeutlicht dieses Ergebnis die Grenzen eines rein digitalen Auftritts ohne physische Showrooms. Um breitere Käuferschichten im Privatkunden- und Kleingewerbesegment zu erreichen, verzahnt der Hersteller nun das Digitalgeschäft mit klassischem Handel. Neben Beratung und Probefahrten bieten die Partner vor Ort auch Finanzierungen sowie Inzahlungnahmen an. Als Basis dienen bereits über 100 zertifizierte Servicepartner-Standorte.
Regionale Verankerung und Konkurrenzumfeld
Der Ausbau beginnt in Nordrhein-Westfalen. Die Jacobs Gruppe deckt mit einem Standort an der Aachener Automeile das Rheinland ab. Die Bleker Gruppe vertritt die Marke im Autoforum Münster für die Region Münsterland und Ruhrgebiet. Ähnlich wie Mitbewerber Nio oder Genesis korrigiert Zeekr damit den reinen Direct-to-Consumer-Ansatz. Hersteller wie BYD zeigten bereits, dass flächendeckende Händlerstrukturen für hohe Stückzahlen im deutschen Markt unerlässlich sind. Bis 2027 strebt Zeekr ein Netz von mehr als 60 Vertragshändlern an.





