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Märkte: AMD gewinnt Marktanteile im Prozessorbereich

Der Prozessorhersteller AMD ringt dem Spitzenreiter Intel Marktanteile ab, bleibt aber auch 2011 mit weniger als 20 Prozent weit abgeschlagen. Für den Gesamtmarkt sagen die Marktforscher 2012 weiteres Wachstum voraus, die Festplattenkrise soll bald überstanden sein.

In ihrer jüngsten Erhebung berichten die Anaysten von IDC über einen steigenden Absatz von Computer-Prozessoren. Im Vergleich mit dem Vorjahr wuchs der weltweite Umsatz 2011 kräftig um 13,2 Prozent auf über 41 Milliarden US-Dollar, was vor allem auf deutlich höhere Durchschnittspreise zurückzuführen sei.

Allein auf den Chipriesen Intel entfiel dabei ein Marktanteil von 80,1 Prozent aller CPUs, der nächste Konkurrent AMD kam auf lediglich 19,7 Prozent. Besonders ausgeprägt ist die Dominanz im Server- und Workstation-Segment (94,5 zu 5,5 Prozent), aber auch bei Mobilprozessoren (83,8 zu 16,0 Prozent) und Desktop-Computern (73,8 zu 26,0 Prozent) zeigt sich eine enorme Diskrepanz zwischen beiden Herstellern.

Mut dürfte dem Underdog aus Sunnyvale die Entwicklung im vergangenen Jahr machen: Dank guter Verkaufszahlen im Notebook-Bereich, wo AMD seinen Teil des Kuchens um 2,7 Prozent ausbaute, konnte der negative Trend bei Servern und Desktops ausgeglichen werden und der 2010 noch bei 19,0 Prozent liegende Marktanteil um 0,7 Prozent gesteigert werden.

Für 2012 erwarten die Analysten einen nach Stückzahlen um weitere 5,1 Prozent wachsenden Gesamtmarkt. Die Krise der Festplatten-Industrie soll ab dem zweiten Quartal kaum mehr negative Auswirkungen haben.

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Autor: Till Schönborn, 15.03.2012 (Update:  9.07.2012)
Till Schönborn
Till Schönborn - Managing Editor Business
Freude am Schreiben und die Faszination für (mobile) Technik brachten mich im Herbst 2011 zu Notebookcheck. Neben unzähligen Notebook-Tests und Newsmeldungen habe ich seitdem eine Reihe technischer Hintergrundartikel zu CPU- und GPU-Architekturen verfasst und betreue zudem unsere Hardware-Datenbank. Seit Anfang 2014 leite ich den Bereich der Premium-Business-Notebooks, fühle mich aber auch im Smartphone- oder Tablet-Segment zu Hause – das gespannte "Kribbeln" beim Testen neuer Hardware ist auch nach vielen Jahren noch nicht verflogen. Die schmale Freizeit zwischen Studium und Job wird zumeist fernab jeglicher Elektronik in der Natur verbracht.