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Deutschland | MakersVsVirus – Nachbarschaftshilfe mal anders: Private Maker stellen kostenfreie Gesichtsschilde für medizinische Einrichtungen her

MakersVsVirus – Nachbarschaftshilfe mal anders: Private Maker stellen kostenfreie Gesichtsschilde für medizinische Einrichtungen her
MakersVsVirus – Nachbarschaftshilfe mal anders: Private Maker stellen kostenfreie Gesichtsschilde für medizinische Einrichtungen her
Normalerweise treffen sich die Mitglieder vom FabLab Bruchsal, einer privaten Vereinigung von Makern und Thechnikenthusiasten, um mit ihren neuesten Microcontrollern und Gadgets zu spielen. Jetzt stellt das Nachbarschaftsprojekt innerhalb der Initiative MakersVsVirus Schutzausrüstung gegen das Coronavirus her, unterstützt von Unternehmen wie Gameforge.
Christian Hintze,

Das FabLab Bruchsal ist eine private Verein von Makern und Technikenthusiasten. In den 1.200 qm großen Räumlichkeiten sind alle Interessierten ab dem 14. Lebensjahr dazu eingeladen Mikrocontroller zu programmieren, elektrische Schaltungen zu entwickeln oder sich einfach mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu lernen.

Die in der Werkstatt des MakerSpace befindlichen Geräte und Werkzeuge von der Drehbank über den Lasercutter bis zum 3D-Drucker werden neuerdings aber für einen anderen Zweck verwendet. Denn der frisch gegründete Verein hat auf den Aufruf eines hessischen FabLabs reagiert. Diese hatten die Initiative Makers vs Virus ins Leben gerufen. Die Initiative hofft, dass sich bundesweit Tüftler am Kampf gegen das Virus zusammentun.

Aktuell haben es sich die Maker zur Aufgabe gemacht die medizinischen Einrichtungen mit dringend benötigtem Schutzequipment zu versorgen und auf diese Weise zu helfen. Während die USA also Schutzmaskenlieferungen nach Deutschland eben mal so beschlagnahmt, stellen die privaten Maker die benötigten Schutzschilde einfach selbst her. Diese werden kostenlos an medizinischen Einrichtungen wie Kliniken, Ärzte und Rettungsdienste der Region abgegeben. Die „Behelfsgesichtsschilde“ werden zusätzlich zu Atemmasken getragen und schützen das Personal noch stärker im Kontakt mit Patienten.

Die Aktion läuft auf rein ehrenamtlicher Basis, das FabLab wirbt aber um Spenden für die Verbrauchsmaterialien wie das Plexiglas für das Gesichtsschild. Viele Maker steuern die benötigten Komponenten auch von zu Hause aus am eigenen 3D-Drucker bei. Zudem hat man sogar einige Unternehmen als Partner gewonnen. Der Spieleentwickler Gameforge beispielsweise steuerte zwei 3D-Drucker bei, der Innovationsdienstleister Tech-Solute betreut unentgeltlich den Lasercutter vor Ort.

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Autor: Christian Hintze,  8.04.2020 (Update:  8.04.2020)
Christian Hintze
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).