Meilenstein: PS5-Spiel läuft per Emulator erstmals auf Steam Deck – aber nur mit 0,6 FPS

Das Steam Deck kommt mit vielen anspruchsvollen PC-Titeln gut zurecht – darunter etwa Cyberpunk 2077, Elden Ring oder Hogwarts Legacy, die allesamt den „Verifiziert“-Status tragen. Die Emulation von PS5-Spielen galt bislang jedoch als kaum vorstellbar. Ein Nutzer namens Ihc160 hat nun jedoch einen Versuch gewagt und Astro’s Playroom mithilfe des PS5-Emulators SharpEmu auf dem Steam Deck gestartet – und dabei einen kleinen Meilenstein erreicht. Ein Video davon wurde von BrutalSam, einem Mitwirkenden am SharpEmu-Projekt, auf X geteilt:
Bei dem gezeigten Spiel handelt es sich um Astro’s Playroom, das auf jeder PlayStation 5 vorinstalliert ist und eigentlich die Funktionen des DualSense-Controllers demonstrieren soll. Der Meilenstein: Das Spiel startet. Damit ist es erstmals gelungen, einen PS5-Titel per Emulator direkt auf dem Steam Deck auszuführen. Zumindest ist bislang kein anderer öffentlich dokumentierter Versuch mit vergleichbarem Ergebnis bekannt. Aber: Von einer spielbaren Performance ist man noch weit entfernt. Tatsächlich kommt das Jump ’n’ Run bislang nicht einmal über das PlayStation-Studios-Intro beziehungsweise den Ladebildschirm hinaus. Die Bildrate schwankt laut Anzeige zwischen rund 0,5 und 1 FPS, meist werden etwa 0,6 FPS erreicht.
Community nimmt die 0,6 FPS mit Humor
Im Steam-Deck-Subreddit sorgt die niedrige Bildrate erwartungsgemäß vor allem für Scherze. Ein Nutzer bezeichnet 0,3 FPS bereits als „praktisch filmreif“, während ein anderer vorrechnet, dass immerhin 30 Bilder pro Minute erreicht werden. Auch Vorschläge, die Performance mit Frame Generation und Upscaling auf „flüssige“ 1,2 FPS zu verdoppeln, sind natürlich nicht ganz ernst gemeint.
Hinter den Späßen zeigt sich jedoch auch vorsichtiger Optimismus. Mehrere Nutzer weisen darauf hin, dass es bei einem jungen Emulator zunächst weniger um spielbare Bildraten als um die grundsätzliche Funktionsfähigkeit geht. Als Vergleich wird häufig die PS4-Emulation genannt, die ebenfalls lange kaum Fortschritte machte, inzwischen aber beispielsweise Bloodborne auf leistungsfähigen PCs mit deutlich höheren Bildraten ausführen kann.
Ob daraus irgendwann tatsächlich spielbare PS5-Titel auf dem Steam Deck entstehen, bleibt dennoch fraglich. Zwar setzen sowohl die PlayStation 5 als auch Valves Handheld auf AMD-Prozessoren mit Zen-2-Architektur und RDNA-2-Grafik. Die PS5 hat jedoch acht CPU-Kerne und 36 Compute Units, während das Steam Deck (derzeit 580 Euro auf Amazon) mit vier Kernen und acht Compute Units auskommen muss. Dass einzelne PS5-Spiele irgendwann dennoch auf Valves Handheld laufen könnten, ist aber nicht völlig ausgeschlossen.















