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Meizu Zero: Port- & Button-loses Handy startet teuer auf Indiegogo

Das Meizu Zero, das erste button- und portlose Handy-Konzept startet auf Indiegogo.
Das Meizu Zero, das erste button- und portlose Handy-Konzept startet auf Indiegogo.
(Update zu unterstützten LTE-Bändern) Ein Smartphone ohne Löcher ist das nächste große Ding - zumindest wenn es nach China-Herstellern wie Vivo oder Meizu geht, die beide kürzlich entsprechende Konzepte entwickelt haben. Meizus Zero-Phone steht nun überraschend bereits auf Indiegogo zur Unterstützung bereit - doch es gibt einiges zu beachten.

Sowohl Vivo als auch Meizu haben in den letzten Tagen mit einem praktisch button- und portlosen Phonekonzept auf sich aufmerksam gemacht - bei Vivo gibt es zwar noch einen magnetischen Anschluss an der Rückseite und auch das Meizu Zero hat bei genauerem Hinsehen kleine Löcher für die Mikrophone - nichtdestotrotz handelt es sich bei beiden Konzepten um einen möglichen Blick in die Smartphone-Zukunft, ob sich diese Entwicklungen letztlich auf breiter Front durchsetzen, steht auf einem anderen Blatt.

Meizu finanziert sein Produkt auf Indiegogo

Während Vivo noch keine konkreten Pläne veröffentlicht hat, das APEX 2019-Konzept (ehemals auch "The Waterdrop" genannt) in Form eines käuflichen Produkts zu vermarkten, ist aus Meizus Zero nun recht überraschend ein Crowdfunding-Projekt entstanden. Auf Indiegogo kann man die Entwicklung eines echten Produkts unterstützen und sich damit hoffentlich ein frühes Exemplar sichern - es gilt allerdings über die generellen Gefahren von Crowdfunding hinaus einiges zu beachten, denn selbst absolute Fans des button- und portlosen Konzepts dürften mit dem Angebot auf Indiegogo etwas Probleme haben.

Billig-Modem im teuren Smartphone der Zukunft

Da wäre einmal die Preisvorstellung für das Meizu Zero: 1.300 US-Dollar, also etwa 1.130 Euro will Meizu für die Unterstützung der "Exclusive Engineer Unit" sehen, die vorerst zudem auf 100 Exemplare limitiert ist. Als nächstes fällt auf, dass Meizu dem teuren Handy-Konzept offenbar laut Specs ein absolutes Billig-Modem spendiert, das in Europa schon am fehlenden Band 20 scheitern wird - außerhalb Asiens ist man daher auf vergleichsweise langsames 3G angewiesen - das passt so gar nicht zum noblen Zukunftskonzept. Update: Meizu hat die Angaben seit Erscheinen des Artikels geändert. Nun ist Band 20 als unterstütztes LTE-Band gelistet Ein echtes Worldmodem ist aber nach wie vor nicht integriert. Ebenfalls zu beachten ist, dass es keinen SIM-Karten-Slot gibt - das bedeutet, der Provider muss die integrierte e-SIM-Technologie unterstützen, was hierzulande beileibe noch nicht jeder tut.

Tolle Technologien aber Mobilprozessor aus 2018

Das nach IP68 staub- und wasserdichte Handykonzept liefert sicherlich einige spannende Technologien, beispielsweise die "InScreen-Sound-Technologie" oder "Wireless-USB" auf Basis der schnellen 60 Ghz-Frequenz, auch Meizus Super mCharge Wireless verspricht kabelloses Aufladen mit 18 Watt, zudem ist die Bedienung mit virtuellen Buttons an den touchsensitiven Metallrändern sicherlich spannend, das Herz des Meizu Zero basiert allerdings auf dem mittlerweile nicht mehr ganz taufrischen Snapdragon 845, zudem fehlen auf Indiegogo aktuell einige wichtige Angaben zu den technischen Daten, beispielsweise zur Speicherbestückung. Die Kampagne läuft noch bis Ende Februar - das Endprodukt soll dann inklusive Wireless Charger im April ausgeliefert werden.

Update 20:20

Mittlerweile hat Meizu die technischen Daten zum Modem geändert, Band 20 gehört nun ebenfalls zu den unterstützten Bändern, womit die oben genannte Einschränkung in Bezug auf die Verwendung in Europa hinfällig ist.

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Autor: Alexander Fagot, 31.01.2019 (Update: 12.02.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.