Microsofts neuer Surface Laptop Ultra hat in unserem Test einige gravierende Schwachstellen aufgewiesen und vor allem das neue Mini-LED-Display ist insgesamt ziemlich enttäuschend. Es wird mit bis zu 1.000 Nits im SDR-Betrieb und 2.000 Nits in HDR-Betrieb zwar extrem hell, doch der subjektive Bildeindruck wird durch das fehlende Local Dimming und die langsamen Reaktionszeiten des IPS-Panels beeinträchtigt
Obwohl die Mini-LED-Beleuchtung über 1.300 individuelle Zonen verfügt, werden diese softwareseitig schlicht nicht genutzt. Stattdessen arbeitet die Beleuchtung konstant und verhält sich wie ein reguläres IPS-Panel. Das sorgt dafür, dass schwarze Bildinhalte eher gräulich wirken und das maximale Kontrastverhältnis viel zu gering ausfällt. Hierfür sollte es eigentlich eine Lösung über Software-Updates geben. Was sich jedoch nicht ändern lässt, sind die langsamen Reaktionszeiten des Displays, die selbst im 120-Hz-Modus zu auffälligen Nachzieheffekten (Ghosting) führen.
Wie eine deutlich bessere Mini-LED-Implementierung aussieht, zeigt der deutsche Hersteller XMG bei seinem High-End-Gaming-Laptop NEO 16, der optional mit einem Mini-LED-Panel erhältlich ist. Hier kommt ein wesentlich schnelleres IPS-Panel zum Einsatz, das Nachzieheffekte komplett verhindert. Zudem lässt sich das Local Dimming über die mitgelieferte Software mit nur einem einzigen Klick ganz einfach aktivieren oder deaktivieren.
In bestimmten Szenarien (etwa bei der Bildbearbeitung) ist das Deaktivieren des Local Dimming für eine konstante Helligkeit sogar von Vorteil. Der Anwender behält so die volle Kontrolle über das Display und nutzt die Stärken des Mini-LED-Panels optimal aus.
Für Käufer des extrem teuren Surface Laptop Ultra ist es schlicht enttäuschend und bedauerlich, dass ein Konzernriese wie Microsoft eine solche Implementierung scheinbar nicht realisieren kann und auch einfach kein schnelles IPS-Panel verbaut. Für weitere Informationen steht unser ausführlicher Testbericht des neuen Microsoft Surface Laptop Ultra zur Verfügung.






