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Minecraft: Enderdrache kann offenbar sterben, allerdings erst nach 2 Milliarden Jahren

Ein Spieler besiegt den Enderdrachen in Minecraft
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Ein Spieler besiegt den Enderdrachen in Minecraft
Eine Simulation des YouTubers RedLogic deutet darauf hin, dass die Kreaturen in Minecraft den Enderdrachen theoretisch ohne Zutun eines Spielers töten könnten, allerdings nur durch eine extrem unwahrscheinliche Verkettung von Ereignissen. Der Vorgang würde fast zwei Milliarden Spieljahre dauern. Da der Code nur hinter einer Bezahlschranke zugänglich ist, lassen sich die berechneten Wahrscheinlichkeiten nicht unabhängig überprüfen.

Minecraft benötigt offenbar keine Spieler, um bis zum Ende des Spiels zu gelangen. Ohne jegliche Interaktion würde es allerdings rund zwei Milliarden Spieljahre dauern, bis der Enderdrache besiegt und das Spiel abgeschlossen ist.

Der "Endboss" stirbt durch Mobs

Der YouTuber RedLogic hat eine Monte-Carlo-Simulation eines Minecraft-Spielstands erstellt und dabei festgestellt, dass Mobs den Enderdrachen ohne Zutun eines Spielers töten und den Abspann auslösen können. Der Haken: Die Simulation muss dafür zwei Milliarden Spieljahre laufen.

Damit der Enderdrache stirbt, müssen jedoch mehrere seltene Ereignisse in einer bestimmten Reihenfolge und zum richtigen Zeitpunkt eintreten. Ein Enderman muss einen geschnitzten Kürbis aufnehmen, ihn auf Schnee platzieren und dadurch einen Schneegolem zum Leben erwecken.

Dieser Schneegolem muss anschließend genau in das verschüttete Portal wandern, während seine Schneebälle weiterhin Creeper in der Nähe provozieren und sie durch eine Reihe von Explosionen in Richtung des Portalraums treiben.

Da sich die gesamte Simulation nicht über zwei Milliarden Jahre beobachten lässt, hat RedLogic die zugrunde liegende Statistik aufgeschlüsselt und in der Beschreibung seines Videos erklärt:

Da dies im echten Minecraft unmöglich lange dauern würde, musste ich das Universum selbst beschleunigen. Also habe ich Milliarden von Jahren simuliert, die seltensten Kettenreaktionen verfolgt und nach dem Zeitverlauf gesucht, in dem Minecraft sich schließlich selbst Schaden zufügt.

Anstatt sich auf die 20 Logik-Ticks pro Sekunde des Spiels zu stützen, überspringt die Simulation die Wartezeiten zwischen den tatsächlich relevanten Ereignissen. RedLogic erklärte: "Anstatt Millionen winziger Zufallsentscheidungen einzeln zu berechnen, ermittelt der Simulator per Zufallsstichprobe, wie lange es dauert, bis eines dieser entscheidenden Ereignisse eintritt."

Ein langsamer Tod für den Enderdrachen

Die entscheidenden Ereignisse erfolgen in äußerst großen Abständen. Ein Enderman platziert etwa im Jahr 34.000 einen Kürbis auf Schnee, während es ganze 2,9 Millionen Jahre dauert, bis sich der Weg aus dem Portalraum auf der End-Seite öffnet. Einer der Golems ist zwischen der Zerstörung zweier Kristalle 18 Millionen Jahre lang umhergewandert. Nach 250 Millionen Jahren hatte der Enderdrache erst 2 Prozent seiner Lebensenergie verloren.

Das unterscheidet sich deutlich von der Speedrunning-Szene in Minecraft, in der Spieler die Arena des Enderdrachens in deutlich weniger als zehn Minuten erreichen.

Der Code für RedLogics Simulation ist nur über eine kostenpflichtige Patreon-Mitgliedschaft zugänglich. Daher lassen sich die Wahrscheinlichkeiten hinter den jeweiligen Jahresangaben nicht unabhängig reproduzieren. Auf einen gewöhnlichen Spieldurchlauf hat das ohnehin keine Auswirkungen, denn bereits ein natürlich generiertes Endportal mit allen zwölf eingesetzten Augen ist äußerst selten.

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Autor: Rahim Amir Noorali, 22.09.2026 (Update: 22.09.2026)