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Mehr als 100k Minecraft-Spieler von Schadsoftware infiziert – McAfee-Forscher warnen

WeedHack Malware-as-a-Service: Dashboard mit Preisinformationen (Screenshot)
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WeedHack Malware-as-a-Service: Dashboard mit Preisinformationen (Screenshot)
Mehr als 116.000 Minecraft-Spieler weltweit wurden laut McAfee-Forschern von einer „Malware-as-a-Service“-Operation namens WeedHack infiziert. Dies geschah durch gefälschte Mods, Clients und Hilfswerkzeuge, die über bösartige Links und YouTube-SEO-Poisoning verbreitet wurden.

Minecraft ist für seine weitreichende Modding-Community und die Unterstützung von Drittanbieter-Mods bekannt. Das animiert Spieler seit jeher dazu, innovative, optisch beeindruckende oder den Spielkomfort verbessernde Mods zu entwickeln. Einige Online-Ermittler und Hacker haben diese Gelegenheit jedoch ausgenutzt, um die Systeme von Minecraft-Spielern mit Schadsoftware zu infizieren.

Derzeit bedroht eine „Malware-as-a-Service“-Operation die Minecraft-Community, wie Forscher von McAfee Labs herausgefunden haben. Dieser Dienst namens „WeedHack“ beeinträchtigt seit Januar 2026 unbemerkt die Systeme von Gamern, indem er Schadcode in gefälschte Minecraft-Mods, Clients und Hilfswerkzeuge einspeist. Die Zahl der infizierten Nutzer ist enorm.

Die Telemetriedaten von McAfee zeigen, dass die WeedHack-„Malware-as-a-Service“-Kampagne weltweit bereits über 100.000 (genauer gesagt 116.464) infizierte Systeme registriert hat, wobei täglich durchschnittlich 2.000 bis 3.000 Systeme neu infiziert werden.

In einem offiziellen Blogbeitrag legt der McAfee-Forscher Aayush Tyagi seine Erkenntnisse dar und erklärt:

Wir haben über 3.820 einzigartige, bösartige JAR-Dateien entdeckt, die Teil dieses Angriffs sind, sowie über 240 URLs, die für die Verbreitung dieser Malware verantwortlich sind. Bei dieser Kampagne wird SEO-Poisoning auf YouTube genutzt, um Traffic auf diese bösartigen URLs umzuleiten. Wir haben außerdem zwei YouTube-Kanäle und mehrere Videos gefunden, die Minecraft-Mods und -Clients vorstellen und die Zuschauer zu diesen URLs weiterleiten.

 Die Forscher von McAfee infiltrierten die zugehörigen WeedHack-Telegram-Kanäle und berichteten:

Die WeedHack-Malware ist ein wesentlicher Treiber für Cybermobbing. Viele der Kunden scheinen Teenager und junge Erwachsene zu sein, welche die Fernzugriffsfunktionen nutzen, um ihre Opfer, die im selben Alter sind, zu bedrohen, zu belästigen und zu überwachen.

Das WeedHack-MaaS erfordert keine fortgeschrittenen technischen Fähigkeiten. Es wird offen im Internet verkauft – mit einer kostenlosen Basisversion sowie Premium-Tarifen, die bei gerade einmal 5 US-Dollar pro Monat oder einer einmaligen Zahlung von 24,99 US-Dollar für eine lebenslange Lizenz beginnen.

WeedHack stiehlt in erster Linie Minecraft-Sitzungs-IDs (Session IDs) über mehrere Launcher, Browser-Passwörter, Cookies über verschiedene Browser hinweg, Zugangsdaten für Discord und Steam, Daten von Kryptowährungs-Wallets, Systeminformationen und Screenshots. Die Software geht sogar so weit, die Dienste des Windows Defenders mithilfe einer Technik namens „EtherHiding“ zu deaktivieren.

WeedHack Premium geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht es Hackern, Live-Zugriff auf die Webcam zu erhalten, Tastatur- und Mauseingaben zu überwachen und zu steuern, Tastenanschläge zu protokollieren (Keylogging), auf die Kommandozeile zuzugreifen sowie Daten hoch- oder herunterzuladen.

Die beste Methode für Nutzer, sich vor bösartigen, mit WeedHack infizierten Mods zu schützen, ist einfach: Laden Sie Mods nur herunter, wenn sie auf NexusMods, CurseForge, Modrinth oder anderen von der Community vertrauenswürdigen Clients freigegeben wurden.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-06 > Mehr als 100k Minecraft-Spieler von Schadsoftware infiziert – McAfee-Forscher warnen
Autor: Rahim Amir Noorali,  8.06.2026 (Update:  8.06.2026)