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Neue Feststoffbatterie mit Gemstone-Zellen soll wichtige Preisschwelle durchbrechen

Der Gemstone Festkörperakku von Gotion
ⓘ Gotion
Der Gemstone Festkörperakku von Gotion
Die Kosten für die Massenproduktion von Festkörperbatterien sollen in Kürze deutlich sinken. Angestrebt wird ein Preis von umgerechnet rund 132 Euro pro kWh. Bei Gotions neuer Gemstone-Festkörperbatterie sollen die Kosten unter die wichtige Schwelle von einem chinesischen Yuan pro Wh fallen.

Der chinesische Konzern Gotion, an dem auch Volkswagen beteiligt ist, hat seine Pläne für die Massenproduktion von Festkörperbatterien offengelegt. Dabei will das Unternehmen erstmals die entscheidende Kostenschwelle von einem chinesischen Yuan pro Wh unterschreiten. Das wäre zwar noch immer doppelt so teuer wie LFP-Batterien in Elektroautos für den Massenmarkt, entspräche aber dem Kostenniveau ternärer Lithiumbatterien in Premium-Elektroautos und besonders leistungsstarken Modellen.

Auf der World Manufacturing Convention 2026 in Hefei hat das Unternehmen für seine sulfidbasierten Jinshi-Zellen (Gemstone) eine Energiedichte von mehr als 400Wh/kg in der Massenproduktion angekündigt. Zudem hätten die Zellen Durchstich- und Hochtemperaturtests ohne Rauchentwicklung oder Flammen überstanden. Die gegenüber LFP-Zellen doppelt so hohe Energiedichte und die höhere Sicherheit sind die wesentlichen Vorteile von Festkörperbatterien. Trotz der höheren Kosten eignen sie sich damit für Premium-Elektroautos.

Hersteller könnten so bei gleichem Platzbedarf wie bei einem heutigen durchschnittlichen Elektroauto einen 140kWh-Akku unterbringen und deutlich größere Reichweiten pro Ladung ermöglichen. Besonders interessant sind allerdings die angekündigten Kosten. Gotion will die "Ein-Yuan-Ära" einläuten und damit erstmals in der Geschichte der Fertigung von Festkörperbatterien Kosten von einem Yuan pro Wh erreichen. Das entspricht rund 150 Dollar oder 132 Euro pro kWh und wäre ein beachtlicher Fortschritt für eine Technologie, die bislang vor allem mit hohen Preisen im Luxussegment verbunden gewesen ist. Die Planung einer Pilotfertigungslinie mit einer Kapazität von 2GWh hat Gotion bereits abgeschlossen.

Mit 132 Euro pro kWh wären die Zellen doppelt so teuer wie aktuelle LFP-Zellen der vierten Generation in China. Deren Energiedichte liegt auf Zellebene allerdings meist bei etwa 160 bis 200Wh/kg. Gotions Festkörperbatterie würde somit ungefähr die doppelte Energiedichte zum doppelten Preis bieten. Damit wäre sie ein Produkt für das Premiumsegment, dessen Einsatz wirtschaftlich tragfähig wäre.

Auch im Vergleich mit den Produktionsplänen anderer Hersteller erscheint die Gemstone-Festkörperbatterie konkurrenzfähig. ProLogium, an dem Mercedes beteiligt ist, hat die Produktion von Zellen mit 381Wh/kg aufgenommen. BYD soll im kommenden Jahr erstmals eine Festkörperbatterie in einem Fahrzeug einsetzen, möglicherweise in der Flaggschiff-Limousine der Marke Yangwang. Zahlreiche weitere chinesische Batteriehersteller planen ebenfalls, 2027 mit der Erprobungsproduktion von Festkörperbatterien zu beginnen.

Diese Hersteller sehen in der noch jungen Technologie eine Chance, die Marktführer CATL und BYD zu überholen. Bei Batterien mit flüssigem Elektrolyt ist es dagegen nahezu unmöglich, die beiden Unternehmen von ihrer Spitzenposition zu verdrängen, da sie durch ihre enormen Produktionsmengen erhebliche Kostenvorteile erzielen. Hinzu kommt die staatliche Förderung. China hat die Entwicklung von Festkörperbatterien kürzlich zu einer Priorität seines neuesten Fünfjahresplans erklärt und will auch bei der nächsten Generation von Elektroauto-Batterien weltweit führend werden.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-09 > Neue Feststoffbatterie mit Gemstone-Zellen soll wichtige Preisschwelle durchbrechen
Autor: Daniel Zlatev, 30.09.2026 (Update: 30.09.2026)