Neue FujiShare-Beta überträgt 7 Fujifilm-Filmrezepte per USB auf C1–C7 und überprüft sie anschließend

Nachdem der Entwickler auf r/FujifilmX über sein Projekt berichtet hat, wurde FujiShare nun veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine neue iOS-App, mit der sich ein kompletter Satz aus sieben Filmsimulationsrezepten in einem einzigen verbundenen Vorgang in die benutzerdefinierten Speicherplätze einer Fujifilm-Kamera schreiben lässt, anstatt jede Einstellung einzeln über die Kameramenüs vornehmen zu müssen.
Laut der Dokumentation der App werden die Rezepte über USB übertragen. Dafür wird der von Fujifilm als „USB RAW Conv./Backup Restore“ bezeichnete Verbindungsmodus verwendet. FujiShare liest zunächst aus, welche Einstellungen die Kamera zur Verfügung stellt, schreibt anschließend jede Einstellung einzeln und liest danach sämtliche Werte erneut aus, um sie zu überprüfen. Schlägt ein Schreibvorgang fehl, wird dies dem Nutzer ausdrücklich mitgeteilt, anstatt die Einstellungen nur teilweise zu übernehmen. Das Schreiben von Rezepten ist auf die X100V sowie Kameras der X-Processor-5-Generation beschränkt – darunter X100VI, X-T5, X-T50, X-E5, X-M5, X-T30 III, X-S20, X-H2 und X-H2S. Bei älteren Kameras wie der X-T4 und X-Pro3 lassen sich Rezepte aus Bildern auslesen, ihre Speicherplätze können jedoch nicht per USB vom Smartphone beschrieben werden. Das Schreiben auf GFX-Kameras wird lediglich als "bislang ungetestet" aufgeführt.
Beim Teilen von Rezepten entfällt die manuelle Eingabe vollständig. Jedes Fujifilm-JPEG speichert zum Zeitpunkt der Aufnahme sowohl das verwendete Rezept als auch die Aufnahmedaten. Ein Beitrag wird daher erstellt, indem einfach ein Foto ausgewählt wird. Verschlusszeit, Blende, ISO, Kameragehäuse und Objektiv werden direkt aus der Datei ausgelesen und müssen nicht von Hand eingegeben werden. Damit will die App das Problem umgehen, dass übernommene Rezepte nach dem Laden mitunter völlig anders aussehen als das gezeigte Beispielbild.
Die Übertragung von Rezepten per Kabel ist grundsätzlich nichts Neues. Die Fuji X Weekly App unterstützt bereits USB-C-Übertragungen auf neuere X- und GFX-Kameras. Auch Fuji Recipes kann einzelne C1- bis C7-Speicherplätze beschreiben und einen ganzen Ordner auf alle sieben Plätze übertragen. Das Alleinstellungsmerkmal von FujiShare sind die anschließende Rückleseprüfung und der zuvor gespeicherte Wiederherstellungspunkt.
Zu beachten ist allerdings: Fujifilm weist ausdrücklich darauf hin, dass die Verwendung nicht lizenzierter Programme zum Verbinden mit oder Steuern einer kompatiblen Kamera zum Erlöschen der eingeschränkten Produktgarantie führt. Ritchie Roesch von Fuji X Weekly hatte dies im Juni direkt beim Unternehmen bestätigt. FujiShare wiederholt diesen Hinweis und rät Besitzern davon ab, die App mit ihrer Kamera zu verbinden, wenn ihnen der Erhalt der Garantie wichtig ist.
Die Beta ist kostenlos und derzeit ausschließlich für iOS erhältlich. Eine Android-Version ist geplant, einen Termin gibt es bislang jedoch nicht.















