Neue Snap-KI soll wissen, was Nutzer brauchen – noch bevor sie danach fragen

Normalerweise arbeiten KI-Assistenten reaktiv – werden also erst aktiv, wenn ihnen eine konkrete Frage oder Aufgabe gestellt wird. SPECS Intelligence von Snap Inc. – dem Unternehmen hinter SnapChat – verfolgt einen anderen Ansatz: Die kürzlich vorgestellte Software soll aus verbundenen Diensten lernen, was Nutzer beschäftigt, welche Personen wichtig sind und welche Aufgaben anstehen.
Dafür gliedert SPECS das Leben in verschiedene Bereiche wie Arbeit, Familie, Reisen oder Gesundheit. Vor einem Meeting könnte die KI beispielsweise offene Entscheidungen und wichtige Fragen zusammenfassen. Bei einer Reise soll sie Flugdaten, Hotelbuchungen, Reservierungen und Termine bündeln. Ändert sich das Abfluggate, könnte der Hinweis direkt auf dem iPhone oder in der SPECS-AR-Brille erscheinen. Eine kurze Vorstellung der neuen KI wurde auf YouTube veröffentlicht:
Der Assistent soll aber nicht nur Informationen anzeigen. Geplant ist auch, dass er Nachrichten verfasst oder ein nicht mehr benötigtes Abonnement kündigt. Bevor SPECS eine Aktion ausführt, soll stets die Zustimmung des Nutzers erforderlich sein. Welche Apps und Konten verbunden werden, lässt sich laut Snap selbst festlegen. Persönliche Inhalte sollen weder für Werbung noch zum Training der KI-Modelle verwendet werden. Die Verarbeitung erfolgt teils auf dem Gerät und teils über eine abgesicherte Cloud-Infrastruktur.
SPECS Intelligence soll auf dem Mac, dem iPhone und der SPECS-AR-Brille verfügbar sein, wobei die Brille für die Nutzung nicht erforderlich ist. Der vollständige Funktionsumfang startet zunächst als geschlossener Early Access auf dem Mac. In den USA steht Nutzern ab 18 Jahren bereits eine eingeschränkte iPhone-Preview zur Verfügung, die Gmail und Google Calendar auswertet. Auf der AR-Brille soll derselbe persönliche Kontext später direkt ins Sichtfeld übertragen werden. Wann alle Funktionen auf dem iPhone und der Brille verfügbar sein werden, ist bislang nicht bekannt.












