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Bericht warnt: KI könnte die Erde mit Millionen Tonnen Elektroschrott überfluten

Der Ausbau von KI-Rechenzentren könnte zu einem wachsenden Berg aus ausrangierten Servern und anderem Elektroschrott führen.
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Der Ausbau von KI-Rechenzentren könnte zu einem wachsenden Berg aus ausrangierten Servern und anderem Elektroschrott führen.
Der Ausbau von KI-Rechenzentren könnte die weltweite Menge an Elektroschrott in den kommenden 25 Jahren verdreifachen, wie aus einem neuen Bericht hervorgeht. Die Prognose unterstreicht die wachsende Sorge darüber, wie ausrangierte KI-Server und die dazugehörige Infrastruktur repariert, wiederverwendet oder recycelt werden sollen.

Der weltweite Wettlauf um den Bau von KI-Rechenzentren könnte eine gewaltige neue Quelle für Elektroschrott schaffen, da Server und andere Geräte in immer kürzeren Abständen ersetzt werden. Ein neuer Bericht der Umweltorganisation Basel Action Network (BAN) schätzt, dass KI-Infrastruktur die jährlich weltweit anfallende Menge an Elektroschrott in den kommenden 25 Jahren verdreifachen könnte.

Die gemeinnützige Umweltorganisation prognostiziert, dass die Ausmusterung von KI-Hardware bis 2030 jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen Elektroschrott verursachen könnte. Die Schätzung von BAN umfasst dabei nicht nur die Server, auf denen KI-Modelle ausgeführt werden. Berücksichtigt werden auch Netzwerkhardware, Stromverteilungssysteme, Kühltechnik, Energiespeicher, Verkabelung und weitere physische Infrastruktur, die für den Betrieb großer Rechenzentren erforderlich ist.

Dem Bericht zufolge könnte die Menge der in den kommenden Jahrzehnten durch KI anfallenden ausrangierten Hardware ausreichen, um so viele Schiffscontainer zu füllen, dass diese sechsmal um die Erde reichen würden. Die Geräte können gefährliche Stoffe wie Blei, Quecksilber, Cadmium und sogenannte „Ewigkeitschemikalien“ enthalten, aber auch wertvolle Metalle, deren wirtschaftliche Rückgewinnung schwierig sein kann. Laut BAN werden derzeit nur rund 20 Prozent des Elektroschrotts ordnungsgemäß behandelt.

Die Berechnungen von BAN basieren teilweise auf dem erwarteten Umfang des Neubaus von Rechenzentren. Die Analysten berufen sich auf Schätzungen, wonach bis 2030 weltweit rund 100 GW an neuer Rechenkapazität hinzukommen sollen. Darauf aufbauend modellieren sie die dafür benötigte physische Hardware. Ein typisches Server-Rack kann etwa 1.360 kg wiegen, während Netzwerk-Switches, Verkabelung und unterstützende Systeme den Materialbedarf zusätzlich erhöhen.

Eine zentrale Annahme der Prognose ist der schnelle Austausch der Hardware. Der Bericht geht davon aus, dass ein Großteil der mit KI-Infrastruktur verbundenen Hardware alle zwei bis fünf Jahre ersetzt werden müsste, anstatt auf Reparierbarkeit, Wiederverwendung oder eine lange Lebensdauer ausgelegt zu sein. Die Organisation nimmt außerdem an, dass die steigenden Rechenanforderungen von KI den Austausch von PCs, Smartphones und Telekommunikationsgeräten beschleunigen könnten, da Nutzer nach Geräten suchen, die zunehmend anspruchsvolle Aufgaben bewältigen können.

Die Organisation argumentiert, dass Regierungen und Technologieunternehmen bereits vor dem KI-Infrastrukturboom Konzepte für Reparatur, Wiederverwendung, Recycling und eine verantwortungsvolle Entsorgung am Ende des Lebenszyklus entwickeln müssen, bevor daraus ein noch größeres Abfallproblem entsteht. Bei den genannten Zahlen handelt es sich um Prognosen und nicht um gemessene Werte. Sie hängen von Annahmen darüber ab, wie schnell neue Rechenzentren gebaut werden und wie häufig Betreiber ihre Hardware austauschen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-09 > Bericht warnt: KI könnte die Erde mit Millionen Tonnen Elektroschrott überfluten
Autor: Andrew Sozinov, 17.09.2026 (Update: 17.09.2026)