Nvidia DLSS 5 generiert Grafik nur aus 2D-Frames und Bewegungsvektoren

Ob Nvidia DLSS 5 nun jedes Spiel in AI-Slop verwandelt oder den nächsten Generationssprung in 3D-Spiele-Grafik darstellt, und dabei in der ersten Demo die Leistung von gleich zwei GeForce RTX 5090 (ca. 3.600 Euro auf Amazon) erfordert, darüber scheiden sich die Geister. Nvidia hat seit der Ankündigung der Technologie wieder und wieder betont, wie sehr Entwickler doch die Kontrolle über den Look hätten, den die künstliche Intelligenz generiert, und wie der KI-Output weder die Geometrie noch die Texturen eines Spiels verändert.
Allerdings haben zumindest einige Entwickler nicht einmal gewusst, dass ihre Spiele für die Demonstration von DLSS 5 verwendet werden. Verformte Gesichter und Fußbälle sprechen nicht gerade dafür, dass die Geometrie unverändert bleibt. Gegenüber Daniel Owen bestätigt Nvidia nun, dass DLSS 5 gar keinen Zugriff auf die 3D-Geometrie, die Beleuchtung und die Texturen eines Spiels hat. Stattdessen nutzt die Technologie lediglich 2D-Frames und Bewegungsvektoren als Basis, um die AI-generierte Version des Spiels zu erstellen. Genau so würde man das eigentlich von einem schlichten AI-Filter erwarten, Nvidia insistiert aber vehement, dass DLSS 5 eben nicht nur ein AI-Filter wäre.
Das erklärt zumindest, warum die Objekt-Geometrie gerade bei bewegten Objekten häufig verzerrt dargestellt wird, wie es in Nvidias Demo-Video etwa bei Fifa deutlich zu sehen war. Auch Material-Eigenschaften werden nicht aus der Spiele-Engine ausgelesen, die künstliche Intelligenz rät stattdessen einfach, um welches Material es sich vermutlich handelt. Während Nvidia betont, dass die zugrunde liegende Geometrie unverändert bleibt, ist fraglich, wie sehr sich der Output an dieser orientiert, wenn DLSS 5 gar keinen Zugriff auf die Geometrie von 3D-Objekten hat. Entwickler sollen immerhin die Intensität des AI-Effekts und Metriken wie Kontrast, Helligkeit und die Farbkorrektur selbst justieren können.










