Offiziell: Qualcomm-Chipsätze werden teurer

Qualcomm macht es offiziell: Die Preise für seine Chipsätze steigen. CEO Cristiano Amon hat den Schritt am 29. Juli im Rahmen der Konferenz zu den Geschäftszahlen für das dritte Geschäftsquartal 2026 bestätigt und gegenüber CNBC unmissverständlich erklärt: "Die Kosten sind gestiegen, die Preise werden steigen."
Die Erhöhung gilt auf breiter Front für das gesamte Produktportfolio von Qualcomm und tritt am 1. September in Kraft. Das Management hat die Preisanstiege mit einer weitreichenden Kosteninflation in den Bereichen Waferfertigung, Speicher, Montage und Advanced Packaging begründet, doch Amons Formulierung macht deutlich, dass der Speicherbereich kurzfristig der größere Preistreiber ist.
Warum die Preise jetzt steigen
Amon hat angedeutet, dass der von Qualcomm weitergegebene Kostendruck weit über die eigene Lieferkette hinausgeht und mit dem allgemeinen Kampf um Speicherchips zusammenhängt. Amon hat zudem erklärt, dass die veränderten Verbraucherpräferenzen hin zum unteren Ende des Premium-Segments oder zur Weiternutzung des Vorjahres-Smartphones eine direkte Folge der gestiegenen Speicherpreise sind, da diese die Erschwinglichkeit einschränken. Er hat die Situation als vorübergehend bezeichnet. "Es gibt auch eine Veränderung bei der Bruttomarge aufgrund der hohen Beschaffungskosten, von denen aktuell überall zu hören ist. Es handelt sich um ein vorübergehendes, kurzfristiges Phänomen, dem wir mit Preiserhöhungen begegnen."
Bloomberg hatte die Existenz des Schreibens bereits am 24. Juli öffentlich gemacht. Wir haben daraufhin über einen eventuellen Preisanstieg des Steam Frame berichtet. Somit ist diese Entwicklung für aufmerksame Beobachter der Gerüchteküche eher eine Bestätigung als spannende News.






