OnePlus verschärft Regeln zum Entsperren des ColorOS-Bootloaders: Geräte-Limit und 14-Tage-Frist

OnePlus hat am 24. Juli eine verschärfte Richtlinie für das Entsperren des Bootloaders unter ColorOS 16 und neuer vorgestellt. Sie baut auf dem Deep Testing Program auf, das Ende 2025 eingeführt wurde.
Antragsteller benötigen nun ein mindestens 60 Tage altes Konto ohne Verstöße, eine abgeschlossene Verifizierung per Klarnamen und Gesichtserkennung, eine verknüpfte Telefonnummer sowie eine Anmeldung auf dem Zielgerät an sieben aufeinanderfolgenden Tagen. Darüber hinaus begrenzt OnePlus die Genehmigungen auf vier Geräte pro Jahr und verifizierter Identität. Der bereits bestehende Abstand von 30 Tagen zwischen zwei Anträgen bleibt unverändert.
Die neue Richtlinie führt außerdem ein Kontingentsystem ein, während frühere Versionen des Programms keine Begrenzung der Genehmigungen vorsahen. Geräte, die Deep Testing bereits unterstützen, erhalten ihre erste Freigabe im September, anschließend werden neue Kontingente jeweils am ersten Tag eines Monats bereitgestellt. Für Geräte, die mit ColorOS 17 oder neuer auf den Markt kommen, werden die Kontingente einen Monat nach der Veröffentlichung freigegeben. Dasselbe gilt für Geräte, die nachträglich auf ColorOS 17 aktualisiert werden – auch hier erfolgt die Freigabe einen Monat nach dem Update. Wie groß die einzelnen Kontingente ausfallen, hat OnePlus bislang jedoch nicht bekanntgegeben.
Die Bearbeitungszeit verlängert sich ebenfalls. Während OnePlus zum Start des Programms für das OnePlus 15 noch ein bis zwei Tage angab, sollen Anträge nun bis zu sieben Werktage benötigen. Nach der Genehmigung verfällt die Freischaltung nach 14 Tagen, wenn sie nicht genutzt wird. Nutzer müssen anschließend einen neuen Antrag stellen.
OnePlus weist außerdem darauf hin, dass durch das Entsperren des Bootloaders der Anspruch auf Rückgabe oder Umtausch entfällt, sofern der Vorgang zu Funktionsschäden führt. Die reguläre Garantie bleibt ansonsten bestehen. Die Richtlinie gilt ausschließlich für Geräte des chinesischen Marktes mit ColorOS 16 oder neuer und schließt Modelle aus, die durch Mobilfunkanbieter, Unternehmen oder Behörden gesperrt sind.
Die Ankündigung folgt auf die Einführung eines hardwarebasierten Anti-Rollback-Schutzes im Januar für ausgewählte ColorOS-16-Versionen. Dieser verhindert dauerhaft ein Downgrade der Firmware auf betroffenen Geräten. Zusammengenommen markieren beide Änderungen einen deutlichen Kurswechsel für eine Marke, die sich lange durch ihre besonders entsperrungsfreundlichen Richtlinien einen Namen gemacht hatte.







