Zwei essenzielle Features fehlen dem OnePlus Pad 4 (circa 700 Euro bei amazon.de) vollständig: Weder ein biometrischer Fingerabdrcksensor noch ein LTE- oder 5G-Modul sind verbaut.
Nutzer müssen auf Gesichtserkennung über die Frontkamera oder PIN-Eingabe zurückgreifen, was weniger sicher ist.
Mobilfunk besteht nur über WLAN oder separate Hotspots. Andere Tablets bieten in vergleichbarer Größenklasse mehr Optionen in diesen Bereichen.
Sicherheit nur über Gesichtserkennung
Die Gesichtserkennung über die Frontkamera funktioniert, bietet aber einen geringeren Sicherheitsstandard als ein kapazitiver Sensor oder eine Gesichtserkennung inklusive Infrarot-Sensor. In dunklen Umgebungen versagt sie ab und an oder reagiert verzögert. Zudem lässt sich das System bei bösem Willen auch manipulieren.
Für Nutzer, die sensible Geschäftsdaten oder Bankapplikationen auf dem Tablet verwalten, ist dies ein ernstzunehmendes Risiko. Eine PIN-Eingabe ist auch möglich, aber ebenfalls weniger sicher und im Alltag zudem unbequem.
Weiteres Sicherheitsrisiko
OnePlus zieht sich aus vielen Märkten weltweit demnächst zurück und hält es offensichtlich nicht für nötig, seinem Tablet noch lange Updates zu spendieren: Für das OnePlus Pad 4 gibt es gar kein explizites Updateversprechen mehr. Der Hersteller spricht nur von generell drei Jahren Updates für Tablets ab Markstart.
Wer mit einer langfristigen Nutzung plant, sollte das bedenken.
Fehlendes 5G schränkt mobile Nutzung ein
Ohne SIM-Karten-Slot ist das Tablet auf WLAN angewiesen. Pendler, die im Zug arbeiten möchten, benötigen etwa einen Smartphone-Hotspot. Dies kostet am Handy zusätzlichen Akku und erfordert einen entsprechenden Datentarif. Das könnte die Nutzer in unsicheres öffentliche WLAN-Netzwerke zwingen und so die Sicherheit weiter kompromittieren.
Wettbewerber wie das Lenovo Idea Tab Pro Gen 2 zeigen, dass mobile Konnektivität auch in dieser Preisklasse möglich wäre. Für den Außendienst oder häufige Reiseeinsätze ist dies wohl ein deutliches Kaufargument.
Platz wäre im Gehäuse vorhanden
Bei 13,2 Zoll Bilddiagonale und einem Gewicht von 675 Gramm bietet das Gehäuse ausreichend Raum für Fingerabdrucksensor, 5G-Modem und SIM-Slot.
Der Verzicht wirkt daher weniger technisch begründet als kostengetrieben – gerade vor dem Hintergrund, dass OnePlus Europa bald verlässt und langfristige Produktentwicklung nicht mehr im Fokus steht.
Der vollständige Testbericht zum OnePlus Pad 4 zeigt weitere Vor- und Nachteile des Tablets.









