PC-Spiele in Boxen: GOG will die Big Box zurückbringen

GOG möchte physische PC-Spiele zurückbringen. Der DRM-freie Spiele-Store prüft die Möglichkeit, Schachtelversionen von Spielen über seinen Online-Shop zu verkaufen. Das Unternehmen hofft, Kunden das Bestellen physischer Exemplare von Spielen aus ihren digitalen Bibliotheken zu ermöglichen, obwohl dem Vorhaben noch mehrere praktische und rechtliche Herausforderungen im Weg stehen.
Marcin Paczynski, Senior Business Development and Partnerships Manager bei GOG, erörterte die Idee in einem Interview mit GamesRadar+. In einer idealen Version des Dienstes könnten Nutzer ihre GOG-Bibliothek öffnen, ein Spiel auswählen und eine physische Kopie bestellen, die nach Hause geliefert wird.
Sie gehen auf GOG in Ihre Bibliothek, klicken auf das Spiel, von dem Sie eine physische Kopie erhalten möchten, bestellen es und es kommt bei Ihnen an, so Marcin Paczynski.
Die Idee in einen funktionierenden Dienst zu verwandeln, wäre jedoch alles andere als einfach. Paczynski erklärte, dass der Verkauf physischer Spiele den Aufbau eines völlig anderen Geschäftsbetriebs bei GOG erfordern würde – mit eigenen Logistik- und Lageranforderungen. Das Unternehmen benötigte zudem die zusätzliche Genehmigung der Publisher, um physische Editionen ihrer Spiele herzustellen und zu verkaufen.
Laut Paczynski wird die Idee bei GOG seit mehreren Jahren diskutiert, aber das Unternehmen hat noch keinen Weg gefunden, sie in die Tat umzusetzen. Dennoch bleibt er optimistisch, dass sie schließlich Realität werden könnte. Vorerst konzentriert sich GOG auf eine neue Initiative zur Bewahrung klassischer Big-Box-PC-Spiele durch 3D-Modelle und druckbare Verpackungsgrafiken. Das ist zwar nicht dasselbe wie der Besitz einer professionell hergestellten physischen Verpackung, aber Paczynski beschrieb es als „kleine Schritte“ auf dieses Ziel hin.
Die Diskussionen über physische Spieleexemplare sind erneut aufgeflammt, nachdem Sony im Juli angekündigt hatte, ab Januar 2028 keine physischen Discs für neue PlayStation-Spiele mehr zu produzieren und Neuerscheinungen nur noch digital anzubieten. Das Unternehmen begründete dies mit veränderten Vorlieben der Verbraucher. Die Entscheidung stieß jedoch auf Kritik von Spielern, die sich Sorgen um das Eigentum an Spielen, den Weiterverkauf und die langfristige Bewahrung machen.










