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Patent: Apple will Venen im Gesicht scannen, um FaceID besser zu machen

Patent: Apple will Venen im Gesicht scannen, um FaceID besser zu machen
Patent: Apple will Venen im Gesicht scannen, um FaceID besser zu machen
Einige Sicherheitsfirmen haben bereits demonstriert, dass auch Apples Face-ID-Technik keineswegs sicher ist und durchaus überlistet werden kann. Apple ist daher daran gelegen die Technologie weiter zu verbessern, in einem neuen Patentantrag will das Unternehmen Venenerkennung einbauen, um die Gesichtserkennung um den Scan von Blutgefäßen zu „bereichern“.

Verschiedene Fachleute haben bereits die Schwachstellen von Face ID aufgezeigt: Abgesehen davon, dass sich die Technologie auch austricksen lässt, kann sie zudem keine Zwillinge voneinander unterscheiden, teilweise ist sie nicht einmal „verwandtensicher“.

Doch Apple bastelt schon an diversen "Verbesserungen" der Technologie, wie nun aus einem neuen Patentantrag hervorgeht, welcher beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt (USPTO) eingereicht wurde. Mittlerweile wurde der Antrag mit dem Titel „Venenbildgebung mit Hilfe der Erkennung gepulster Strahlung“ genehmigt.

Im Antrag wird beschrieben, wie man die Blutgefäße unterhalb der Hautoberfläche von Personen mittels Infrarotsender und -empfänger scannen könnte. Damit stellt sich die Frage, ob diese Technikerweiterung bereits heute mittels Face ID angewendet werden könnte, denn eine Infrarotkamera, ein Beleuchter und ein Punktprojektor sind bereits jetzt Teil der aktuellen Face-ID-Technik im iPhone X. Dafür werden derzeit ca. 30.000 für uns unsichtbare Infrarotpunkte auf das Gesicht projiziert.

Der nun genehmigte Antrag stammt bereits vom November 2015 und soll wohl nicht nur die Gesichtserkennung verbessern. Apple spricht auch von dem Scan der komplexen Venenmuster in der Hand, was bereits in der Sicherheitstechnik Verwendung finden würde. Angeblich seien die Venenverläufe unter der Haut auch schwer nachzubilden und damit sicherer gegen Fälschungen. Und im Gegensatz zum Fingerabdrucksensor sei die Technik besonders hygienisch, da sie Berührungen unnötig mache.

Weiterer Vorteil ist die verbesserte Erkennungs- und Unterscheidungsrate, auch das Zwillingsproblem sollte sich damit lösen lassen, schließlich sind die Venenverläufe selbst bei diesen Personen verschieden. Vein ID muss nicht zwangsläufig zur Anwendung kommen, allerdings zeigt die Technik einmal mehr wohin die Zukunft in Sachen Sicherheitstechnik und dem nahezu verschwenderischen Umgang mit den privaten, biometrische Daten geht.

Quelle(n)

US-Patentamt via Heise

Bild: Apple

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Autor: Christian Hintze, 16.05.2018 (Update: 16.05.2018)
Christian Hintze
Christian Hintze - Editor
Aus Interesse an Computer-Spielen habe ich ein Informatikstudium begonnen, bin dann doch Diplom-Psychologe geworden, aber den Spielen und der Hardware treu geblieben. Z.B. beim Auslandsjahr in London als Spieletester bei Sega. In meiner Freizeit finde ich neben PC-Spielen Ausgleich beim Sport (mittlerweile vorwiegend Hallenfußball und meinem Kleinkind hinterher laufen), Gitarre spielen und Bambusräder bauen (na gut, bisher nur ein einziges unter Anleitung).