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iOS-Apps geben Standortdaten an Dritte weiter, Apple prüft nicht systematisch

iOS-Apps geben Standortdaten an Dritte weiter, Apple prüft nicht systematisch
iOS-Apps geben Standortdaten an Dritte weiter, Apple prüft nicht systematisch
Obwohl Apple jüngst gegen mehrere Apps vorging und kurzerhand einige davon aus dem App Store warf, scheint das Unternehmen den Store nicht systematisch nach Apps zu überprüfen, welche z.B. Standortdaten weitergeben. Es tummeln sich dort noch mehrere Programme, die den Richtlinien widersprechen und trotzdem nicht entfernt werden.
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Apps, welche die Standortdaten des Nutzers nicht nur selbst erheben, sondern diese ohne die ausdrückliche Zustimmung der Verbraucher an Dritte weiterleiten, handeln den aktuellen App-Store-Richtlinien sowie der am 25. Mai in Kraft tretenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU zuwider.

Immer wieder sammeln Apps Daten über die Aufenthaltsorte der Nutzer und verkaufen diese beispielsweise an Werbefirmen. Das ist ohne die explizite Zustimmung der User spätestens ab dem 25. Mai mit der DSGVO unrechtmäßig. Und so hat auch Apple zuletzt verschiedene Entwickler angeschrieben deren Apps den neuen Regeln nicht entsprechen.

Allerdings scheint der Megakonzern keine systematische Überprüfung des App Stores vorzunehmen. Laut einem Sicherheitsforscher verfüge Apple derzeit nicht über die entsprechenden Tools für eine umfassende Suche nach entsprechenden Datensammlern. So fand der Forscher die beliebte Erbeben-Vorwarn-App QuakeFeed, welche die Nutzer-Standortdaten gleich an mehrere, auf ortsbasierte Werbung spezialisierte Firmen verkaufe.

Dabei wird das Vorgehen sogar in den offiziellen Datenschutzbestimmungen der App aufgeführt, dennoch geriet sie scheinbar nicht ins Raster von Apples Suchbemühungen, was auf unzureichende Überprüfungsmethoden seitens Apple schließen lässt. 

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Christian Hintze
Christian Hintze - Managing Editor - 1633 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2016
Ein C64 markierte meinen Einstieg in die Welt der PCs. Mein Schülerpraktikum verbrachte ich in der Reparaturabteilung eines Computerladens, zum Abschluss durfte ich mir aus “Werkstattresten” einen 486er PC selbst zusammenbauen. Folglich begann ich später ein Informatikstudium an der Humboldt-Uni in Berlin, Psychologie kam hinzu. Nach meiner ersten Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni ging ich für ein Jahr nach London und arbeitete für Sega an der Qualitätssicherung von Computerspielübersetzungen, u.a. an Spielen wie Sonic & All-Stars Racing Transformed oder Company of Heroes. Seit 2017 schreibe ich für Notebookcheck.
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Autor: Christian Hintze, 17.05.2018 (Update: 17.05.2018)