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Reparatur von Werk aus verbogener iPads kann bis zu 700 Euro kosten

Apple spricht von Fertigungstoleranzen.
Apple spricht von Fertigungstoleranzen.
Apple strapaziert die Nerven der Kunden. Vor knapp zwei Wochen hat Apple bestätigt, dass einige iPad-Pro-Modelle von einer fertigungsbedingten Verformung betroffen sind, die sich innerhalb der Toleranzen bewegen. Nun ist bekannt, wie viel die Reparatur kosten kann.

Gerade nach der Weihnachtszeit sollten Kunden, die ein iPad Pro verschenkt oder geschenkt bekommen haben, einen genauen Blick auf ihr Tablet werfen. Denn knapp zwei Wochen davor haben sich die Medienberichte gemehrt, dass einigen Kunden beim Auspacken eine Verformung ihres iPad-Pros aufgefallen ist. Apple hat dies bestätigt, aber gleichzeitig gemeint, dass dies auf den Herstellungsprozess zurückzuführen ist, und innerhalb der Fertigungstoleranzen von einer maximalen Abweichung von 400 Mikrons (also weniger als einen halben Millimeter) liegen würde. Somit soll die leichte Verbiegung laut Apple weder die Funktionsweise beeinträchtigen, noch die Lebensdauer verringern. 

Nun haben sich die ersten verärgerten Kunden erkundigt, wie viel eine Reparatur ausmachen könnte, wenn die 14-tägige-Umtauschfrist verstrichen ist und man diese Verformung durch den Hersteller beheben lassen möchte. Apple verrechnet in diesem Fall den in der offiziellen Reparatur-Preisliste veröffentlichten Betrag, der zwischen 541 Euro und 701 Euro liegt. Wer eine "Apple Care+"-Versicherung besitzt, zahlt den vollen Selbstbehalt von 49 Euro und muss denn einen von maximal zwei Reparaturaufträgen einlösen.

Es wird also allen Kunden und Beschenkten geraten, dass sie ihr verbogenes iPad Pro gleich innerhalb von zwei Wochen ab Kaufdatum zurückschicken und umtauschen lassen. Wieso sich ein Premium-Herstellers wie Apple bei einem 800 Euro teuren Produkt derart uneinsichtig zeigt und eine solche kundenunfreundliche Haltung einnimmt, darüber wundern sich viele Analysten und Marktbeobachter. Denn in der Vergangenheit hat Apple bei ähnlichen Vorkommnissen, wie beim "Antennagate" oder "Batterygate", doch entgegenkommender gehandelt.

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Autor: Daniel Puschina,  1.01.2019 (Update:  2.01.2019)
Daniel Puschina
Daniel Puschina - Editor
Ich bin die Generation, die in den 90er Jahren auf einem 386er mit der 20MHz Turbotaste die ersten Computer-Erfahrungen gesammelt hat. Es war eine Gratwanderung zwischen der Leistungsgrenze meines Rechners und dem knappen Taschengeld, umso größer war aber dadurch die Motivation, das letzte Stück Leistung hier noch rauszuholen. Das Herauskitzeln eines einzelnen Kilobytes in der config.sys Datei war bei 2MB RAM absolut bestimmend über „Spiel startet“ oder „Spiel startet nicht“. Ab diesem Zeitpunkt habe ich auch damit begonnen, mich hardwareseitig immer eingehender mit Benchmarktests, Leistungsvergleiche und Tuning der Komponenten zu beschäftigen, was mich in den letzten Jahren zum Dauerbesucher der Notebookcheck-Seite machte. Es ist mir somit eine große Freude, hier nun selbst aktiv für diese Seite schreiben und testen zu können.