Resident Evil Requiem erhält „Unsupported“-Rating auf Steam Deck – obwohl es problemlos läuft

Valve hat ein Verifizierungssystem, das Steam-Deck-Nutzern vor dem Kauf einen Eindruck davon geben soll, wie gut ein Spiel auf dem Handheld läuft. Spiele werden je nach Performance als „Verifiziert“, „Spielbar“, „Nicht Unterstützt“ oder „Unbekannt“ eingestuft. Theoretisch sollen Spieler daran erkennen, ob ein Spiel problemlos läuft. In der Praxis ist das System jedoch nicht immer zuverlässig – und Resident Evil Requiem scheint das jüngste Beispiel dafür zu sein.
Derzeit ist Resident Evil Requiem auf dem Steam Deck als „Unsupported“ gekennzeichnet. Normalerweise bedeutet diese Einstufung, dass ein Spiel entweder gar nicht startet oder erhebliche Performance- oder Kompatibilitätsprobleme aufweist. Die Kollegen von SteamDeckHQ haben den Titel jedoch auf Valves Handheld getestet und festgestellt, dass er durchaus spielbar ist.
Laut SteamDeckHQ läuft das Spiel sogar überraschend gut, selbst ohne größere Anpassungen. Innenbereiche sind leichter zu berechnen und erreichen auf dem Steam Deck ohne große Probleme sogar über 60 FPS, so die Redaktion. Außenbereiche sind dagegen deutlich anspruchsvoller – insbesondere der frühe Abschnitt, in dem Spieler Leon außerhalb steuern.
Standardmäßig nutzt das Spiel auf dem Steam Deck außerdem FSR 1 und begrenzt die Bildrate auf 30 FPS. Mit einigen Anpassungen lässt sich das Spielerlebnis jedoch deutlich verbessern. So sorgt etwa eine Kombination aus überwiegend niedrigen Grafiksettings, FSR 3.1.5 im Balanced- oder Quality-Modus sowie 16-facher anisotroper Texturfilterung für eine deutlich flüssigere Performance.
Mit diesen Änderungen konnte auf dem Steam Deck OLED eine Zielrate von 45 FPS bei einer Bildwiederholrate von 90 Hz und aktiviertem HDR erreicht werden. Der Stromverbrauch während des Spielens lag dabei zwischen 16 und 18 Watt, was für den Handheld-PC durchaus moderat ist. Bei deaktivierter FPS-Begrenzung konnten Innenbereiche sogar etwa 80 FPS erreichen – allerdings stieg der Stromverbrauch dann auf über 22 Watt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse erfüllt Resident Evil Requiem zwar möglicherweise nicht die Voraussetzungen für das „Verifiziert“-Label, scheint aber deutlich eher in die Kategorie „Spielbar“ als „Nicht unterstützt“ zu gehören.
Diese Situation verdeutlicht ein seit Langem bestehendes Problem mit Valves Verifizierungssystem. Einige Spiele, die als „Verifiziert“ gekennzeichnet sind, kämpfen dennoch mit Performanceproblemen, während andere mit dem Status „Nicht unterstützt“ nach kleinen Anpassungen problemlos laufen. Ein gutes Beispiel ist Borderlands 4. Der Titel hat zwar eine „Verifiziert“-Kennzeichnung, wurde aber wegen schwacher Performance auf dem Handheld kritisiert. Deshalb ist es ratsam, vor dem Kauf nicht nur auf Valves Einstufung zu vertrauen, sondern zusätzlich Nutzerbewertungen und Gameplay-Tests zu prüfen.









