Da die Preise für DDR5-RAM stark gestiegen sind, greifen viele Käufer zur Entlastung auf Arbeitsspeicher der vorherigen Generation zurück. Zwar ist auch DDR4 inzwischen teurer geworden, doch einige PC-Bauer sind bereit, dafür Abstriche bei der Leistung in Kauf zu nehmen. Wie DigiTimes berichtet, will Samsung die Produktion von DDR4-RAM bis ins Jahr 2026 fortsetzen. Leider dürfte diese neue Vereinbarung weder zu niedrigeren Speicherpreisen noch zu einer besseren Verfügbarkeit für Endkunden führen.
Laut der taiwanischen Website sind die Verkaufszahlen der älteren Komponenten weiterhin hoch. Infolgedessen hat Samsung seine Pläne angepasst, um die Gewinne zu maximieren. Ähnlich wie bei spezialisierten DDR5-Chips liegt der Fokus dabei jedoch auf Unternehmenskunden und Servern. Berichten zufolge hat das Unternehmen mit einem Abnehmer bereits einen sogenannten Non-Cancellable-, Non-Returnable-Vertrag (NCNR) abgeschlossen.
Der Deal sichert dem Kunden eine konstante Versorgung mit DDR4-RAM zu einem festen Preis. Gleichzeitig ist Samsung gegen Veränderungen der Marktbedingungen abgesichert, was Sorgen mindert, dass die Nachfrage aus KI-Rechenzentren zurückgehen könnte. Allerdings beabsichtigt Samsung nicht, den bestehenden Speichermangel durch eine Ausweitung der Produktion zu beheben.
Mit SK Hynix wird ein anderes Schwergewicht der Branche ebenfalls weiterhin DDR4-RAM in seinen Fabriken produzieren. Trotzdem sollten Käufer damit rechnen, dass die Preise auf Rekordniveau bleiben. Immerhin könnten Gaming-PCs mit leicht veralteter Hardware eine kleine Renaissance erleben.
DDR4-Comebacke Custom-PCs verändert
Positiv ist, dass die Intel-CPUs der 12. bis 14. Generation mit Motherboards funktionieren, die die Komponenten der letzten Generation unterstützen. Einige Gamer werden sich auf dem Markt nach gebrauchten Geräten umsehen. Aber auch die Unternehmen reagieren auf die Notlage, indem sie neue Produkte auf den Markt bringen. ASRock hat vor kurzem sein H610M Combo micro-ATX-Motherboard enthüllt, das sowohl DDR4- als auch DDR5-Speicher aufnehmen kann.
Nicht alle Branchenkenner sehen den Speichermangel jedoch als langfristiges Problem. Edward Crisler, PR-Manager bei Sapphire, rät Gamern von Panikkäufen ab. Im The Hardware Unboxed Podcast prognostiziert er, dass sich die Preise innerhalb von sechs Monaten stabilisieren könnten. Zudem lobt Crisler den Einfallsreichtum der Gaming-Community, die frühere Krisen bereits überstanden habe, indem sie ältere Hardware möglichst effizient genutzt hat.














