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Schlafstreaming als neuer Social-Media-Trend: Im Schlaf paar tausend Euro verdienen

Schlafstreamer können im Internet durchaus respektable Summen im Schlaf verdienen.
Schlafstreamer können im Internet durchaus respektable Summen im Schlaf verdienen.
Es gibt wenig, was attraktiver klingt als im Schlaf Geld zu verdienen. In Zeiten in denen Aktienmärkte den Schlaf eher rauben und das Coronavirus für Quarantäne und die Suche nach Beschäftigung sorgt, entdecken viele auf Social Media den potentiell gewinnbringenden Trend des Schlafstreamens. Auch schlafende Teslas bringen Kohle.
Alexander Fagot,

Die Idee ist nicht unbedingt neu. Bereits 2017 hat ein Twitch-Streamer im Schlaf 5.000 US-Dollar an Spenden eingesammelt, doch Slumber Streaming aka Schlafstreaming entwickelt sich gerade in Coronavirus-Zeiten für manche zum neuen Trend, der durchaus Geld und Follower bringt. Wie KR-Asia berichtet, konnte ein junger Chinese unter dem Pseudonym Yuansan auf der Kurzvideo-App Douyin virtuelles Geld im Werte mehrerer tausend Euro und eine Million Abonnenten durch das Filmen seiner Schlafphasen verdienen, was der junge Mann, laut eigener Aussage, durch Zufall beim Überprüfen auf Schnarch-Symptome herausfand.

Authentisches Gemeinschaftserlebnis

Dies ist aber beileibe kein Einzelfall, wie etwa die New York Times schreibt. In Zeiten, in denen nicht nur vereinzelte Quarantänemaßnahmen durch die Pandemie des neuen Coronavirus sondern auch eine zunehmend vereinsamende Gesellschaft nach virtuellem Ersatz für soziale Kontakte sorgt, wirkt das Beobachten eines Schlafenden offenbar beruhigend. Zudem bilden sich rund um die mehrere Stunden dauernden Streams der Schlafenden virtuelle Chats, in denen viele Menschen spontan aufeinander treffen und sich austauschen können: Ein Gemeinschaftserlebnis, das oft auch als authentisch beschrieben wird, entsteht - Freundschaften werden geschlossen. 

Auch schlafende Teslas bringen Geld

Etwaige Sicherheitsbedenken werden seitens der Schlafstreamer offenbar durch genaue Auswahl des Kamera-Ausschnitts in den Wind geschlagen, andere streamen aus diesem Grund einfach einfach eine Zimmerecke, in der per se langweilige Objekte wie eine Pyramide aus Bechern zu sehen ist. (siehe oben) Auch das bringt offenbar virtuellen Ruhm und den einen oder anderen Euro an virtuellen Geschenken, die sich anschließend in reales Geld tauschen lassen. Solange dieser Trend nicht stirbt, ist es offenbar auch möglich beim Laden seines Teslas Geld zu verdienen, was etwa TikTok-User TeslaTok perfektioniert hat. Sein ans Fenster geklebtes Smartphone filmt nachts den "schlafenden" und ladenden Tesla und bringt pro Nacht etwa 50 US-Dollar an digitalen Coins ein. Mal sehen wie lange noch.

@jf.okay

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Autor: Alexander Fagot,  9.03.2020 (Update:  9.03.2020)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Managing Editor News
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.