Sega startet „Sega Universe“ – Retro-Marken sollen neu belebt werden

Sega dreht die Zeit zurück und stellt mit dem Start von „Sega Universe“ seine klassischen Titel in den Fokus. Diese neue Initiative soll ältere Marken über Videospiele hinaus wiederbeleben. Das Unternehmen kündigte das Projekt am 24. April 2026 zusammen mit dem Slogan „No old, stay gold“ und einer eigenen Website an.
Zum Start von Sega Universe erklärt das Unternehmen seine Philosophie und betont, man wolle „klassische Titel ins Rampenlicht rücken, die von Fans weiterhin geliebt werden, sich von aktuellen Spielen abheben und über die Welt der Spiele hinausgehen sollen, indem neue Möglichkeiten geschaffen werden, sie zu erleben“.
Auf der Website von Sega Universe heißt es:
Spiele und Charaktere, die in der Vergangenheit entstanden sind, überschreiten Generationen und Grenzen und existieren noch heute im selben Universum. Über Spiele hinaus expandieren sie in Film, Musik, Mode und weitere Formen der Unterhaltung.
Während sich ihre Form verändert, wird das Erlebnis ständig weiterentwickelt. Alles, was hier entsteht, bleibt in der Erinnerung von Menschen und wird an die nächste Generation weitergegeben.
Die erste Phase der Sega-Universe-Initiative konzentriert sich auf Jubiläumsprojekte für Titel, die im Jahr 2026 bedeutende Meilensteine erreichen. Ziel ist es, „nostalgische und zugleich neue Unterhaltungserlebnisse“ zu schaffen, die die Originale respektieren und gleichzeitig mit Komfortverbesserungen für ein modernes Publikum ausgestattet werden.
Besonders interessant ist, ein Bereich namens „2026 Selected“ auf der Sega Universe-Website, der neun Videospiele würdigt, die im Jahr 2026 Jubiläum feiern. Dazu gehören:
- Fantasy Zone (40 Jahre)
- Out Run (40 Jahre)
- Streets of Rage (35 Jahre)
- Rent a Hero (35 Jahre)
- Guardian Heroes (30 Jahre)
- NiGHTS Into Dreams (30 Jahre)
- Dynamite Deka (30 Jahre)
- Sakura Wars (30 Jahre)
- SGGG, auch bekannt als Segagaga (25 Jahre)
Dieser breite, bewusst offen gehaltene Transmedia-Ansatz knüpft an Segas bereits bekannte Strategie an, seine Videospielmarken auf andere Medien auszuweiten – wie es dem Unternehmen mit Sonic und einer erfolgreichen Filmtrilogie gelungen ist.
Zur Unterstützung dieser Transmedia-Ambitionen holte sich Sega den ehemaligen Disney-Manager Justin Scarpone als globalen Leiter für Transmedia an Bord. Ziel ist es, den Erfolg von Sonic auf weitere Marken wie Persona und Like a Dragon zu übertragen – etwa in Form von Filmen, Serien, Merchandise und Live-Shows.
Vorerst wirkt die Initiative Sega Universe noch vergleichsweise fokussiert und konzentriert sich auf einige der ältesten Marken des Unternehmens. Parallel arbeitet Sega jedoch bereits an neuen Ablegern klassischer Reihen wie Streets of Rage, Jet Set Radio und Crazy Taxi, während bestehende Titel weiterhin regelmäßig auf modernen Konsolen veröffentlicht und monetarisiert werden.









