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Smartphones: Intel will Markt für Einsteiger-Smartphones mit Atom Lexington Z2420 aufmischen

Intel hatte auf der CES 2013 seinen Prozessor Atom Z2420 mit Codenamen Lexington für die Emerging Markets und Low-Budget-Smartphones angekündigt. Laut Marktanalysten will Intel mit Billig-Smartphones vor allem die Märkte in China, Indien und Lateinamerika aufmischen.

Gestern hat Intel seine aktuellsten Geschäftszahlen genannt und musste einen Gewinn- und Umsatzrückgang verkünden. Vor allem Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie der Einführung neuer Chipsätze und System-on-Chips (SoC) für Smartphones und Tablets verschlingt viel Geld. Allerdings holt Intel dafür in diesen Bereichen auch mit Riesenschritten auf.

Mit seinem SoC Atom Z2460 mit Codenamen Medfield hat Intel inzwischen schon aggressiv den Smartphone-Markt beackert. Motorolas Razr i schlägt sich als Atom-Smartphone sehr gut auf dem Markt. Auf der CES 2013 folgte mit Lenovo und dem ersten Smartphone mit Intels 32nm Dual-Core-Chip Atom Z2580 der Generation Clover Trail+ ein weiterer Paukenschlag. Für die Emerging Markets und den boomenden Markt der Low-Budget-Smartphones hat Intel einen weiteren spitzen Pfeil im Köcher.

So präsentierte Intel auf der CES 2013 auf Basis des Referenzdesigns der Atom-Plattform Lexington den Atom Z2420 Prozessor mit HSPA+-Modem XMM 6265, der vor allem in Billig-Smartphones auf den Märkten von China, Indien und Lateinamerika dem Chipriesen Intel nun schnell wachsende Marktanteile bescheren soll. Während Apple mit seiner Hochpreispolitik für das iPhone in Schwellenländern wie Bangladesh, Indonesien und Malaysia an Boden verliert, will Intel auch hier kontern.

Die Analysten von IHS iSuppli sehen dort gute Marktchancen für Intel. Das Low-End-Segment der Smartphones ist das am schnellsten und stärksten wachsende Marktsegment bei den Mobiltelefonen, "normale" Handys sind am aussterben. Während 2012 rund 206 Millionen Einsteiger-Smartphones ausgeliefert wurden, rechnet IHS bis 2016 mit 559 Millionen Budget-Smartphones.

Intel spielt derzeit bei den Chipsätzen speziell für Smartphones noch keine wichtige Rolle. Dort dominiert Qualcomm die Geschäfte. Allerdings sieht IHS den Chipkonzern Intel im Gesamtmarkt der Chips für Mobiltelefone immerhin schon auf Platz 3, hinter Qualcomm und MediaTek. Und wer sonst als Intel könnte mit einer solchen Geschwindigkeit aufholen und dann auch zum Überholen ansetzen? Es bleibt sehr spannend.

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Autor: Ronald Tiefenthäler, 18.01.2013 (Update: 18.01.2013)
Ronald Matta
Ronald Matta - Senior Editor News - @RonaldTi
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