Starlink bietet neuen Tarif für Besitzer kleiner Boote an

SpaceX hat damit begonnen, ausgewählte Starlink-Kunden zu einem neuen „Personal Maritime“-Tarif einzuladen, nachdem das Unternehmen aufgrund der jüngsten Preisgestaltung und Roaming-Einschränkungen heftigen Gegenwind aus der Boots-Community erfahren hatte.
Der Tarif kostet 185 US-Dollar pro Monat (umgerechnet etwa 158 Euro) und stellt die erweiterten internationalen Roaming-Funktionen wieder her, die kürzlich aus den regulären Roam-Tarifen entfernt worden waren. Dadurch können Nutzer entlang internationaler Küsten online bleiben, ohne alle 30 Tage in ihr Heimatland zurückkehren zu müssen. Außerdem umfasst der Tarif unbegrenztes Datenvolumen innerhalb der Hoheitsgewässer, die hier als Bereich von bis zu 12 Seemeilen vor der Küste definiert sind.
Das neue Angebot richtet sich ausdrücklich an Besitzer kleinerer Privatboote. Laut den aktualisierten Servicebedingungen von SpaceX ist der Personal-Maritime-Tarif ausschließlich für nicht gewerblich genutzte Boote mit einer Länge von weniger als etwa 12,2 Meter vorgesehen. Yachten, Fähren und kommerziell genutzte Fischereifahrzeuge sind ausdrücklich ausgeschlossen.
Nutzer, die Starlink bereits auf dem Wasser eingesetzt haben, erhalten per E-Mail eine Einladung, den Tarif zu beantragen. Dazu müssen sie über ein Support-Ticket den Namen ihres Bootes, die Flagge, unter der es fährt, die Länge sowie offizielle Registrierungsunterlagen einreichen, um einen Missbrauch des Systems zu verhindern.
Der Grundpreis von 185 US-Dollar pro Monat (umgerechnet etwa 158 Euro) stellt eine deutliche Entlastung gegenüber dem Global-Priority-Tarif dar, den SpaceX den Nutzern zuvor als Alternative nahelegte und der 650 US-Dollar pro Monat (umgerechnet etwa 555 Euro) kostet.
Für Nutzer, die sich weiter von der Küste entfernen, hat der neue Tarif allerdings einen entscheidenden Haken. Wer mehr als 12 Seemeilen vor der Küste unterwegs ist, muss für den Internetzugang den sogenannten „Ocean Mode“ aktivieren. Gleichzeitig erhöht SpaceX den Preis für diese Funktion von 2 US-Dollar pro GB (umgerechnet etwa 1,71 Euro) auf 6 US-Dollar pro GB (umgerechnet etwa 5,13 Euro).
Die massive Preiserhöhung für Daten auf hoher See hat in Seglerforen und sozialen Netzwerken für gemischte Reaktionen gesorgt. Viele Bootsbesitzer begrüßen die praktikable Lösung für die Nutzung in Küstennähe, kritisieren jedoch die stark steigenden Kosten für Fahrten durch internationale Gewässer.











