Steam Controller: Die aktuelle Lösung für das größte Problem des 99-Euro-Gamepads

Der Steam Controller steht kurz vor dem Start, doch schon vor dem Release wird eine zentrale Einschränkung diskutiert: Der Controller ist stark an Steam Input gebunden. Die Software sorgt in Verbindung mit Trackpad und Gyro-Steuerung dafür, dass der Controller in vielen Spielen durchaus als Ersatz für Maus- und Tastatur herhalten kann, sorgt abseits von Steam aber für erhebliche Probleme: Kann ein Spiel nicht über Steam gestartet werden, fehlen wichtige Eingabeprofile: Trackpads, Gyro-Steuerung oder Maus- und Tastatur-Emulation arbeiten nicht wie vorgesehen.
Wer Spiele von GOG oder Epic Games spielen möchte, muss sie in der Regel manuell als „fremdes Spiel“ zur Steam-Bibliothek hinzufügen, was aber nicht immer ganz reibungslos funktioniert. Besonders problematisch wird es bei Xbox-Game-Pass-Spielen, da die Xbox-App viele Installationen unter Windows abschottet und Steam deshalb oft nicht auf die Dateien zugreifen kann. Auf Reddit werden bereits Workarounds diskutiert.
Die bisherige Lösung: SISR
SISR hat sich bislang als beste Lösung herauskristallisiert. Das Tool (Steam Input System Redirector) leitet Steam-Input-Eingaben auf Systemebene weiter und kann dem Betriebssystem einen virtuellen Controller vorgaukeln. Für ein Spiel sieht es dann so aus, als wäre ein normaler Xbox-Controller angeschlossen. Die Software steht auf GitHub zum Download bereit. Eine perfekte Lösung ist das allerdings nicht. Die Nutzung von SISR dürfte sich als recht umständlich erweisen und setzt weiterhin Steam Input voraus. Zudem würden Trackpad-Eingaben wahrscheinlich nicht funktionieren.
Microsofts GameInput-API könnte saubere Lösung bieten
Insbesondere in Anbetracht des Preises erwarten viele Nutzer auf Reddit, dass der Steam Controller auch auf anderen Plattformen uneingeschränkt funktioniert. Als technisch saubere Lösung gilt auf Reddit Microsofts GameInput-API – eine moderne Eingabeschnittstelle für Windows und Xbox, die mehr Möglichkeiten bietet als das ältere XInput. Theoretisch könnten darüber auch komplexere Eingaben wie Gyro-Steuerung oder Trackpad-Eingaben abgebildet werden, statt den Steam Controller nur als einfachen Xbox-360-Controller zu emulieren.
Ohne offiziellen GameInput-Fallback von Valve wäre das aber keine fertige Lösung, sondern eher ein Ansatz für künftige Tools oder Treiber. Ob Valve zeitnah eine native Lösung nachliefert, ist unklar. Zum Start am 4. Mai dürften Käufer jedoch zunächst mit SISR als Bastellösung vorliebnehmen müssen.












