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Tesla: Autopilot-Fahrer klagen über grundlose und gefährliche "Phantom"-Bremsungen

Tesla überrascht seine Fahrer jetzt mit "Phantom"-Bremsungen bei aktiviertem Autopilot. Die US-Behörde NHTSA ist im Alarmmodus.
Tesla überrascht seine Fahrer jetzt mit "Phantom"-Bremsungen bei aktiviertem Autopilot. Die US-Behörde NHTSA ist im Alarmmodus.
Elektroautohersteller Tesla ist wegen seinem Autopilot FSD-System wieder im Shitstorm-Modus. Jetzt untersucht die US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit NHTSA Beschwerden von Tesla-Fahrern, deren Tesla bei hohen Geschwindigkeiten plötzlich und total überraschend eine gefährliche Vollbremsung macht. Die Angst vor "Phantom"-Bremsungen verunsichert Tesla-Fahrer.

Gerade erst muss Tesla wegen einem Sicherheitsbericht (Part 573 Safety Recall Report 22V-037) der US-Verkehrssicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) ein Update für seine Fahrassistenz-Software namens Full Self-Driving (FSD) wegen des Autopilot-Verhaltens an Kreuzungen mit Stoppschildern bringen, da droht dem Hersteller von Elektroautos weiterer Ärger mit Kunden und Behörden.

Bei den neuen Beschwerden von Tesla-Fahrern geht es um sogenanntes "Phantom"-Bremsen ihres Teslas. Dabei handelt es sich laut US-Berichten um völlig unerwartete Vollbremsungen bei Tesla-Fahrzeugen mit eingeschaltetem Autopiloten. Die NHTSA prüfe aktuell Beschwerden von Tesla-Besitzern, deren Elektroautos bei aktiviertem FSD-Autopilot-System plötzlich bei hohen Geschwindigkeiten automatisch voll auf die Bremse latschen und eine "Phantom"-Bremsung hinlegen.

Offenbar beschweren sich immer mehr Tesla-Fahrer bei der US-Behörde und melden brenzlige oder gar gefährliche Situationen im Zusammenhang mit den sogenannten Phantom-Bremsungen. Tesla musst laut der Washington Post bereits im Oktober 2021 eine Version seiner Full-Self-Driving-Software wegen Fehlalarmen seines automatischen Notbremssystems zurückzurufen, die angeblich durch ein Software-Update ausgelöst wurden. Dem US-Bericht zufolge sind in den letzten drei Monaten ingesamt 107 Fälle von Phantom-Bremsungen bei der NHTSA eingegangen.

So beschwerte sich beispielsweise ein nicht weiter benannter Autofahrer eines Tesla Model 3 (2021) in Madison, Wisconsin, bereits im Januar diesen Jahres über ein unerwartetes Abbremsen seines Autos bei Autobahngeschwindigkeit. Der Tesla-Fahrer sei mit seinem Tesla Model 3 mit Tempomat auf der Wisconsin Route 14 mit etwa 60 Meilen pro Stunde nach Norden gefahren, als ein großer Transporter aus der Gegenrichtung kommend dafür sorgte, dass sein Tesla plötzlich scharf abbremste. Ein hinter dem Tesla-Besitzer fahrender LKW wäre wegen der überraschenden Vollbremsung des Teslas fast aufgefahren.

Ein weiterer Fahrer eine Tesla Model 3 (2021) aus Lavallette, New Jersey, beschwerte sich im Januar über eine gefährliche Situation, die fast zu einem Unfall geführt hätte. Während der Fahrt mit Tempomat bremste der Tesla plötzlich ohne Grund, berichtet der Fahrer. Auch hier wäre der Hintermann fast auf den vollbremsenden Tesla aufgefahren. Ein Besitzer eines Tesla Model Y (2021) aus Tyler, Texas, beschwerte sich über eine Beinahekollision mit einem Truck aufgrund der sogenannten "Phantom-Bremsung" seines Fahrzeugs.

Wie die NHTSA bereits offiziell bestätigt hat, werden die eingereichten Beschwerden über Tesla gegenwärtig von der Behörde analysiert, bewertet und in einem Bericht dokumentiert. Weder Tesla-Chef Elon Musk noch die Presseabteilungen von Tesla haben bislang wegen der Phantom-Bremsungen eine Stellungnahme abgegeben.

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Autor: Ronald Matta,  3.02.2022 (Update:  3.02.2022)