Notebookcheck

Test Amazon Fire 7 (2017) Tablet

Marcus Herbrich, 👁 Daniel Schmidt, Manuel Masiero, 10.07.2017

Tablet für Sparfüchse. Amazons neuste Generation des Fire-7-Tablets ist dünner, leichter und soll mit einer längeren Akkulaufzeit und einem verbessertem LC-Display ausgestattet sein – am Preis ändert sich wenig. Auch die 2017er-Generation des Fire 7 bleibt sehr günstig. Ob das Einsteiger-Tablet sein Geld wert ist, erfahren Sie in unserem ausführlichen Test.
Angebot: Zum Amazon Primeday (2017: ab 10.07. um 18:00 bis 11.07.) ist das Fire 7 Tablet bereits ab 35 Euro erhältlich.

Mit dem Amazon Fire 7 (2017) aktualisiert der US-amerikanische Hersteller sein Einsteiger-Tablet, welches weiterhin sehr günstig angeboten wird. Mit Werbeeinblendungen auf dem Sperrbildschirm und 8 GB internem Speicher ist das Fire Tablet 7 (2017) für circa 70 Euro erhältlich, ohne Amazons „Spezialangebote“ werden 85 Euro fällig. Somit sind die Preise im Vergleich zur 2015er-Generation um 10 Euro gestiegen. Jedoch erhalten Prime-Mitglieder ab sofort einen exklusiven Rabatt von 20 Prozent auf das Low-Budget-Gerät. Für die 16-GB-Speichervariante werden auch dieses Jahr 10 Euro Aufschlag veranschlagt, sodass der Preis für das „Top-Modell“ auf bis zu 95 Euro beziehungsweise 80 Euro anwächst.

Angebot: Am diesjährigen Amazon Prime Day (2017) vom 10.7. (ab 18 Uhr) bis zum 11.7. gibt es das Fire 7 Tablet bereits für etwa 35 Euro. Hierfür wird jedoch eine Prime-Mitgliedschaft vorausgesetzt. 

Auf den ersten Blick hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht viel getan. Das Amazon Fire 7 (2017) verfügt über ein 7 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixel. Auch die Nennladung des 2.980 mAh starken Akkus, der Quadcore-Prozessor aus dem Hause Mediatek sowie das Design sind unverändert geblieben. Die beiden Kameramodule verfügen, wie beim Vorgänger, über 2 MP auf der Rückseite beziehungsweise 0,3 MP auf der Front.

Eine direkte Konkurrenz zu dem nur 55 Euro teuren Fire 7 (2017) zu finden erweist sich als schwierig, da viele Konkurrenten deutlich teurer sind als das Amazon-Tablet, obwohl sie ebenfalls im Einsteigersegment angesiedelt sind. Als Vergleichsgeräte ziehen wir das Acer Iconia One 8, das Samsung Galaxy Tab A7 2016, das Xiaomi MiPad 2 sowie den Vorgänger, das Fire Tablet (Late 2015), heran. 

Amazon Fire 7 2017 (Fire Serie)
Prozessor
Grafikkarte
Hauptspeicher
1024 MB 
Bildschirm
7 Zoll 16:10, 1024 x 600 Pixel 170 PPI, kapazitiv, Multi-touch, LCD, IPS, spiegelnd: ja
Massenspeicher
8 GB eMMC Flash, 8 GB 
, 4.5 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Card Reader: microSD-Karte bis 256 GB, Sensoren: Beschleinigungssensor, OTG
Netzwerk
802.11a/b/g/n (a/b/g/n = Wi-Fi 4), Bluetooth 4.1
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 9.6 x 192 x 115
Akku
2980 mAh Lithium-Polymer, Akkulaufzeit (laut Hersteller): 6 h
Betriebssystem
Android 5.1 Lollipop
Kamera
Primary Camera: 2 MPix
Secondary Camera: 0.3 MPix
Sonstiges
Lautsprecher: Mono, Tastatur: Onscreen, Tastatur-Beleuchtung: ja, USB-Kabel. 5W-Ladegerät (modular) und Kurzanleitung, Fire OS 5, 12 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
295 g, Netzteil: 67 g
Preis
70 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Das größtenteils aus Kunststoff gefertigte Gehäuse wird, wie gehabt, nur in der Farbe Schwarz angeboten. Im Vergleich zum Vorgänger besitzt das Fire 7 (2017) etwas kompaktere Abmessungen von 187 x 109 x 8,7 Millimeter (Fire 7 2015: 191 x 115 x 10,6 mm) sowie das leicht geringere Gewicht von 295 Gramm (Fire 7 2015: 313 g). Die Ränder um das Display des Einsteigergerätes fallen jedoch immer noch recht großzügig aus, was sich im niedrigen Display-Oberflächen-Verhältnis von knapp 68 Prozent widerspiegelt.

Die flachere Bauweise des Fire 7 (2017) sorgt im Test für eine leichte Wellenbildung auf dem Display, welche durch Ausüben von Druck auf der Rückseite auftritt. Im Alltag dürfte dies aber wenig problematisch sein, denn die Stabilität und Verwindungssteifheit des Geräts ist solide. Auch die Bedienelemente für Lautstärkeregelung sowie der An/Aus-Schalter sind gut verarbeitet und besitzen einen ansprechenden Druckpunkt.

Größenvergleich

215.3 mm 127.7 mm 9.5 mm 340 g200.4 mm 132.6 mm 6.95 mm 332 g192 mm 115 mm 9.6 mm 295 g191 mm 115 mm 10.6 mm 313 g186.9 mm 108.8 mm 8.7 mm 283 g

Ausstattung

Der interne Speicherplatz unseres Testmodells ist mit 8 GB recht knapp bemessen. Bereits nach zwei Spielen und ein paar Applikationen ist die maximale Speicherkapazität erreicht – hier empfiehlt es sich, die Variante mit  16 GB internem eMMC-Speicher zu wählen, zumal nach der Ersteinrichtung dem Käufer nur noch zur 4,5 GB beziehungsweise 11,6 GB für Nutzerinhalte zur freien Verfügung stehen.

Zur Erweiterung des fest verbauten Datenspeichers kann auf einen SD-Kartensteckplatz zurückgegriffen werden. Dieser unterstützt microSD-Karten bis zu einer Größe von 256 GB. Das Auslagern von Applikationen mittels APP2SD-Funktionalität auf die Speicherkarte wird vom Amazon-Tablet unterstützt. Außerdem erhalten Nutzer des Fire 7 (2017) kostenlos unbegrenzten Cloud-Speicherplatz für all Ihre Amazon-Inhalte und alle Fotos.

Über die an der Unterseite befindliche Micro-USB-Schnittstelle nach dem 2.0-Standard wird das Tablet geladen. Mittels eines OTG-Adapters (On-The-Go) können zudem Peripheriegeräte wie USB-Sticks oder externe Tastaturen angeschlossen werden. 

Musikinhalte können mit dem Amazon-Tablet sowohl mit dem 3,5-mm-Stereo-Anschluss als auch mit dem eingebauten Mono-Lautsprecher konsumiert werden.

Oberseite
Oberseite
Unterseite
Unterseite
linke Gehäuseseite
linke Gehäuseseite
rechte Gehäuseseite
rechte Gehäuseseite

Software

Bei der Systemsoftware setzt Amazon auf sein hauseigenes Betriebssystem Fire OS 5 Bellini, welches auf Android 5.1 „Lollipop“ basiert. Die Benutzeroberfläche unseres Testgerätes mit Fire OS 5.4.0 erinnert jedoch nur rudimentär an Googles Stock-Android. Auch Google-eigene Dienste wie der Zugriff auf den PlayStore werden im Werkszustand nativ nicht unterstützt. Die (Nach-)Installation ist jedoch selbst für ungeübte Android-Nutzer mit relativ wenig Zeitaufwand ohne Probleme möglich.  

Neben den optischen Anpassungen an der Systemoberfläche ist das Betriebssystem auf den Konsum von Amazon-Inhalten ausgelegt. Durch horizontales Wischen auf der Startseite können direkt Amazon-Dienste wie der Kindle-Shop oder Instant Video erreicht werden. Zudem verspricht Amazon treffsichere und dynamische Produktempfehlungen (ASAP - Advanced Streaming and Prediction) durch eine gezielte Analyse der Konsumgewohnheiten. Für die Offline-Nutzung lädt das Fire 7 (2017) mittels der OnDeck-Funktion außerdem automatisch Videoinhalte herunter, während das Gerät unbenutzt bleibt, und die Funktion „Whispersync“ erinnert sich, wie weit ein Film oder eine Serie geschaut wurde.   

Für den optimalen Lesegenuss lassen sich Schriftgröße und Schriftfarbe individuell anpassen. Darüber hinaus bietet der Lesemodus „Blue Shade“ eine augenschonende Bildschirmdarstellung, bei der Blautöne aus der Anzeige herausgefiltert werden.

 

Kommunikation

Im Vergleich zum Singleband-WLAN-Modul der 2015er Generation beherrscht das Fire 7 (2017) jetzt Dualband-WLAN und funkt dementsprechend nicht nur im 2,4-GHz-, sondern auch im 5-GHz-Frequenzbereich. Unterstützt werden WLAN-Netzwerke, die die Standards 802.11a, 802.11b, 802.11g oder 802.11n verwenden. Im Test konnten wir das Amazon-Gerät jedoch nicht mit dem 5,0 GHz-WLAN verbinden, da uns der Frequenzbereich nicht angezeigt wurde. Die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen dem Amazon-Tablet und unserem Referenz-Router Linksys EA 8500 ist mit knapp 50 MBit/s (iperf3 Client) aber kaum besser als beim Vorgänger. In unmittelbarer Nähe zum Router (Telekom Speedport, W921V) ist die Dämpfung mit knapp -32 dBm gering.

Für die Kommunikation mit anderen Geräten steht Bluetooth in der nicht mehr ganz aktuellen Version 4.1 zur Verfügung. Die Nutzung von SIM-Karten für eine mobile Internetnutzung sowie eine Standortbestimmung via GPS-Modul sind nicht möglich.

Networking
iperf3 Client (receive) TCP 1 m 4M x10
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
Adreno 530, 820 MSM8996, 32 GB eMMC Flash
615 MBit/s ∼100% +1200%
Amazon Fire 7 2017
Mali-450 MP4, MT8127, 8 GB eMMC Flash
47.3 MBit/s ∼8%
Amazon Fire Tablet
Mali-450 MP4, MT8127, 8 GB eMMC Flash
45.1 MBit/s ∼7% -5%
iperf3 Client (transmit) TCP 1 m 4M x10
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
Adreno 530, 820 MSM8996, 32 GB eMMC Flash
569 MBit/s ∼100% +679%
Amazon Fire 7 2017
Mali-450 MP4, MT8127, 8 GB eMMC Flash
73 MBit/s ∼13%
Amazon Fire Tablet
Mali-450 MP4, MT8127, 8 GB eMMC Flash
45.6 MBit/s ∼8% -38%

Kameras

Hauptkamera
Hauptkamera
Frontkamera
Frontkamera

Die Qualität der Aufnahmen mit dem rückseitigen Kameramodul bewegt sich erwartungsgemäß auf einem Niveau, wie man es von günstigen Tablets kennt. Der CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 2 Megapixeln (1.600 x 1.200 Bildpunkte) kann uns, wie bereits bei der 2015er Generation der Fire Tablets, nicht überzeugen. Die Aufnahmen bieten wenig Dynamik, sodass bei sehr hellen Motiven Bildbereiche zu stark abdunkeln und noch kaum Details erkennbar sind. Die aufgenommenen Fotos sind zudem unscharf und neigen bei unterschiedlichen Lichtbedingungen (Schatten, Sonne) zu unter- und überbelichteten Bildbereichen. Größter Kritikpunkt ist die Low-Light-Performance bei schlechten Lichtbedingungen. Bei wenig Licht setzt deutliches Bildrauschen ein und die Unschärfe in den Aufnahmen nimmt zu. Videos lassen sich mit der rückwärtigen Kamera in 720p aufnehmen. Die Foto- und Videoqualität des Fire 7 (2017) bewegt sich insgesamt auf einem sehr schlechten Niveau. 

Die 0,3-MP-Frontkamera ist ebenfalls von schlechter Qualität. Für Videotelefonie ist die Optik auf der Vorderseite aber durchaus geeignet. Videos können mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel bei bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet werden. 

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3
ColorChecker Farben abfotografiert. In der unteren Hälfte jedes Patches ist jeweils die Originalfarbe abgebildet.
ColorChecker Farben abfotografiert. In der unteren Hälfte jedes Patches ist jeweils die Originalfarbe abgebildet.

Unter kontrollierten Lichtbedingungen werden Farbtöne im Vergleich zu den tatsächlichen Referenzfarben recht gut getroffen, jedoch zeigen die Aufnahmen des X-Rite ColorChecker Passport (ohne Nachbearbeitung, z. B. ein manueller Weißabgleich) mit der 2-MP-Kamera einen deutlich zu warmen Weißabgleich und Schwarztöne wirken eher grau. Um die Schärfe der Fotos beurteilen zu können, fotografieren wir unter definiertem Kunstlicht unseren Testchart. Die Bildschärfe unserer Referenzaufnahme mit dem Fire 7 (2017) ist ausreichend, in den Randbereichen wird das Fotos sichtbar unscharf.

Zubehör und Garantie

optionales Cover
optionales Cover

Das Fire-Tablet kommt zusammen mit einem USB-2.0-Kabel, einen modularen 5W-Ladegerät (5 V, 1 A) sowie einer Kurzanleitung. Kopfhörer liegen dem Amazon-Gerät nicht bei. 

Das Fire 7 (2017) wird mit einer begrenzten Herstellergarantie von 12 Monaten seitens Amazon verkauft. Das gesetzliche Recht der Gewährleistung (24 Monate) gilt zusätzlich zu dieser beschränkten Herstellergarantie.

Eingabegeräte & Bedienung

Die Steuerung des Fire 7 (2017) geschieht über die üblichen Android-Onscreen-Tasten für „Zurück“, „Home“ und „Multi-Tasking“. Der kapazitive Touchscreen reagiert zwar ausreichend präzise auf Eingaben, jedoch teilweise mit etwas Verzögerung. Dadurch ist das Bedientempo nicht sehr hoch.

Als On-Screen-Eingabe steht die hauseigene virtuelle Tastatur zur Verfügung, die sich bis auf wenige Details kaum von dem Google-Standard-Keyboard unterscheidet. Die Glasoberfläche bietet angenehme Gleiteigenschaften, sodass Schreiben auf dem Tablet gut möglich ist.

Onscreen-Tastatur, Querformat
Onscreen-Tastatur, Querformat
Onscreen-Tastatur, Hochformat
Onscreen-Tastatur, Hochformat
Onscreen-Tastatur, Hochformat
Onscreen-Tastatur, Hochformat

Display

Sub-Pixel-Anordnung
Sub-Pixel-Anordnung

Das 7 Zoll große LC-Display des Fire 7 (2017) verfügt über die IPS-Technologie (In-Plane-Switching) und besitzt einen Polarisationsfilter. Die Auflösung ist mit 600 x 1.024 Pixel recht niedrig, so dass Inhalte mit einer Pixeldichte von nur 170 PPI dargestellt werden. Für den Alltag ist die gebotene Auflösung maximal ausreichend und langes Betrachten von kleinen Textabschnitten recht anstrengend.  

Die Leuchtkraft des Panels ist mit maximal 369 cd/m² (Schwarzwert: 0,35 cd/m²) nicht nur heller, sondern mit 88 Prozent deutlich homogener ausgeleuchtet als noch beim Vorgänger. Verglichen mit Tablets aus dem High-End-Bereich stellen beide Messwerte jedoch kein sehr gutes Resultat dar. Zusätzlich überprüfen wir im Test die Luminanz bei einem gleichmäßig verteilten Anteil von dunklen zu hellen Flächen (APL50). Hierbei kommt das Fire 7 (2017) mit 336 cd/m² jedoch auf einen sehr ähnlichen Wert wie die 2015er-Version des Amazon-Tablets. Dabei steigt der Schwarzwert minimal auf 0,36 cd/m², sodass sich das Kontrastverhältnis auf 933:1 verschlechtert. Einen Lichtsensor für die Erfassung der Umgebungshelligkeit besitzt das Fire Tablet nicht.

369
cd/m²
324
cd/m²
337
cd/m²
347
cd/m²
328
cd/m²
325
cd/m²
354
cd/m²
329
cd/m²
324
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
LCD
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 369 cd/m² Durchschnitt: 337.4 cd/m² Minimum: 1.67 cd/m²
Ausleuchtung: 88 %
Helligkeit Akku: 328 cd/m²
Kontrast: 937:1 (Schwarzwert: 0.35 cd/m²)
ΔE Color 4.6 | 0.6-29.43 Ø6
ΔE Greyscale 3.8 | 0.64-98 Ø6.2
Gamma: 2.25
Amazon Fire 7 2017
IPS, 1024x600, 7
Amazon Fire Tablet
IPS, 1024x600, 7
Acer Iconia One 8
IPS, 1280x800, 8
Samsung Galaxy Tab A7 2016
IPS, 1280x800, 7
Xiaomi MiPad 2
IPS, 2048x1536, 7.9
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
Super AMOLED, 2048x1526, 9.7
Bildschirm
-30%
6%
-4%
9%
46%
Helligkeit Bildmitte
328
323
-2%
367
12%
358
9%
425
30%
452
38%
Brightness
337
299
-11%
338
0%
344
2%
402
19%
468
39%
Brightness Distribution
88
83
-6%
83
-6%
92
5%
91
3%
82
-7%
Schwarzwert *
0.35
0.38
-9%
0.31
11%
0.37
-6%
0.4
-14%
Kontrast
937
850
-9%
1184
26%
968
3%
1063
13%
DeltaE Colorchecker *
4.6
9.3
-102%
4.1
11%
5.3
-15%
4.98
-8%
1.8
61%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
18.6
17.6
5%
20.2
-9%
6.61
64%
4
78%
DeltaE Graustufen *
3.8
7.8
-105%
4.38
-15%
4.7
-24%
5.2
-37%
1.2
68%
Gamma
2.25 98%
1.99 111%
2.33 94%
2.44 90%
2.65 83%
2.11 104%
CCT
7338 89%
7736 84%
6394 102%
7222 90%
7249 90%
6500 100%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
82.32
Color Space (Percent of sRGB)
99.06

* ... kleinere Werte sind besser

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM festgestellt 12500 Hz ≤ 17 % Helligkeit

Das Display flackert mit 12500 Hz (höchstwahrscheinlich durch Pulsweitenmodulation PWM) bei einer eingestellten Helligkeit von 17 % und darunter. Darüber sollte es zu keinem Flackern kommen.

Die Frequenz von 12500 Hz ist sehr hoch und sollte daher auch bei empfindlichen Personen zu keinen Problemen führen.

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9270 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Im Vergleich zum Fire 7 (Late 2015) sind Kontrast und Schwarzwert beim Fire 7 (2017) leicht verbessert, auch wenn die Werte für ein IPS-Panel immer noch sehr durchschnittlich sind. Wo das Gerät deutliche Verbesserungen aufzeigt, ist bei der Farb- und Graustufenwiedergabe: Delta-E-Abweichungen von 4,6 (Farbgenauigkeit) und 3,8 (Graustufen) sind deutlich geringer als noch beim Vorgänger. Unsere Messungen mit dem Colorimeter (Software CalMAN) ergeben zudem eine etwas wärme Farbwiedergabe (7338 K). Die Abweichungen zum Referenzfarbraum sRGB fallen dagegen etwas höher aus. Außerdem können wir bei der 2017er-Generation des Fire 7 ein PWM-Flackern feststellen. 

CalMan Farbgenauigkeit (Zielfarbraum sRGB)
CalMan Farbgenauigkeit (Zielfarbraum sRGB)
CalMan Farbraum (Zielfarbraum sRGB)
CalMan Farbraum (Zielfarbraum sRGB)
CalMan Farbsättigung (Zielfarbraum sRGB)
CalMan Farbsättigung (Zielfarbraum sRGB)
CalMan Graustufen (Zielfarbraum sRGB)
CalMan Graustufen (Zielfarbraum sRGB)

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
28.4 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 16 ms steigend
↘ 12.4 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind mittelmäßig und dadurch für Spieler eventuell zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 66 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (24.9 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
39.2 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 20.4 ms steigend
↘ 18.8 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 44 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten durchschnittlich (39.6 ms).

Aufgrund der vergleichsweise geringen maximalen Helligkeit erreicht das LC-Display des Amazon-Tablets im Freien eine nur begrenzte Lesbarkeit. Direktes Sonnenlicht verursacht jedoch gemeinsam mit dem glänzenden Bildschirm und vorhandenen Fingerabdrücken Probleme beim Ablesen des Displays. Die Blickwinkelstabilität ist IPS-typisch gut.

Im Außeneinsatz
Im Außeneinsatz
Reflexionen
Reflexionen
Im Außeneinsatz
Im Außeneinsatz
Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Der im Fire 7 (2017) verbaute MediaTek MT8127 ist ein ARM-SoC (System on a Chip), der in 28 nm gefertigt wird und vier Cortex-A7-Kerne integriert. Die Taktraten liegen beim Amazon-Tablet bei 1,3 GHz. Unterstützt wird der Prozessor von 1 GB Arbeitsspeicher sowie einer Mali-450 (MP4) Grafikkarte. Letzte ist eine OpenGL ES 2.0 fähige Grafikeinheit, die über 4 Cluster verfügt.

Die CPU-Leistung des MT8127 sorgt im Alltag für eine System-Performance vergleichbar mit anderen Einsteigergeräten – Ruckler und Verzögerungen treten vermehrt auf. Auch das Schließen und Öffnen von Applikationen benötigt viel Zeit, da Amazon seinem Tablet neben der schwachen CPU einen recht langsamen eMMC-Speicher spendiert hat. 

In den synthetischen Benchmarks ordnet sich das Amazon-Tablet gemessen an der Konkurrenz im unteren Feld der Ergebnislisten ein. Da der gleiche MediaTek-Prozessor wie im 2015er-Modell verbaut wurde, überrascht es nicht, dass beide Geräte nahezu identische Ergebnisse erzielen. 

AnTuTu v6 - Total Score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
144426 Points ∼49% +452%
Xiaomi MiPad 2
73083 Points ∼25% +180%
Amazon Fire 7 2017
26141 Points ∼9%
Amazon Fire Tablet
26094 Points ∼9% 0%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
22854 Points ∼8% -13%
PCMark for Android
Work 2.0 performance score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
5432 Points ∼45% +132%
Amazon Fire 7 2017
2345 Points ∼20%
Work performance score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
5608 Points ∼29% +60%
Xiaomi MiPad 2
5279 Points ∼27% +51%
Acer Iconia One 8
4739 Points ∼24% +35%
Amazon Fire 7 2017
3499 Points ∼18%
Amazon Fire Tablet
3480 Points ∼18% -1%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
3095 Points ∼16% -12%
BaseMark OS II
Web
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
1007 Points ∼50% +103%
Xiaomi MiPad 2
952 Points ∼47% +92%
Acer Iconia One 8
837 Points ∼41% +68%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
521 Points ∼26% +5%
Amazon Fire 7 2017
497 Points ∼24%
Amazon Fire Tablet
10 Points ∼0% -98%
Graphics
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
4941 Points ∼17% +2209%
Xiaomi MiPad 2
1609 Points ∼6% +652%
Acer Iconia One 8
692 Points ∼2% +223%
Amazon Fire Tablet
248 Points ∼1% +16%
Amazon Fire 7 2017
214 Points ∼1%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
150 Points ∼1% -30%
Memory
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
1931 Points ∼26% +444%
Xiaomi MiPad 2
1379 Points ∼18% +288%
Acer Iconia One 8
765 Points ∼10% +115%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
431 Points ∼6% +21%
Amazon Fire 7 2017
355 Points ∼5%
Amazon Fire Tablet
337 Points ∼4% -5%
System
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
3505 Points ∼21% +267%
Xiaomi MiPad 2
1921 Points ∼12% +101%
Acer Iconia One 8
1359 Points ∼8% +42%
Amazon Fire Tablet
978 Points ∼6% +2%
Amazon Fire 7 2017
955 Points ∼6%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
923 Points ∼6% -3%
Overall
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
2409 Points ∼29% +433%
Xiaomi MiPad 2
1419 Points ∼17% +214%
Acer Iconia One 8
881 Points ∼10% +95%
Amazon Fire 7 2017
452 Points ∼5%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
345 Points ∼4% -24%
Amazon Fire Tablet
167 Points ∼2% -63%
Geekbench 4.4
Compute RenderScript Score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
7063 Points ∼16%
64 Bit Multi-Core Score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
4187 Points ∼7% +244%
Amazon Fire 7 2017
1216 Points ∼2%
64 Bit Single-Core Score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
1745 Points ∼28% +290%
Amazon Fire 7 2017
448 Points ∼7%
3DMark
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Physics
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
1798 Points ∼40%
Xiaomi MiPad 2
1572 Points ∼35%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Graphics
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
2943 Points ∼41%
Xiaomi MiPad 2
1261 Points ∼18%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1)
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
2578 Points ∼41%
Xiaomi MiPad 2
1319 Points ∼21%
Acer Iconia One 8
0 Points ∼0%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Physics
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
1811 Points ∼40%
Xiaomi MiPad 2
1580 Points ∼35%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0 Graphics
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
4626 Points ∼41%
Xiaomi MiPad 2
1300 Points ∼12%
2560x1440 Sling Shot OpenGL ES 3.0
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
3438 Points ∼42%
Xiaomi MiPad 2
1353 Points ∼17%
Acer Iconia One 8
0 Points ∼0%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
21886 Points ∼25% +196%
Xiaomi MiPad 2
20142 Points ∼23% +172%
Acer Iconia One 8
15430 Points ∼18% +109%
Amazon Fire Tablet
8881 Points ∼10% +20%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
7790 Points ∼9% +5%
Amazon Fire 7 2017
7395 Points ∼9%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
34002 Points ∼6% +1094%
Xiaomi MiPad 2
27537 Points ∼5% +867%
Acer Iconia One 8
12471 Points ∼2% +338%
Amazon Fire Tablet
4136 Points ∼1% +45%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
3146 Points ∼1% +10%
Amazon Fire 7 2017
2848 Points ∼1%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
30277 Points ∼13% +818%
Xiaomi MiPad 2
25460 Points ∼11% +672%
Acer Iconia One 8
13026 Points ∼5% +295%
Amazon Fire Tablet
4693 Points ∼2% +42%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
3626 Points ∼2% +10%
Amazon Fire 7 2017
3299 Points ∼1%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
92 fps ∼1% +934%
Xiaomi MiPad 2
32 fps ∼0% +260%
Amazon Fire Tablet
9 fps ∼0% +1%
Amazon Fire 7 2017
8.9 fps ∼0%
Acer Iconia One 8
6 fps ∼0% -33%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
4.2 fps ∼0% -53%
T-Rex HD Onscreen C24Z16
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
59 fps ∼2% +354%
Acer Iconia One 8
24.4 fps ∼1% +88%
Amazon Fire Tablet
13 fps ∼0% 0%
Xiaomi MiPad 2
13 fps ∼0% 0%
Amazon Fire 7 2017
13 fps ∼0%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
6.5 fps ∼0% -50%

Legende

 
Amazon Fire 7 2017 Mediatek MT8127, ARM Mali-450 MP4, 8 GB eMMC Flash
 
Amazon Fire Tablet Mediatek MT8127, ARM Mali-450 MP4, 8 GB eMMC Flash
 
Acer Iconia One 8 Intel Atom Z3735G, Intel HD Graphics (Bay Trail), 16 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy Tab A7 2016 Spreadtrum SC7731, ARM Mali-400 MP2, 8 GB eMMC Flash
 
Xiaomi MiPad 2 Intel Atom x5-Z8500, Intel HD Graphics (Cherry Trail), 16 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825 Qualcomm Snapdragon 820 MSM8996, Qualcomm Adreno 530, 32 GB eMMC Flash

In den Browser-Tests spiegelt sich ein ähnliches Bild wieder. Das Fire 7 (2017) bildet zusammen mit dem 2015er-Modell das Schlusslicht in unserem Vergleich. Auch subjektiv ist das Surfen im Web recht langsam und die Ladezeiten sind lang.

Octane V2 - Total Score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
9531 Points ∼100% +368%
Xiaomi MiPad 2
7994 Points ∼84% +292%
Acer Iconia One 8
6110 Points ∼64% +200%
Amazon Fire Tablet
2326 Points ∼24% +14%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
2300 Points ∼24% +13%
Amazon Fire 7 2017
2037 Points ∼21%
WebXPRT 2015 - Overall Score
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
132 Points ∼100% +230%
Acer Iconia One 8
95 Points ∼72% +138%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
40 Points ∼30% 0%
Amazon Fire 7 2017
40 Points ∼30%
JetStream 1.1 - Total Score
Xiaomi MiPad 2
43.039 Points ∼100% +259%
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
42.73 Points ∼99% +256%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
14.5 Points ∼34% +21%
Amazon Fire Tablet
14.116 Points ∼33% +18%
Amazon Fire 7 2017
12.004 Points ∼28%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score
Amazon Fire 7 2017
17719.6 ms * ∼100%
Samsung Galaxy Tab A7 2016
15533.8 ms * ∼88% +12%
Amazon Fire Tablet
14186.5 ms * ∼80% +20%
Acer Iconia One 8
5579.6 ms * ∼31% +69%
Xiaomi MiPad 2
4420.4 ms * ∼25% +75%
Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
2244.4 ms * ∼13% +87%

* ... kleinere Werte sind besser

Die aus dem AndroBench ermittelten Zugriffraten bei den Lese- und Schreibvorgängen sind sehr niedrig. Hier performt das Fire 7 (2017) sogar etwa 22 Prozent schlechter als sein Vorgänger. Der MicroSD-Slot kann die Geschwindigkeit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M401 (max. 95 MByte pro Sekunde beim Lesen und max. 80 MByte pro Sekunde beim Schreiben) ebenso bei Weitem nicht ausreizen. Im Vergleich zu der Konkurrenz sind die Geschwindigkeitsunterschiede aber zufriedenstellend.

Amazon Fire 7 2017Amazon Fire TabletAcer Iconia One 8Samsung Galaxy Tab A7 2016Xiaomi MiPad 2Samsung Galaxy Tab S3 SM-T825
AndroBench 3-5
22%
-12%
-14%
60%
120%
Sequential Write 256KB SDCard
27.74
29.19
5%
18.4
-34%
58.56
111%
Sequential Read 256KB SDCard
45.54
49.4
8%
21.41
-53%
76.39
68%
Random Write 4KB
6.03
11
82%
2.9
-52%
9.55
58%
13.96
132%
13.13
118%
Random Read 4KB
21.97
22
0%
17
-23%
21.95
0%
24.42
11%
45.82
109%
Sequential Write 256KB
34.1
37
9%
40
17%
28.95
-15%
56.37
65%
87.6
157%
Sequential Read 256KB
113.7
147
29%
126
11%
65.94
-42%
147.85
30%
288.58
154%

Spiele

Aktuelle Spiele aus dem PlayStore stellen das Amazon Tablet vor eine Herausforderung. Die integrierte ARM Mali 450 (MP4) beschleunigt zwar alle Titel auf höchster Auflösung, jedoch mit deutlichen Rucklern und Einbrüchen in der Bildwiederholungsrate. Unsere Spiele-Benchmarks konnten wir mit dem Amazon-Testgerät nicht durchführen, da Probleme mit der GameBench-App beim Fire 7 (2017) auftraten. 

Insgesamt bewegt sich die Mali 450 (MP4) auf einem grafischen Level wie die Qualcomm Adreno 320. Letzte erreicht in unseren Messungen Bildwiederholungsraten von maximal 25 FPS bei aufwändigen Spieletiteln wie Asphalt 8: Airborne oder Dead Trigger 2. 

An dem kapazitiven Touchscreen und der Sensorik des Fire 7 (2017) gibt es während unserer Spieletests nichts auszusetzen.

Asphalt 8: Airborne
Asphalt 8: Airborne
Dead Trigger 2
Dead Trigger 2

Emissionen

Temperatur

Die Oberflächentemperaturen des Fire 7 (2017) hinterlassen im Test einen gemischten Eindruck. Im Idle-Modus und bei geringer Belastung erwärmt sich das Amazon-Tablet nur schwach. Unter maximaler Auslastung messen wir dagegen an der wärmsten Stelle über 43 °C (Rückseite). Gerade die hohen Oberflächentemperaturen um die rückseitige Kameralinse bei rechenintensiven Prozessen – und da reicht meist schon das Surfen im Browser aus - sind im Alltag deutlich spürbar.

Mit dem GFXBench Akkutest schauen wir uns an, wie sich das SoC unter Dauerbelastung verhält. Die Unterschiede in der Bildwiederholungsrate des MT8127 liegen im T-Rex-Szenario (OpenGL ES 2.0) bei etwa 20 FPS, betragen also nur 3 Prozent.

GFXBench-Akku
GFXBench-Akku
GFXBench-Performance
GFXBench-Performance
GFXBench-Framerate
GFXBench-Framerate
Max. Last
 39.3 °C37.3 °C37.5 °C 
 39.1 °C36.3 °C37.1 °C 
 39.1 °C37.5 °C34.7 °C 
Maximal: 39.3 °C
Durchschnitt: 37.5 °C
30.5 °C31.1 °C39.9 °C
31.9 °C32.3 °C43.3 °C
31.4 °C32.3 °C42.5 °C
Maximal: 43.3 °C
Durchschnitt: 35 °C
Netzteil (max.)  36.3 °C | Raumtemperatur 21.5 °C | Voltcraft IR-260
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 37.5 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Tablet v7 auf 30.7 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 39.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 34.8 °C (von 22.2 bis 51.8 °C für die Klasse Tablet v7).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 43.3 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.3 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 30.6 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 30.7 °C.

Lautsprecher

Lautsprechertest: Pink-Noise
Lautsprechertest: Pink-Noise

Der Lautsprecher auf der Rückseite erreicht in unserem Test eine maximale Lautstärke von 80 dB(A). Damit ist der Mono-Lautsprecher des Fire 7 (2017) ausreichend laut, bietet aber eine schlechte Akustik. Bei voller Lautstärke wirkt das Klangbild verzerrt, wenig ausbalanciert und erwartungsgemäß höhenlastig. Das Pink-Noise-Diagramm verdeutlicht, dass tiefere Frequenzen unterhalb von 250 Hz nicht hörbar sind. Der Schwerpunkt des Klangs liegt in den mittleren und hohen Tönen von 1 bis 9 kHz.

Für eine saubere Wiedergabe mit deutlich mehr Bässen kann aber auf den 3,5-Milimeter-Klinkenanschluss zurückgegriffen werden. Angesichts des Preises geht die Qualität der Audiobuchse in Ordnung.

dB(A) 0102030405060708090Deep BassMiddle BassHigh BassLower RangeMidsHigher MidsLower HighsMid HighsUpper HighsSuper Highs2031.635.52525.436.13125.333.54032.934.25033.629.86331.639.28028.448.71002749.812520.8371602235.520021.330.125020.831.131521.241.440019.445.750019.552.563017.756.780017.962.2100017.865.9125017.370.6160017.473.1200016.772.1250017.269.7315018.266.9400017.967.9500017.666.9630017.766.8800017.870.11000017.966.91250018.160.81600018.249.2SPL3080N1.344.8median 17.9median 62.2Delta1.310.931.73832.431.73430.331.33427.824.131.727.828.627.22628.63838.639.43827.430.336.227.427.525.828.627.524.723.625.424.72622.521.32626.822.523.326.834.52422.534.54628.122.44656.136.121.356.160.241.518.460.26548.117.56568.452.117.568.469.853.317.269.873.556.516.873.574.658.317.374.676.959.417.476.975.558.916.675.572.154.417.372.172.754.917.672.774.255.917.674.27455.917.77480.662.617.480.682.464.617.782.472.254.317.972.262.544.218.162.55435.718.15487.870.229.887.871.624.61.371.6median 69.8median 53.3median 17.7median 69.81210.31.61240.735.335.240.739.430.137.839.443.33028.443.346.727.733.846.747.535.639.547.545.426.934.345.445.524.627.345.544.626.330.844.64731.226.24752.943.623.852.956.552.122.956.560.452.122.460.463.854.519.963.866.557.120.466.572.163.818.772.174.667.517.774.677.86917.977.878.9701878.980.47117.880.483.873.51783.885.175.816.985.183.473.317.483.483.473.117.883.483.974.417.583.983.473.517.383.48575.617.38586.6771886.684.674.518.384.681.571.817.981.572.261.217.972.295.185.430.195.1110.763.21.4110.7median 78.9median 70median 17.9median 78.910.49.52.410.4hearing rangehide median Pink NoiseAmazon Fire 7 2017Samsung Galaxy Tab A7 2016Xiaomi MiPad 2
Amazon Fire 7 2017 Audio Analyse

(±) | Mittelmäßig laut spielende Lautsprecher (80.04 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 24.7% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (12.1% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(±) | zu hohe Mitten, vom Median 8.1% abweichend
(±) | Linearität der Mitten ist durchschnittlich (9.3% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 5.7% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (4.5% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (26.2% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 75% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 3% vergleichbar, 23% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 7%, durchschnittlich ist 22%, das schlechteste Gerät hat 50%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 77% aller getesteten Geräte waren besser, 5% vergleichbar, 17% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Samsung Galaxy Tab A7 2016 Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (87.76 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 34.1% niedriger als der Median
(±) | durchschnittlich lineare Bass-Wiedergabe (11% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.6% abweichend
(+) | lineare Mitten (5.4% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 5.7% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (6.6% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (25.4% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 72% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 4% vergleichbar, 24% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 7%, durchschnittlich ist 22%, das schlechteste Gerät hat 50%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 75% aller getesteten Geräte waren besser, 6% vergleichbar, 20% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Xiaomi MiPad 2 Audio Analyse

(+) | Die Lautsprecher können relativ laut spielen (95.07 dB)
Bass 100 - 315 Hz
(-) | kaum Bass - 24.7% niedriger als der Median
(+) | lineare Bass-Wiedergabe (5.5% Delta zum Vorgänger)
Mitteltöne 400 - 2000 Hz
(+) | ausgeglichene Mitten, vom Median nur 4.7% abweichend
(+) | lineare Mitten (4.4% Delta zum Vorgänger)
Hochtöne 2 - 16 kHz
(±) | zu hohe Hochtöne, vom Median nur 5.4% abweichend
(+) | sehr lineare Hochtöne (1.8% Delta zum Vorgänger)
Gesamt im hörbaren Bereich 100 - 16.000 Hz
(±) | hörbarer Bereich ist durchschnittlich linear (16.6% Abstand zum Median)
Im Vergleich zu allen Geräten derselben Klasse
» 24% aller getesteten Geräte dieser Klasse waren besser, 7% vergleichbar, 69% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 7%, durchschnittlich ist 22%, das schlechteste Gerät hat 50%
Im Vergleich zu allen Geräten im Test
» 22% aller getesteten Geräte waren besser, 6% vergleichbar, 72% schlechter
» Das beste Gerät hat einen Delta-Wert von 3%, durchschnittlich ist 21%, das schlechteste Gerät hat 53%

Frequenzdiagramm im Vergleich (Checkboxen oben an-/abwählbar!)

Energieverwaltung

Energieaufnahme

Der Stromverbrauch des Fire 7 (2017) ist für ein leistungsschwaches Gerät zufriedenstellend. Im Vergleich zum Vorgänger könnte der Hersteller insbesondere im Idle-Modus die Leistungsaufnahme optimieren. 

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.05 / 0.19 Watt
Idledarkmidlight 0.97 / 2.68 / 2.69 Watt
Last midlight 4.26 / 4.64 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Metrahit Energy
Amazon Fire 7 2017
2980 mAh
Amazon Fire Tablet
2980 mAh
Acer Iconia One 8
 mAh
Samsung Galaxy Tab A7 2016
4000 mAh
Xiaomi MiPad 2
6190 mAh
Stromverbrauch
-13%
-16%
-35%
-124%
Idle min *
0.97
1.12
-15%
0.8
18%
1.91
-97%
3.33
-243%
Idle avg *
2.68
3.06
-14%
3.1
-16%
3.59
-34%
5.01
-87%
Idle max *
2.69
3.31
-23%
3.3
-23%
4.06
-51%
5.19
-93%
Last avg *
4.26
4.44
-4%
5.1
-20%
4.29
-1%
8.32
-95%
Last max *
4.64
5.09
-10%
6.5
-40%
4.31
7%
9.33
-101%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

Der Akkukapazität des Fire 7 (2017) ist mit 2.980 mAh gleich groß wie beim 2015er-Modell. Allerdings erreichen wir im Test etwas längere Laufzeiten aufgrund des optimierten Stromverbrauches. Bei unserem WLAN-Test mit einer angepassten Displayhelligkeit von 150 cd/m² erzielt das Tablet gute 8 Stunden und 36 Minuten. Unsere Vergleichstablets sind im Schnitt aber deutlich ausdauernder. Insbesondere die enge Spreizung zwischen unserer Idle- und Lastmessung verdeutlicht die ausgeprägte Prozessortätigkeit unter geringer Auslastung.

Mit dem beiliegenden 5-Watt-Netzteil beträgt die Ladezeit in etwa 4 Stunden.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
15h 41min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
8h 36min
Big Buck Bunny H.264 1080p
8h 31min
Last (volle Helligkeit)
3h 29min
Amazon Fire 7 2017
2980 mAh
Amazon Fire Tablet
2980 mAh
Acer Iconia One 8
 mAh
Samsung Galaxy Tab A7 2016
4000 mAh
Xiaomi MiPad 2
6190 mAh
Akkulaufzeit
-17%
31%
36%
-18%
Idle
941
1257
34%
1353
44%
H.264
511
795
56%
513
0%
WLAN
516
428
-17%
742
44%
619
20%
421
-18%
Last
209
185
-11%
379
81%

Pro

+ Preis
+ IPS-Panel
+ Gute Akkulaufzeit
+ Solide Verarbeitung

Contra

- Schwache CPU & GPU
- Langsamer Systemspeicher
- Schlechte Kameramodule
- Lautsprecher

Fazit

Im Test: Amazon Fire 7 (2017). Testgerät zur Verfügung gestellt von Amazon Deutschland
Im Test: Amazon Fire 7 (2017). Testgerät zur Verfügung gestellt von Amazon Deutschland

Gemessen am Anschaffungspreis (55 Euro für Prime-Kunden) ist das Fire 7 (2017) ein rundes Gesamtpaket und ein „voll funktionsfähiges“ Tablet mit vielen Anwendungsbereichen. Amazon verpasst seiner Fire-7-Tablet-Serie unserer Meinung nach aber ein zu geringes Hardware-Update. Der schwache Prozessor, der langsame interne Speicher, die geringe Displayauflösung und der knapp bemessene Arbeitsspeicher sind unverändert geblieben – hier hat Amazon leider einiges an Potenzial verschenkt. Obwohl die Laufzeiten und Farbdarstellung des IPS-Panels verbessert wurden, ist die Systemperformance immer noch auf einem sehr geringen Niveau. 

Die Frage, die sich aufdrängt: Für welchen Anwendungsbereich ist das Fire Tablet gedacht? Für ausgiebiges Lesen ist die Auflösung des Displays mit 170 PPI unserer Meinung nach zu gering. Zum schnellen Surfen im Web und für flüssiges Spielen von Android-Games fehlt die Rechen- und Grafikpower. Der Filmgenuss mit dem Fire 7 (2017) wird durch den schlechten Mono-Lautsprecher getrübt. All diese Dinge können natürlich mit dem Amazon-Tablet bewerkstelligt werden, sind aber mit deutlichen Kompromissen verbunden.  

Auch die Neuauflage des Amazon Fire 7 Tablets (Modelljahr 2017) wird wohl nur Nutzern mit sehr geringen Ansprüchen genügen. Amazon verpasst es leider, die technische Ausstattung des Vorgängers auf den aktuellen Stand des Jahres 2017 zu bringen, auch wenn der sehr günstige Preis immer noch für das Amazon-Gerät spricht. 

Amazon Fire 7 2017 - 10.07.2017 v6(old)
Marcus Herbrich

Gehäuse
73%
Tastatur
63 / 80 → 79%
Pointing Device
83%
Konnektivität
23 / 65 → 36%
Gewicht
87 / 40-88 → 97%
Akkulaufzeit
90%
Display
81%
Leistung Spiele
8 / 68 → 12%
Leistung Anwendungen
25 / 76 → 33%
Temperatur
88%
Lautstärke
100%
Audio
52 / 91 → 57%
Kamera
25 / 85 → 29%
Durchschnitt
61%
77%
Tablet - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

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Autor: Marcus Herbrich, 10.07.2017 (Update: 29.06.2018)
Marcus Herbrich
Marcus Herbrich - Editor
Meine große Leidenschaft liegt seit jeher in den mobilen Technologien, insbesondere Smartphones. Als Technikenthusiast ist die Halbwertszeit meiner Geräte nicht gerade hoch und aktuellste Hardware gerade einmal gut genug – Hersteller oder Betriebssystem spielt dabei eine untergeordnete Rolle, Hauptsache State-of-the-Art