Notebookcheck

Test Gigaset ME Pro Smartphone

Andreas Kilian, Tanja Hinum, 04.04.2016

Elektrisierend. Gigasets neues Spitzenmodell ME Pro möchte sich mit einem leistungsstarken Snapdragon-810-SoC, einem edlen Gehäuse sowie einem besonders großen 4.000-mAh-Akku einen Platz in der Smartphone-Oberklasse erkämpfen. Warum das Gerät nicht nur für Kribbeln im Bauch sorgte, zeigt unser Test.

Der Markenname Gigaset dürfte vielen aus dem Segment der DECT-Telefone ein Begriff sein, allerdings werden unter dem Label seit Kurzem auch Smartphones angeboten. Neben den mit einem 5-Zoll-Display bestückten Geräten ME Pure und ME (unser Test) gehört auch das mit einem 5,5-Zoll-Bildschirm ausgestattete Flaggschiff ME Pro zum noch recht überschaubaren Programm des Herstellers. Es ist lediglich in einer Ausstattungsvariante zu bekommen, die mit 32 GB internem Speicher, Dual-SIM-Fähigkeit sowie einem schwarzen Gehäuse für einen Preis von 549 Euro gelistet wird.

Das Smartphone tritt somit gegen andere Android-basierte High-End-Geräte wie die preislich höher positionierten Konkurrenten Samsung Galaxy S7 Edge und Sony Xperia Z5 Premium an, aber auch günstigere Modelle wie das OnePlus 2 sowie das mittlerweile deutlich im Preis gefallene LG G4 spielen in derselben Liga. Abseits des Android-Universums stellen zudem das iPhone 6S Plus sowie Microsofts Lumia 950 XL starke Gegner dar.

Gigaset ME Pro (ME Serie)
Hauptspeicher
3072 MB 
, LPDDR4
Bildschirm
5.5 Zoll 16:9, 1920 x 1080 Pixel 401 PPI, kapazitiver Touchscreen, IPS, spiegelnd: ja
Massenspeicher
32 GB eMMC Flash, 32 GB 
, 22.02 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, 1 Infrared, Audio Anschlüsse: 3,5-mm-Headset-Anschluss, Card Reader: microSD bis 128 GB, 1 Fingerprint Reader, Helligkeitssensor, Sensoren: UV Sensor, Pulsmesser, Pedometer, Gyroskop, Beschleunigungssensor, Kompass, Entfernungssensor, Screen Cast (Miracast), Wi-Fi Direct, Dual-SIM (2 x Nano-SIM oder 1 Nano-SIM + 1 microSD)
Netzwerk
802.11 a/b/g/n/ac (a/b/g/n/ac), Bluetooth 4.1, GSM (850/900/1800/1900 MHz), 3G (850/900/1900/2100), TD-SCDMA (2000/1900 MHz), FDD LTE (800/1800/2100/2600 MHz), TD-LTE (2600/1900/2300/2500 MHz), Cat.6 (max. 300 Mbit/s Download & 50 Mbit/s Upload). SAR Körper: 0.422 W/kg, SAR Kopf: 1.3 W/kg, Dual SIM, LTE, GPS
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 7.7 x 156 x 76
Akku
15.2 Wh, 4000 mAh Lithium-Ion, Telefonieren 2G (laut Hersteller): 40 h, Telefonieren 3G (laut Hersteller): 40 h, Standby 2G (laut Hersteller): 665 h
Betriebssystem
Android 5.1 Lollipop
Kamera
Primary Camera: 20 MPix (Autofokus f/2.2, 1080p-Video @ 30 fps), OIS, Dual-LED-Blitz
Secondary Camera: 8 MPix (Fixfokus f/2.0, 1080p-Video @ 30 fps)
Sonstiges
Lautsprecher: Mono-Lautsprecher unten, Tastatur: virtuell, Schnellladegerät, USB-Kabel (Typ-C auf Typ-A), In Ear Headset, Slot-Tool, OfficeSuite, Evernote, Gigaset elements, Security Center, 24 Monate Garantie, Lüfterlos
Gewicht
202 g, Netzteil: 87 g
Preis
549 EUR
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

Gehäuse

Vorder- und Rückseite des Gigaset ME Pro werden mit Gorilla Glass bedeckt, welches zum seitlichen Metallrahmen hin handschmeichelnd abgerundet wurde. Dass zwischen Front und Seitenflächen dennoch ein leichter Übergang zu spüren ist, liegt an einer dünnen Umrandung des Display-Glases. Durch die verwendeten Materialien fühlt sich das Gerät sehr hochwertig an, rutscht aufgrund der glatten Rückseite jedoch leicht von schrägen Ablageflächen. Gerade im Hinblick auf die ansonsten tadellose Qualität enttäuschte allerdings die Verarbeitung des Karten-Slots: Beim Testgerät war dessen äußere Metallabdeckung sehr wackelig befestigt, sodass sie selten bündig mit dem Gehäuserahmen abschloss und beim Einschieben des Kartenträgers häufig verkantete. Zudem zeigten sich bei unserem Testgerät trotz pfleglicher Behandlung bereits erste hauchfeine Kratzer auf der Glasrückseite. 

Mit einer von uns gemessenen Dicke von 8,1 Millimetern (Herstellerangabe 7,7 Millimeter), einer Höhe von 156 Millimetern sowie einer Breite von 76 Millimetern ähneln die Abmessungen des Testgeräts denen des Sony Xperia Z5 Premium. Zwar ist ein iPhone 6S Plus noch wenige Millimeter größer, dass es in der 5,5-Zoll-Klasse dennoch kompakter geht, zeigt insbesondere Samsungs neues Spitzemodell Galaxy S7 Edge. Auch bezüglich des Gewichts machen sich die hochwertige Bauweise sowie der große Akku bemerkbar: Mit 202 Gramm (Herstellerangabe 195 Gramm) ist das Testgerät im Vergleichsumfeld am schwersten.

Positiv wirkt sich diese Machart auf die Stabilität des Gehäuses aus. So zeigt es sich von Verwindungsversuchen oder punktuellem Druck auf die Rückseite unbeeindruckt, lediglich bei übermäßiger Krafteinwirkung auf das Display-Deckglas wird eine minimale Wellenbildung sichtbar – eine starke Vorstellung.

158.2 mm 77.9 mm 7.3 mm 192 g156 mm 76 mm 7.7 mm 202 g154.4 mm 76 mm 7.8 mm 181 g151.8 mm 74.9 mm 9.85 mm 178 g151.9 mm 78.4 mm 8.3 mm 165 g148.9 mm 76.1 mm 9.8 mm 155 g150.9 mm 72.6 mm 7.7 mm 157 g

Ausstattung

Hinsichtlich der Speicherausstattung unterscheidet sich das Testgerät nicht von seinem kleineren Bruder Gigaset ME: Neben 3 GB RAM hat das Gerät 32 GB eMMC-Speicher integriert, von dem ab Werk noch etwa 22 GB zur freien Verfügung stehen. Eine Speichererweiterung via microSD-Karten mit bis zu 128 GB Fassungsvermögen ist problemlos möglich, allerdings wurde keine App2SD-Funktion integriert. Auf den Einsatz einer Speicherkarte muss leider verzichtet werden, sobald man die Dual-SIM-Fähigkeit des Smartphones nutzen will. Gut ist jedoch, dass beide SIM-Slots die Datenübertragung via LTE unterstützen.

Neben dem üblichen 3,5-mm-Headset-Anschluss wurde ein moderner USB-Typ-C-Port integriert, dessen zugehöriger Stecker durch den spiegelsymmetrischen Aufbau auch um 180 Grad verdreht eingesteckt werden kann. Zwar befindet sich laut Hersteller-Homepage ein „USB 3.0 USB Typ-C Kabel“ mit im Lieferumfang, allerdings lag unserem Testgerät nur ein USB-2.0-fähiges USB-Typ-C-auf-USB-Typ-A-Kabel bei. Doch auch mit einem USB-3.0-fähigem Kabel wurde beim Kopieren des „Big Buck Bunny“-Testvideos auf einen Laptop mit USB-3.0-Anschluss und wieder zurück zum Smartphone maximal eine durchschnittliche Übertragungsrate von rund 24 MB/s erreicht, sodass von einem USB-2.0-Port auszugehen ist. Darüber hinaus wird USB-OTG nicht unterstützt.

Das Gigase ME Pro beherrscht sowohl Wifi Direct („WLAN Direct“) als auch die Bildausgabe via Miracast. DLNA-Medienstreaming funktioniert hingegen nicht. Auch ein NFC-Modul fehlt dem Smartphone.

Die integrierte Benachrichtigungs-LED stellt laut Hersteller nur zwei Farben dar (rot und grün) und ließ sich auch mit zusätzlichen Apps nicht zur Anzeige einer anderen Farbe überreden. Positiv ist hingegen die umfangreiche Ausstattung mit Sensoren: Neben dem rückseitigen Fingerabdrucksensor sind darüber hinaus ein Pulsmesser (links neben der Hauptkamera), ein UV-Sensor sowie ein Infrarotsender bzw. -empfänger samt zugehöriger App zur Steuerung von Geräten wie Fernsehern, Bluray-Playern und Hifi-Systemen integriert.

linke Seite: Lautstärkewippe
linke Seite: Lautstärkewippe
rechte Seite: Power Button, Karten-Slot
rechte Seite: Power Button, Karten-Slot
oben: 3,5-mm-Headset-Anschluss, Mikrofon, Infrarot-Port
oben: 3,5-mm-Headset-Anschluss, Mikrofon, Infrarot-Port
unten: Lautsprecher, USB-Typ-C-Anschluss, Mikrofon
unten: Lautsprecher, USB-Typ-C-Anschluss, Mikrofon

Software

Als Betriebssystem war beim Testgerät Android 5.1.1 installiert, das durch die Benutzeroberfläche Gigaset UI in einigen Punkten modifiziert wurde. So gibt es – wie beispielsweise auch von Huawei Smartphones bekannt – keinen App Drawer mehr: Installierte Programme landen direkt auf dem Homescreen und können dort in Ordnern gruppiert werden. Darüber hinaus ergänzt der Hersteller das System durch eine „Power Saver“- sowie eine „Sicherheits“-App. Erstere dient zum Aktivieren diverser Energiesparmechanismen wie beispielsweise dem automatischen Beenden von Hintergrundprozessen, während letztere unter anderem einen Virenscanner beinhaltet und der Einschränkung von App-Berechtigungen dient. 

Der optisch recht stimmigen Benutzeroberfläche fehlt es im Detail jedoch gelegentlich an Feinschliff: So sind beispielsweise die Spaltenüberschriften in der App-Berechtigungsverwaltung nur unkomfortabel zu lesen, da sie aufgrund des schmalen Spaltendesigns nie vollständig sichtbar sind. Zudem war es nicht möglich, den Ton bei der Anfertigung von Screenshots sowie den Jingle beim Systemstart zu deaktivieren. 

Positiv fiel die geringe Anzahl von ab Werk vorinstallierten Nicht-System-Apps auf: Hier findet man lediglich Amazons Kindle App, Evernote sowie die Gigaset-Elements-App, die zur Steuerung von Smart-Home-Produkten dient. Alle drei lassen sich bei Bedarf vom Gerät entfernen.

Lock Screen
Home Screen
installierte Apps
installierte Apps
Schnelleinstellungen
Ansicht der zuletzt geöffneten Apps
Software-Version
Berechtigungsmanager
Stagefright Detector

Kommunikation & GPS 

GPS in einem Wohnraum
GPS in einem Wohnraum
GPS in einem Supermarkt
GPS in einem Supermarkt
GPS im Freien
GPS im Freien

Mit WLAN-Netzen verbindet sich das Gigaset ME Pro sowohl im 2,4- als auch im 5-GHz-Frequenzband. Dabei sind dank aktuellem AC-Standard und MiMo-Technik Brutto-Datenraten von bis zu 866 Mbit/s möglich. Im Test mit einem Asus RT-AC56U-Router konnten diese Werte in der Nähe des Gerätes zwar erreicht werden, allerdings stellten wir fest, dass das Smartphone bei zunehmender Entfernung früher als viele Konkurrenten das Funksignal verlor. Ein ähnliches Verhalten attestierten wir auch schon dem kleineren Schwestermodell Gigaset ME. Für die drahtlose Nahfeldkommunikation steht Bluetooth 4.1 zur Verfügung, ein NFC-Modul ist hingegen nicht integriert. Mit Mobilfunknetzen verbindet sich das Testgerät dank einer Vielzahl unterstützter Standards spielerisch, sodass im städtischen Umfeld keine Empfangsprobleme festzustellen waren. Maximal gelingt dem Smartphone die Datenübertragung mit 300 Mbit/s beim Download bzw. 50 Mbit/s beim Upload (LTE Cat.6). 

Das integrierte GPS-Modul, das auch die Satellitennetzwerke Glonass und Beidou unterstützt, findet im Freien sehr schnell die aktuelle Position. Aber auch in vielen Innenbereichen – wie beispielsweise in einem eingeschossigen Supermarkt – litt der Empfang im Test kaum. Lediglich in einer Wohnung im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses mit insgesamt 4 Etagen war keine Ortung mehr möglich, wobei auch hier eine Vielzahl von Satelliten empfangen wurde. Ob sich diese guten Resultate auch bei einem längeren Praxistest bestätigen, soll ein Vergleich zwischen dem Testgerät sowie dem GPS-Fahrradcomputer Garmin Edge 500 zeigen. Hierbei fällt vor allem auf, dass das Smartphone deutlich seltener seine Position bestimmt und so zur Aufzeichnung von Abkürzungen neigt, beispielsweise im Bereich der Bahnunterführung oder dem Wendepunkt. Da sich die von beiden Geräten ermittelten Streckenlängen jedoch um weniger als ein Prozent unterscheiden und sich das Smartphone keine groben Ausreißer leistete, sollte es sich problemlos für Navigationszwecke eignen.

Garmin Edge 500 - Streckenverlauf
Garmin Edge 500 - Streckenverlauf
Garmin Edge 500 - Unterführung
Garmin Edge 500 - Unterführung
Garmin Edge 500 - Wendepunkt
Garmin Edge 500 - Wendepunkt
Gigaset ME Pro - Streckenverlauf
Gigaset ME Pro - Streckenverlauf
Gigaset ME Pro - Unterführung
Gigaset ME Pro - Unterführung
Gigaset ME Pro - Wendepunkt
Gigaset ME Pro - Wendepunkt

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Telefon-App: Ziffernblock
Telefon-App: Ziffernblock
Telefon-App: verpasste Anrufe
Telefon-App: verpasste Anrufe

Die Telefon-App des Gigaset ME Pro unterscheidet sich hinsichtlich ihres Funktionsumfangs nur geringfügig von ihrem Stock-Android-Pendant, wurde aber optisch an die restliche Benutzeroberfläche angepasst. So beherrscht die App Features wie Favoriten, Anruflisten, direkten Zugriff auf das Telefonbuch sowie die Einblendung eines Ziffernblocks. Zudem kann nach Namen und Telefonnummern gesucht werden.

Wie auch beim kleineren Schwestermodell Gigaset ME konnte uns die Gesprächsqualität bei Telefonaten mit dem Ohrhörer leider nicht überzeugen. Das Smartphone bietet hierfür keinen gewöhnlichen, offenen Lautsprecher, Töne werden stattdessen durch eine sogenannte „Surface Conduction“ direkt über die vibrierende Glasoberfläche ans Gehör weitergeleitet. Hierdurch variiert die Lautstärke wie auch der Klang des Ohrhörers je nach Position des Smartphones am Ohr des Nutzers stark. Zudem wirkte die Stimme des Gegenübers recht unnatürlich und abgehackt. Dass auch die beiden verbauten Mikrofone nicht zu den besten ihrer Art gehören, zeigte der blecherne Klang des Gigaset-Users auf der Gegenseite.

Nutzt man den konventionellen Freisprecher, hört sich der Gesprächspartner hingegen deutlich besser an. Die Gegenseite beschwerte sich allerdings über einen eher dumpfen Klang, außerdem kam es zu Störgeräuschen wie Echos, sobald beide Gesprächsteilnehmer gleichzeitig sprachen.

Die beste Telefonie-Lösung stellt das mitgelieferte Headset dar, welches die natürlichste Tonwiedergabe zu bieten hat. Allerdings konnte auch hier das Mikrofon nicht überzeugen.

Kameras & Multimedia

Frontkamera - Wohnraum mit Kunstlicht (Klick für Original)
Frontkamera - Wohnraum mit Kunstlicht (Klick für Original)
Hauptkamera - Wohnraum mit Kunstlicht (Klick für Original)
Hauptkamera - Wohnraum mit Kunstlicht (Klick für Original)

Die Hauptkamera des Gigaset ME Pro bietet laut Hersteller eine Auflösung von 20 Megapixeln sowie eine Blendenöffnung von f/2.2. Da die Bildauflösung jedoch 5.344 x 4.008 Pixel beträgt und gemäß Datenblatt ein Sony-IMX-230-Sensor mit optischer Bildstabilisierung verbaut wurde, handelt es sich sogar um eine 21-Megapixel-Kamera. Licht ins Dunkel soll ein zweifarbiger LED-Blitz bringen. Durch die hohe Auflösung sind vor allem in hellen Umgebungen tolle Aufnahmen möglich, die subjektiv mit natürlicher Farbwiedergabe und ordentlicher Schärfe punkten – auch im Vergleich mit der Konkurrenz liefert das Gigaset ME Pro eine gute Vorstellung ab. Kritisieren könnte man höchstens die etwas verwaschene Wiedergabe feinster Details, die allerdings zumeist erst bei stärkerer Vergrößerung sichtbar wird. Auch in Innenräumen schlägt sich die Kamera ordentlich, erst bei sehr geringer Umgebungshelligkeit steigt das Bildrauschen übermäßig an, wobei der Einsatz des LED-Blitzes hier oftmals für Abhilfe sorgen kann.

Die vorderseitig positionierte Webcam löst mit 8 Megapixeln auf und besitzt eine Blendenöffnung von f/2.0. Für eine Frontkamera ist die Bildqualität sehr gut, insbesondere bei Tageslicht erzeugt sie scharfe und detailreiche Aufnahmen. Auch in mäßig beleuchteten Innenräumen ist die Bildqualität noch brauchbar, obwohl hier das ein oder andere Foto verwackelte. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn auch der Hintergrund des Selfies gut erkennbar sein soll, denn alle Gegenstände die weiter als rund einen Meter vom Objektiv entfernt sind, werden mit steigender Distanz zunehmend unscharf aufgenommen. Allerdings sorgt diese Eigenschaft zugleich für eine optisch ansprechende Trennung von Vorder- und Hintergrund eines Motivs.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3

Videos zeichnet die Hauptkamera maximal in einer recht exotischen „2K-Auflösung“ (2.048 x 1.080 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde auf, wahlweise kann hier aber auch auf die verbreitete Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) zurückgegriffen werden. Im Gegensatz zu den Fotografien kann die Video-Funktion kaum überzeugen: Trotz nominell hoher Auflösung wirken die Aufnahmen etwas detailarm, zudem neigt der Autofokus nach Kameraschwenks zum „Pumpen“, was die Bildqualität zusätzlich schmälert. Allenfalls die recht flüssige Wiedergabe ist positiv zu bemerken. Zum eher mäßigen Eindruck passt auch die schlechte Tonspur: Eingefangene Windgeräusche klingen als wäre man gerade auf Tauchgang in einem Schwimmbad, auch Stimmen werden unnatürlich verzerrt aufgezeichnet. 

Die Full-HD-Videos der Webcam hinterlassen hinsichtlich der Bildqualität einen etwas besseren Eindruck, wenngleich – wie schon bei den Fotos – der Schärfebereich auf die nähere Umgebung des Smartphones beschränkt ist. Der aufgenommene Ton bleibt hingegen künstlich und verzerrt.

Die Kamera-App bietet Modi für Zeitraffer- sowie Zeitlupenaufnahmen, im Foto-Modus steht zudem eine Schwenkpanorama-Funktion zur Verfügung. Die Bedienung der App geht jedoch nicht immer spielerisch von der Hand: So ist beispielsweise der Auslöser relativ klein geraten und sehr nah bei der Home-Taste positioniert, sodass Fehleingaben leicht möglich sind. Auch ist es schade, dass aus dem Foto-Modus heraus kein Video aufgenommen werden kann – die eingeblendete Video-Taste startet keine Aufzeichnung, sondern wechselt lediglich in den Video-Modus. Des Weiteren störte uns, dass – abseits des Lautlos-Modus – der Bestätigungston beim Starten von Videoaufnahmen in der Tonspur zu hören war. Möchte man ein Panorama-Foto erstellen, wird die aktuelle Lautstärke-Einstellung sogar völlig ignoriert, was zu unliebsamen Überraschungen beim Fotografieren in ruhigen Umgebungen führen kann.

Kamera-App: Foto
Kamera-App: Foto
Kamera-App: Video
Kamera-App: Video
ColorChecker-Farben abfotografiert. In der unteren Hälfte jedes Patches ist jeweils die Originalfarbe abgebildet.
ColorChecker-Farben abfotografiert. In der unteren Hälfte jedes Patches ist jeweils die Originalfarbe abgebildet.

Farbtreue und Schärfe

Um die Farbtreue der Gigaset-ME-Pro-Hauptkamera zu testen, vergleichen wir ein unter kontrollierten Lichtbedingungen entstandenes Foto des X-Rite ColorChecker Passport mit den tatsächlichen Referenzfarben. Es findet keine Nachbearbeitung der Aufnahme – wie z. B. ein manueller Weißabgleich – statt. 

Das Gigaset ME Pro zeigt hier deutlich die Tendenz, Farben aufzuhellen und teils stärker zu sättigen. Bei den Graustufen verwischen hingegen die Unterschiede: Helle Testflächen werden zu dunkel wiedergegeben, dunkle zu hell. 

Zur Beurteilung der Bildschärfe fotografieren wir unter definiertem Kunstlicht unseren Testchart formatfüllend ab. Hier zeigt sich erneut, dass dunkle Bildbereiche sichtbar aufgehellt werden, was mit Artefaktbildung einhergeht und für uneinheitlich gefärbte Flächen sorgt. Das Auflösungsvermögen des Kamera-Sensors ist hingegen recht hoch, auch wenn beispielsweise Sonys Xperia Z5 Premium in dieser Disziplin noch sichtbar mehr zu bieten hat.

Gigaset ME Pro: Ausschnitt des Testbilds
Gigaset ME Pro
Sony Xperia Z5 Premium: Ausschnitt des Testcharts
Sony Xperia Z5 Premium
Samsung Galaxy S7 Edge: Ausschnitt des Testbilds
Samsung Galaxy S7 Edge
Microsoft Lumia 950 XL: Ausschnitt des Testbilds
Microsoft Lumia 950 XL
Apple iPhone 6S Plus: Ausschnitt des Testbilds
Apple iPhone 6S Plus
Gigaset ME Pro: Testbild
Gigaset ME Pro: Testbild

Zubehör

Gigaset verpackt sein Top-Smartphone in einer hübsch gestalteten Kunststoff-Box mit Magnetverschluss, sodass bereits beim ersten „Kennenlernen“ ein positiver Eindruck entsteht. Im Lieferumfang befinden sich neben den obligatorischen Broschüren (Kurzanleitung, Garantieinformationen, Sicherheitsbestimmungen) ein mit Metallelementen versehenes In-Ear-Headset mit sechs verschieden großen Ohrpolstern, ein Schnelladegerät samt Flachbandkabel sowie ein mit einer Gummi-Ummantelung geschütztes Slot-Werkzeug.

Gegen Aufpreis kann über die Hersteller-Homepage eine für das ME Pro angefertigte Polycarbonat-Schutzhülle für 11,99 Euro sowie ein passendes Leder-Etui für 29,99 Euro erworben werden. 

Garantie

Gigaset gewährt auf die Funktionsfähigkeit des Smartphones eine 24-monatige Garantie, wobei für Akku, Netzteil (jeweils 6 Monate) sowie Ohrhörer (3 Monate) reduzierte Fristen gelten.

Eingabegeräte & Bedienung

Die physischen Tasten des Gigaset ME Pro sind aus Metall gefertigt und bieten einen gut erfühlbaren, nicht zu festen Druckpunkt. Allerdings sitzt der Power Button mit etwas Spiel in seiner Einfassung, sodass er beim Bewegen des Telefons zum Klappern neigt.

Für die Eingabe von Texten stellt das Gigaset Me Pro standardmäßig die Tastatur-App „Swift Key“ zur Verfügung, die fest ins System integriert ist. Wer will, kann aber auch zur Standard-Android-Tastatur wechseln. Die voreingestellte Variante überzeugt jedoch mit vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten sowie einer optischen Anpassbarkeit durch Themes. 

Der mit Gorilla Glass geschützte Touchscreen verrichtete seine Arbeit zwar meist zufriedenstellend, allerdings gab es bei unserem Testgerät Probleme, sobald das mitgelieferte Netzteil angeschlossen wurde. Ein zuverlässiges Erkennen von Berührungen war dann nur noch möglich, wenn zugleich der metallene Gehäuserahmen berührt wurde – andernfalls wurden die meisten Eingaben fehlerhaft oder überhaupt nicht registriert. Dass an diesem Phänomen eine elektrische Störquelle beteiligt sein könnte, lässt ein leichtes Kribbeln vermuten, welches an den Berührungspunkten zwischen Hand und Metallrahmen bei aktivem Ladevorgang spürbar war. Eine Nachfrage bei Gigaset ergab, dass es sich hierbei um einen Einzelfall handeln dürfte, dessen Ursache im Anschluss an den Test noch genauer untersucht werden soll.

Mit dem integrierten Fingerabdruckleser kann das Smartphone zuverlässig aus dem Standby-Betrieb heraus entsperrt werden, wobei dies subjektiv bei manchem Konkurrenzgerät noch ein bisschen flotter gelingt. Zudem wäre es für eine möglichst treffsichere Bedienung praktisch gewesen, wenn sich der Sensor noch etwas besser ertasten ließe.

In Anbetracht der verbauten Oberklasse-Hardware enttäuschte zudem ab und an die gefühlte Performance des Testgeräts: So reagierte das System bei laufenden Hintergrundprozessen – wie beispielsweise App-Updates – zum Teil spürbar verzögert, aber auch beim Schließen von Programmen waren gelegentlich merkbare Wartezeiten vorhanden.

Tastatur horizontal
Tastatur horizontal
Tastatur vertikal
Tastatur vertikal

Display

Subpixel-Anordnung
Subpixel-Anordnung

Das Gigaset ME Pro besitzt ein 5,5-Zoll-IPS-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Die daraus resultierende Pixeldichte von 401 ppi liegt zwar am unteren Ende des Konkurrenz-Umfeldes – das Sony Xperia Z5 Premium hat beispielsweise das Doppelte zu bieten –, dennoch können mit bloßem Auge keinerlei Pixelstrukturen mehr erkannt werden. 

Beim Anzeigen eines weißen Vollbildes erreicht das Testgerät in der Displaymitte eine Helligkeit von 424 cd/m² und ordnet sich damit unterhalb der meisten Vergleichsgeräte ein. Messen wir erneut bei einer gleichmäßigen Verteilung von hellen und dunklen Flächen auf dem Display (Average Picture Level / APL 50), ändern sich unsere Ergebnisse kaum, allerdings fällt die Maximalhelligkeit bei aktivem Lichtsensor mit 407 cd/m² geringfügig niedriger als bei manueller Regelung aus. Dank des niedrigen Schwarzwerts von nur 0,21 cd/m² erreicht das Gigaset ME Pro einen hervorragenden Kontrast von 2.019:1 – abseits der konkurrierenden AMOLED-Displays ein absoluter Spitzenwert. Positiv ist zudem, dass das Smartphone die Displayhelligkeit nicht via PWM reguliert.

416
cd/m²
421
cd/m²
395
cd/m²
420
cd/m²
424
cd/m²
385
cd/m²
418
cd/m²
416
cd/m²
389
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 424 cd/m² Durchschnitt: 409.3 cd/m² Minimum: 6.15 cd/m²
Ausleuchtung: 91 %
Helligkeit Akku: 424 cd/m²
Kontrast: 2019:1 (Schwarzwert: 0.21 cd/m²)
ΔE Color 6.32 | 0.6-29.43 Ø6.1
ΔE Greyscale 6.35 | 0.64-98 Ø6.3
Gamma: 2.76
Gigaset ME Pro
1920x1080 px 5.5'' (IPS)
OnePlus 2
1920x1080 px 5.5'' (IPS)
Sony Xperia Z5 Premium
3840x2160 px 5.5'' (IPS)
LG G4
2560x1440 px 5.5'' (IPS)
Samsung Galaxy S7 Edge
2560x1440 px 5.5'' (AMOLED)
Microsoft Lumia 950 XL
2560x1440 px 5.7'' (AMOLED)
Apple iPhone 6S Plus
1920x1080 px 5.5'' (IPS)
Bildschirm
3%
-34%
-14%
48%
19%
0%
Helligkeit Bildmitte
424
451
6%
560
32%
566
33%
554
31%
297
-30%
583
38%
Brightness
409
446
9%
541
32%
536
31%
552
35%
297
-27%
560
37%
Brightness Distribution
91
90
-1%
85
-7%
90
-1%
96
5%
93
2%
91
0%
Schwarzwert *
0.21
0.3
-43%
0.45
-114%
0.47
-124%
0.46
-119%
Kontrast
2019
1503
-26%
1244
-38%
1204
-40%
1267
-37%
DeltaE Colorchecker *
6.32
3.84
39%
9.19
-45%
6.17
2%
1.59
75%
2.67
58%
3.55
44%
Colorchecker DeltaE2000 max. *
8.98
15.01
-67%
2.56
71%
3.98
56%
DeltaE Graustufen *
6.35
3.97
37%
10.58
-67%
6.26
1%
2.01
68%
2.81
56%
3.88
39%
Gamma
2.76 80%
2.46 89%
2.7 81%
2.48 89%
2.01 109%
2.08 106%
2.2 100%
CCT
7664 85%
7283 89%
9760 67%
8171 80%
6321 103%
6379 102%
7280 89%
Farbraum (Prozent von AdobeRGB 1998)
58.07
73.19
65.48
82.12
66.31
59.05
Color Space (Percent of sRGB)
90.14
98.63
99.98
99.79
92.8

* ... kleinere Werte sind besser

Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)

Eine günstige Methode um die Helligkeit eines Bildschirms zu steuern, ist die Beleuchtung periodisch ein- und auszuschalten. Dies nennt sich PWM (Pulsweitenmodulation) Diese Umschaltung sollte mit einer hohen Frequenz stattfinden damit das menschliche Auge kein Flimmern wahrnimmt. Wenn die Frequenz zu niedrig ist, kann dies zu Ermüdungserscheinungen, Augenbrennen, Kopfweh und auch sichtbaren Flackern führen.
Flackern / PWM nicht festgestellt

Im Vergleich: 51 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 9447 (Minimum 43, Maximum 142900) Hz.

Reaktionszeiten (Response Times) des Displays

Die Reaktionszeiten (Response Times) beschreiben wie schnell zwischen zwei Farben eines Pixels umgeschaltet werden kann. Langsame Response Times können zu einer verschwommenen Darstellung, Schlieren und Geisterbilder führen. Besonders bei schnellen 3D-Spielen sind kurze Umschaltzeiten wichtig.
       Reaktionszeiten Schwarz zu Weiss
30 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 7 ms steigend
↘ 23 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.8 (Minimum) zu 240 (Maximum) ms. » 73 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten schlechter als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (25.2 ms).
       Reaktionszeiten 50% Grau zu 80% Grau
36 ms ... steigend ↗ und fallend ↘ kombiniert↗ 14 ms steigend
↘ 22 ms fallend
Die gemessenen Reaktionszeiten sind langsam und dadurch für viele Spieler wahrscheinlich zu langsam.
Im Vergleich rangierten die bei uns getesteten Geräte von 0.9 (Minimum) zu 636 (Maximum) ms. » 29 % aller Screens waren schneller als der getestete.
Daher sind die gemessenen Reaktionszeiten besser als der Durchschnitt aller vermessenen Geräte (40.2 ms).

Der Bildschirm des Gigaset ME Pro weißt durchschnittliche DeltaE-Abweichungen zum sRGB-Farbraum von 6,32 (Mischfarben) bzw. 6,35 (Graustufen) auf. Damit liegen die Werte deutlich oberhalb des Idealbereichs (DeltaE < 3) und auch die meisten Oberklasse-Konkurrenten können hier mit einer höheren Farbgenauigkeit punkten. Dass es aber auch weitaus schlechter geht, zeigt das Sony Xperia Z5 Premium, bei dem wir eine wesentlich höhere DeltaE-Abweichung festgestellt haben. Die Farbtemperatur des Testgeräte-Bildschirms ist mit 7.664 K (Idealwert: 6.500 K) allerdings zu kühl und auch der Gamma-Wert fällt mit 2,76 zu hoch aus (Idealwert: 2,2). 

Mischfarben (sRGB)
Mischfarben (sRGB)
Graustufen (sRGB)
Graustufen (sRGB)
Farbsättigung (sRGB)
Farbsättigung (sRGB)
Farbraum (sRGB)
Farbraum (sRGB)

Beim Einsatz im Freien genügt die Displayhelligkeit für das problemlose Ablesen des Bildschirms im Schatten oder bei bedecktem Himmel. Aber auch bei direktem Sonnenlichteinfall ist zumindest Text dank des hohen Bildkontrasts noch gut erkennbar.

Display in direktem Sonnenlicht mit Spiegelung
Display in direktem Sonnenlicht mit Spiegelung
Display im Schatten
Display im Schatten
Display in direktem Sonnenlicht
Display in direktem Sonnenlicht

Die Blickwinkelstabilität des verwendeten IPS-Panels fällt sehr gut aus. Bauartbedingt treten keine Invertierungen auf, allerdings wird eine Helligkeitsabnahme beim seitlichen Betrachten des Bildschirms deutlich. Bei bestimmten flachen Betrachtungswinkeln wird zudem ein leichter IPS-Glow-Effekt (Aufhellung dunkler Bildbereiche) sichtbar.

Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Während seit Kurzem erste Geräte mit Qualcomms neuem High-End-SoC Snapdragon 820 ausgerüstet werden, arbeitet im Gigaset ME Pro noch dessen Vorgänger Snapdragon 810, der in vielen High-End-Modellen des Jahrgangs 2015 steckt. Der Octacore-Prozessor verfügt dabei über vier besonders performante Cortex-A57-Kerne, die mit bis zu 1,8 GHz takten, sowie vier sparsame Cortex-A53-Kerne. Mit an Bord sind zudem 3 GB Arbeitsspeicher. Für die Grafikausgabe ist eine Adreno-430-GPU zuständig.

Da sich das Testgerät gegen die Spitzenmodelle der anderen Hersteller behaupten muss, reiht es sich bei den Grafikbenchmarks zumeist im unteren Mittelfeld ein. Nicht besser sieht es bei den Tests von PCMark sowie Basemark OS II aus: Auch hier findet sich das Gigaset ME Pro durchweg auf den hinteren Plätzen wieder. 

PCMark for Android - Work performance score (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
4503 Points ∼23%
OnePlus 2
4282 Points ∼22% -5%
Sony Xperia Z5 Premium
5094 Points ∼26% +13%
LG G4
4579 Points ∼23% +2%
Samsung Galaxy S7 Edge
4660 Points ∼24% +3%
AnTuTu v6 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
71668 Points ∼25%
OnePlus 2
65936 Points ∼23% -8%
Sony Xperia Z5 Premium
78324 Points ∼28% +9%
Samsung Galaxy S7 Edge
128749 Points ∼45% +80%
Microsoft Lumia 950 XL
94122 Points ∼33% +31%
Apple iPhone 6S Plus
133626 Points ∼47% +86%
BaseMark OS II
Web (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
852 Points ∼42%
OnePlus 2
923 Points ∼45% +8%
Sony Xperia Z5 Premium
986 Points ∼48% +16%
LG G4
881 Points ∼43% +3%
Samsung Galaxy S7 Edge
994 Points ∼49% +17%
Microsoft Lumia 950 XL
837 Points ∼41% -2%
Apple iPhone 6S Plus
1199 Points ∼59% +41%
Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
2951 Points ∼10%
OnePlus 2
2631 Points ∼9% -11%
Sony Xperia Z5 Premium
3137 Points ∼11% +6%
LG G4
1995 Points ∼7% -32%
Samsung Galaxy S7 Edge
2203 Points ∼8% -25%
Microsoft Lumia 950 XL
2040 Points ∼7% -31%
Apple iPhone 6S Plus
4299 Points ∼15% +46%
Memory (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
804 Points ∼11%
OnePlus 2
1297 Points ∼17% +61%
Sony Xperia Z5 Premium
876 Points ∼12% +9%
LG G4
1558 Points ∼21% +94%
Samsung Galaxy S7 Edge
2072 Points ∼28% +158%
Microsoft Lumia 950 XL
1945 Points ∼26% +142%
Apple iPhone 6S Plus
1124 Points ∼15% +40%
System (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
2046 Points ∼12%
OnePlus 2
2536 Points ∼15% +24%
Sony Xperia Z5 Premium
2737 Points ∼17% +34%
LG G4
2368 Points ∼14% +16%
Samsung Galaxy S7 Edge
4080 Points ∼25% +99%
Microsoft Lumia 950 XL
1386 Points ∼8% -32%
Apple iPhone 6S Plus
3925 Points ∼24% +92%
Overall (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
1426 Points ∼17%
OnePlus 2
1681 Points ∼20% +18%
Sony Xperia Z5 Premium
1649 Points ∼20% +16%
LG G4
1596 Points ∼19% +12%
Samsung Galaxy S7 Edge
2074 Points ∼25% +45%
Microsoft Lumia 950 XL
1465 Points ∼17% +3%
Apple iPhone 6S Plus
2206 Points ∼26% +55%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
51 fps ∼0%
OnePlus 2
48 fps ∼0% -6%
Sony Xperia Z5 Premium
56 fps ∼0% +10%
LG G4
33.7 fps ∼0% -34%
Samsung Galaxy S7 Edge
81 fps ∼1% +59%
Microsoft Lumia 950 XL
27.11 fps ∼0% -47%
Apple iPhone 6S Plus
78.9 fps ∼1% +55%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
51 fps ∼2%
OnePlus 2
47 fps ∼1% -8%
Sony Xperia Z5 Premium
52 fps ∼2% +2%
LG G4
24.9 fps ∼1% -51%
Samsung Galaxy S7 Edge
51 fps ∼2% 0%
Microsoft Lumia 950 XL
18.75 fps ∼1% -63%
Apple iPhone 6S Plus
59 fps ∼2% +16%
GFXBench 3.0
off screen Manhattan Offscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
24 fps ∼4%
OnePlus 2
23 fps ∼4% -4%
Sony Xperia Z5 Premium
25 fps ∼5% +4%
LG G4
15 fps ∼3% -37%
Samsung Galaxy S7 Edge
38 fps ∼7% +58%
Microsoft Lumia 950 XL
17.54 fps ∼3% -27%
Apple iPhone 6S Plus
38.4 fps ∼7% +60%
on screen Manhattan Onscreen OGL (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
25 fps ∼7%
OnePlus 2
23 fps ∼6% -8%
Sony Xperia Z5 Premium
27 fps ∼7% +8%
LG G4
9.5 fps ∼3% -62%
Samsung Galaxy S7 Edge
27 fps ∼7% +8%
Microsoft Lumia 950 XL
11.81 fps ∼3% -53%
Apple iPhone 6S Plus
38.4 fps ∼11% +54%
GFXBench 3.1
off screen Manhattan ES 3.1 Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
17 fps ∼0%
OnePlus 2
19 fps ∼0% +12%
Sony Xperia Z5 Premium
18 fps ∼0% +6%
LG G4
10 fps ∼0% -41%
Samsung Galaxy S7 Edge
28 fps ∼1% +65%
Apple iPhone 6S Plus
28 fps ∼1% +65%
on screen Manhattan ES 3.1 Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
18 fps ∼1%
OnePlus 2
19 fps ∼1% +6%
Sony Xperia Z5 Premium
19 fps ∼1% +6%
LG G4
5.7 fps ∼0% -68%
Samsung Galaxy S7 Edge
15 fps ∼0% -17%
Apple iPhone 6S Plus
28 fps ∼1% +56%
GFXBench
off screen Car Chase Offscreen (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
5.2 fps ∼1%
OnePlus 2
11 fps ∼3% +112%
Sony Xperia Z5 Premium
5.8 fps ∼1% +12%
Samsung Galaxy S7 Edge
15 fps ∼4% +188%
on screen Car Chase Onscreen (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
5.5 fps ∼3%
OnePlus 2
11 fps ∼6% +100%
Sony Xperia Z5 Premium
6.1 fps ∼4% +11%
Samsung Galaxy S7 Edge
7.9 fps ∼5% +44%
3DMark
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Physics (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
1482 Points ∼34%
OnePlus 2
1517 Points ∼35% +2%
Sony Xperia Z5 Premium
1402 Points ∼32% -5%
LG G4
1216 Points ∼28% -18%
Samsung Galaxy S7 Edge
2121 (min: 1594) Points ∼49% +43%
Apple iPhone 6S Plus
1676 Points ∼39% +13%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) Graphics (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
997 Points ∼16%
OnePlus 2
846 Points ∼13% -15%
Sony Xperia Z5 Premium
1074 Points ∼17% +8%
LG G4
440 Points ∼7% -56%
Samsung Galaxy S7 Edge
2229 (min: 2043) Points ∼35% +124%
Apple iPhone 6S Plus
2601 Points ∼41% +161%
2560x1440 Sling Shot Extreme (ES 3.1) (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
1075 Points ∼19%
OnePlus 2
938 Points ∼16% -13%
Sony Xperia Z5 Premium
1132 Points ∼20% +5%
LG G4
513 Points ∼9% -52%
Samsung Galaxy S7 Edge
2204 (min: 1923) Points ∼38% +105%
Apple iPhone 6S Plus
2318 Points ∼40% +116%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Physics (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
10884 Points ∼13%
OnePlus 2
10985 Points ∼13% +1%
Sony Xperia Z5 Premium
12852 Points ∼15% +18%
LG G4
11178 Points ∼13% +3%
Samsung Galaxy S7 Edge
19610 Points ∼23% +80%
Apple iPhone 6S Plus
12854 Points ∼15% +18%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Graphics Score (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
24558 Points ∼5%
OnePlus 2
31858 Points ∼6% +30%
Sony Xperia Z5 Premium
37725 Points ∼7% +54%
LG G4
23390 Points ∼4% -5%
Samsung Galaxy S7 Edge
33031 Points ∼6% +35%
Apple iPhone 6S Plus
41615 Points ∼8% +69%
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
19198 Points ∼8%
OnePlus 2
22400 Points ∼10% +17%
Sony Xperia Z5 Premium
26380 Points ∼11% +37%
LG G4
18821 Points ∼8% -2%
Samsung Galaxy S7 Edge
28671 Points ∼12% +49%
Apple iPhone 6S Plus
27795 Points ∼12% +45%

Legende

 
Gigaset ME Pro Qualcomm Snapdragon 810 MSM8994, Qualcomm Adreno 430, 32 GB eMMC Flash
 
OnePlus 2 Qualcomm Snapdragon 810 MSM8994, Qualcomm Adreno 430, 64 GB eMMC Flash
 
Sony Xperia Z5 Premium Qualcomm Snapdragon 810 MSM8994, Qualcomm Adreno 430, 32 GB eMMC Flash
 
LG G4 Qualcomm Snapdragon 808 MSM8992, Qualcomm Adreno 418, 32 GB eMMC Flash
 
Samsung Galaxy S7 Edge Samsung Exynos 8890 Octa, ARM Mali-T880 MP12, 32 GB UFS 2.0 Flash
 
Microsoft Lumia 950 XL Qualcomm Snapdragon 810 MSM8994, Qualcomm Adreno 430, 32 GB eMMC Flash
 
Apple iPhone 6S Plus Apple A9, Apple A9 / PowerVR GT7600, Apple AP0064K (iPhone NVMe)

Bei den Browsertests Octane V2, Mozilla Kraken sowie WebXPRT 2015 landet das Testgerät erneut im Mittelfeld, während es beim JetStream-Benchmark sogar das Schlusslicht bildet. Andere Geräte mit Snapdragon-810-SoC – wie beispielsweise das Sony Xperia Z5 Premium – liegen hier um bis zu 30 Prozent in Führung.

Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
8147 Points ∼16%
OnePlus 2
6955 Points ∼13%
Sony Xperia Z5 Premium
8851 Points ∼17%
LG G4
7832 (min: 6791) Points ∼15%
Samsung Galaxy S7 Edge
13191 Points ∼25%
Microsoft Lumia 950 XL
8059 Points ∼15%
Apple iPhone 6S Plus
15967 Points ∼30%
Mozilla Kraken 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
4571 ms * ∼8%
OnePlus 2
6585.3 ms * ∼11%
Sony Xperia Z5 Premium
4377.1 ms * ∼7%
LG G4
4770.8 ms * ∼8%
Samsung Galaxy S7 Edge
2564.1 ms * ∼4%
Microsoft Lumia 950 XL
5552.9 ms * ∼9%
Apple iPhone 6S Plus
1743 ms * ∼3%
WebXPRT 2015 - Overall Score (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
89 Points ∼11%
OnePlus 2
80 Points ∼10%
Sony Xperia Z5 Premium
106 Points ∼13%
LG G4
82 Points ∼10%
Samsung Galaxy S7 Edge
163 Points ∼20%
Microsoft Lumia 950 XL
113 Points ∼14%
Apple iPhone 6S Plus
190 Points ∼24%
JetStream 1.1 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
36.8 Points ∼10%
OnePlus 2
44.286 Points ∼13%
Sony Xperia Z5 Premium
48.2 Points ∼14%
LG G4
43.118 Points ∼12%
Samsung Galaxy S7 Edge
75.12 Points ∼21%
Microsoft Lumia 950 XL
46 Points ∼13%
Apple iPhone 6S Plus
118.7 Points ∼34%

* ... kleinere Werte sind besser

Bei den Speicherbenchmarks offenbart sich ein möglicher Grund für das unterdurchschnittliche Abschneiden bei den vorherigen Performance-Messungen: Zwar liegen die mit AndroBench 3 ermittelten Datenraten in etwa auf dem Niveau des OnePlus 2, dennoch haben hier das LG G4 sowie insbesondere das brandneue Samsung Galaxy S7 Edge noch deutlich mehr zu bieten. Betrachtet man die Memory-Messung des BaseMark OS II, landet das Testgerät sogar abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Die Geschwindigkeit des microSD-Slots haben wir mit unserer Referenzkarte Toshiba Exceria Pro M401 (THN-M401S0640E2) getestet (UHS-I Class 3, max. Lesen: 95 MB/s, max. Schreiben: 80 MB/s). Die Resultate für das sequenzielle Lesen und Schreiben fallen mit 63,00 MB/s bzw. 24,19 MB/s recht ordentlich aus, wobei insbesondere bei der Schreibrate noch deutlich Luft nach oben ist.

AndroBench 3-5
Random Write 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
12.52 MB/s ∼5%
OnePlus 2
13.94 MB/s ∼6%
Sony Xperia Z5 Premium
14.53 MB/s ∼6%
LG G4
15 MB/s ∼6%
Samsung Galaxy S7 Edge
15.79 MB/s ∼6%
Random Read 4KB (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
20.3 MB/s ∼12%
OnePlus 2
21.87 MB/s ∼12%
Sony Xperia Z5 Premium
19.11 MB/s ∼11%
LG G4
31.5 MB/s ∼18%
Samsung Galaxy S7 Edge
86.71 MB/s ∼49%
Sequential Write 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
126.21 MB/s ∼25%
OnePlus 2
125.51 MB/s ∼25%
Sony Xperia Z5 Premium
99.4 MB/s ∼20%
LG G4
153 MB/s ∼30%
Samsung Galaxy S7 Edge
145.11 MB/s ∼29%
Sequential Read 256KB (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
227 MB/s ∼15%
OnePlus 2
234.21 MB/s ∼16%
Sony Xperia Z5 Premium
256.75 MB/s ∼17%
LG G4
251 MB/s ∼17%
Samsung Galaxy S7 Edge
487.34 MB/s ∼33%
BaseMark OS II - Memory (nach Ergebnis sortieren)
Gigaset ME Pro
804 Points ∼11%
OnePlus 2
1297 Points ∼17%
Sony Xperia Z5 Premium
876 Points ∼12%
LG G4
1558 Points ∼21%
Samsung Galaxy S7 Edge
2072 Points ∼28%
Microsoft Lumia 950 XL
1945 Points ∼26%
Apple iPhone 6S Plus
1124 Points ∼15%

Spiele

Die für die Grafikausgabe zuständige Adreno-430-GPU hat mit dem der Full-HD-Auflösung des Gigaset ME Pro keine große Mühe. Auch leistungshungrige Spiele wie Asphalt 8 sowie Dead Trigger 2 laufen durchweg flüssig. Im Gaming-Betrieb gefielen zudem die präzisen integrierten Lagesensoren. Unpraktisch ist jedoch, dass der seitlich positionierte Lautsprecher beim Spielen im Querformat schnell von den Händen verdeckt wird.

Screenshot Asphalt 8
Screenshot Asphalt 8
Screenshot Dead Trigger 2
Screenshot Dead Trigger 2
Asphalt 8: Airborne
 EinstellungenWert
 high29 fps
 very low25 fps
Dead Trigger 2
 EinstellungenWert
 high30 fps

Emissionen

Temperatur

Hinsichtlich den Wärmeemissionen gibt es keine Überraschungen: Sowohl im Idle-Betrieb als auch unter Vollast bewegt sich das Gigaset ME auf dem Niveau vieler Konkurrenten. Dabei werden höchstens Oberflächentemperaturen von 43,3 °C erreicht. Deutlich kühler bleibt nur Samsungs Neuling Galaxy S7 Edge, während Microsofts Lumia 950 XL mit 48,3 °C im Maximum deutlich wärmer wird. 

Beim Stresstest mit dem Akkutest von GFXBench, der den T-Rex-Test dreißigmal hintereinander ablaufen lässt, hatten wir allerdings den Eindruck, dass sich insbesondere der Metallrahmen unangenehm erwärmt. Während sowohl das OnePlus 2 als auch das Sony Xperia Z5 Premium – die beide ebenfalls auf einem Snapdragon-810-SoC basieren – bereits beim vierten Durchgang einen ersten Leistungsrückgang zu verzeichnen haben, findet dieser beim Testgerät erst nach dem neunten statt. Die Anfangsleistung des Gigaset ME Pro liegt dabei genau zwischen den beiden Vergleichsgeräten, wobei sie im Laufe des Versuchs maximal um 11 % einbricht. Der Performance-Verlust fällt gegenüber der Konkurrenz somit recht moderat aus (Sony Xperia Z5 Premium: -25 %; OnePlus 2: -33 %). Ähnlich gut steht nur das mit dem gleichen SoC bestückte Microsoft Lumia 950 XL da (-14,5 %).

GFXBench: Performance
GFXBench: Performance
GFXBench: Frametimes
GFXBench: Frametimes
GFXBench: Akkuverbrauch
GFXBench: Akkuverbrauch
Max. Last
 39 °C39.5 °C43.3 °C 
 38.2 °C40.8 °C43.3 °C 
 38.6 °C38.6 °C41.2 °C 
Maximal: 43.3 °C
Durchschnitt: 40.3 °C
38.1 °C39.8 °C42.4 °C
37.8 °C40.3 °C42.7 °C
33.9 °C37.5 °C41.9 °C
Maximal: 42.7 °C
Durchschnitt: 39.4 °C
Netzteil (max.)  30.8 °C | Raumtemperatur 21.9 °C | Voltcraft IR-260
(-) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 40.3 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Smartphone auf 33.1 °C.
(±) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 43.3 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.6 °C (von 22.4 bis 51.7 °C für die Klasse Smartphone).
(±) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 42.7 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.1 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 30.6 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.1 °C.

Lautsprecher

Lautsprechercharakteristik
Lautsprechercharakteristik

Der Lautsprecher des Gigaset ME Pro befindet sich links neben der USB-Typ-C-Buchse und liefert maximal 87,54 dB(A). Dies genügt auch zur moderaten Beschallung mittelgroßer Räume. Unsere Messergebnisse zeigen darüber hinaus, dass – wie bei den meisten Smartphones üblich – sowohl im Superhochtonbereich als auch bei tiefen Klängen Defizite bei der Wiedergabe bestehen. In Anbetracht der geringen Abmessungen eines Smartphone-Lautsprechers macht er seine Sache dennoch recht ordentlich: Sprache und Musik klingen – abgesehen von den erwähnten Defiziten – recht ausgewogen. Erst wenn eine höhere Lautstärke eingestellt wird oder besonders basslastige Musikstücke wiedergegeben werden, kommt es zu deutlicheren Verzerrungen. 

Das mitgelieferte In-Ear-Headset hinterlässt sowohl qualitativ als auch hinsichtlich seines Klanges einen guten Eindruck.

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Da wir seit einigen Monaten die Verbrauchswerte mit einem neuen Messgerät ermitteln, das deutlich präzisere Resultate liefert, sind nicht alle unten stehenden Ergebnisse direkt miteinander vergleichbar. Es lässt sich jedoch ablesen, dass das Testgerät – abgesehen von den Extremwerten – sparsamer ist als das mit einem UHD-Display sowie dem gleichen Snapdragon-SoC ausgestattete Sony Xperia Z5 Premium. Auch Microsofts Lumia 950 XL, das jedoch mit einem anderen Betriebssystem arbeitet, braucht abgesehen vom Spitzenwert stets mehr Energie. Dass es auch im High-End-Bereich sehr sparsam zugehen kann, beweist Samsungs neues Modell Galaxy S7 Edge. Unschön ist zudem der relativ hohe Energieverlust des Testgeräts im ausgeschalteten Zustand sowie im Standby-Betrieb, den wir auch schon beim kleineren Schwestermodell Gigaset ME bemängelten.

Das beiliegende Schnellladegerät leistet bei einer Ausgangspannung von 5 V oder 9 V maximal 2 A, bei 12 V sind es noch 1,5 A. Der große 4.000-mAh-Akku des Gigaset ME Pro lässt sich damit in rund zweieinhalb Stunden vollständig aufladen. Er ist fest verbaut und kann daher vom Nutzer nicht entnommen werden.

Stromverbrauch
Aus / Standbydarklight 0.16 / 0.27 Watt
Idledarkmidlight 0.94 / 1.61 / 1.75 Watt
Last midlight 6.45 / 12.05 Watt
 color bar
Legende: min: dark, med: mid, max: light        Gossen Metrahit Energy
Gigaset ME Pro
Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash
OnePlus 2
Adreno 430, 810 MSM8994, 64 GB eMMC Flash
Sony Xperia Z5 Premium
Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash
LG G4
Adreno 418, 808 MSM8992, 32 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy S7 Edge
Mali-T880 MP12, 8890 Octa, 32 GB UFS 2.0 Flash
Microsoft Lumia 950 XL
Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash
Apple iPhone 6S Plus
A9 / PowerVR GT7600, A9, Apple AP0064K (iPhone NVMe)
Stromverbrauch
18%
-12%
1%
26%
-78%
20%
Idle min *
0.94
0.6
36%
0.83
12%
1.1
-17%
0.63
33%
2.85
-203%
0.5
47%
Idle avg *
1.61
1.7
-6%
2.36
-47%
1.5
7%
1.1
32%
2.95
-83%
1.9
-18%
Idle max *
1.75
1.8
-3%
2.42
-38%
1.9
-9%
1.56
11%
3.26
-86%
2.2
-26%
Last avg *
6.45
5.7
12%
7.27
-13%
6.6
-2%
5.95
8%
8.92
-38%
3.2
50%
Last max *
12.05
6
50%
9.18
24%
8.8
27%
6.7
44%
9.39
22%
6.4
47%

* ... kleinere Werte sind besser

Akkulaufzeit

In puncto Ausdauer kann das Testgerät dank des großen Akkus viele Punkte sammeln. Mit einer Laufzeit von über 7 Stunden im praxisnahen WLAN-Test und von über 11 Stunden bei der Wiedergabe unseres Testvideos lässt es die Vielzahl der Mitbewerber hinter sich. Noch besser schneiden nur Samsungs Galaxy S7 Edge sowie das iPhone 6S Plus ab.

Für eine längere Nutzungsdauer ohne zwischenzeitliches Nachladen hat Gigaset einen Ultra-Energiesparmodus integriert, der allerdings die Funktionen des Smartphones auf Anrufe, Mitteilungen, Kontakte und Alarme beschränkt. 

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
24h 47min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
7h 10min
Big Buck Bunny H.264 1080p
11h 11min
Last (volle Helligkeit)
4h 25min
Gigaset ME Pro
Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash
OnePlus 2
Adreno 430, 810 MSM8994, 64 GB eMMC Flash
Sony Xperia Z5 Premium
Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash
LG G4
Adreno 418, 808 MSM8992, 32 GB eMMC Flash
Samsung Galaxy S7 Edge
Mali-T880 MP12, 8890 Octa, 32 GB UFS 2.0 Flash
Microsoft Lumia 950 XL
Adreno 430, 810 MSM8994, 32 GB eMMC Flash
Apple iPhone 6S Plus
A9 / PowerVR GT7600, A9, Apple AP0064K (iPhone NVMe)
Akkulaufzeit
-13%
-22%
-24%
42%
-21%
3%
Idle
1487
1393
-6%
1277
-14%
1654
11%
1663
12%
1078
-28%
1655
11%
H.264
671
580
-14%
411
-39%
501
-25%
914
36%
611
-9%
714
6%
WLAN
430
356
-17%
372
-13%
326
-24%
732
70%
369
-14%
513
19%
Last
265
229
-14%
210
-21%
114
-57%
392
48%
179
-32%
197
-26%

Pro

+ sehr stabiles Gehäuse
+ wahlweise Dual-SIM- oder microSD-Slot
+ USB-Typ-C-Buchse
+ Sensorvielfalt
+ Berechtigungsmanager für Apps
+ AC-WLAN mit MIMO
+ Miracast Support
+ ordentliche Fotoqualität
+ hochwertiges In-Ear-Headset
+ gutes Display
+ tolle Akkulaufzeiten

Contra

- glatte Gehäuserückseite
- wackelige Abdeckung des Kartenslots
- relativ hohes Gewicht
- mäßige Videoqualität der Hauptkamera
- unterdurchschnittliche WLAN-Reichweite
- unbefriedigende Telefonie-Qualität
- läuft nicht immer flüssig
- Touchscreen-Probleme des Testgeräts
- kein USB-OTG
- kein NFC
- Akku fest verbaut

Fazit

Im Test: Gigaset ME Pro. Testgerät zur Verfügung gestellt von Gigaset Mobile Deutschland.
Im Test: Gigaset ME Pro. Testgerät zur Verfügung gestellt von Gigaset Mobile Deutschland.

Dem Gigaset ME Pro sieht man auf den ersten Blick an, dass es als hochwertige Alternative zu den bereits etablierten Konkurrenten konzipiert wurde: Glas und Metall formen sich zu einem soliden, – mit Ausnahme der Karten-Slot-Abdeckung – sehr hochwertig verarbeiteten Produkt. Technisch setzt das Smartphone auf den thermisch schwer zu bändigenden Snapdragon-810-SoC, den Gigaset allerdings sehr gut unter Kontrolle bekommen hat. Vor allem bei der Sensor-Ausstattung lässt sich der Hersteller nicht lumpen und verbaut neben dem heute im High-End-Bereich nahezu obligatorischen Fingerabdruckleser auch einen UV-Sensor sowie einen Pulsmesser. Zur Steuerung des Heimkinos wurde darüber hinaus ein Infrarotsender integriert. Schade ist, dass der moderne USB-Typ-C-Port kein USB-OTG beherrscht und der Hersteller auf die Integration eines NFC-Moduls verzichtet. Wer mehr als die integrierten 32 GB Speicher benötigt, kann diesen mittels microSD-Karten aufstocken, verliert dann allerdings die Dual-SIM-Fähigkeit. 

Gigasets Benutzeroberfläche weiß mit ihrem einheitlichen Design sowie einem integrierten Berechtigungsmanager für Apps zu gefallen, leidet ab und an jedoch noch unter kleineren Bugs. Zudem kam es trotz des performanten SoCs gelegentlich zu kürzeren Wartezeiten und Rucklern - hier könnte in Zukunft ein Software-Update für Verbesserungen sorgen. Die Touchscreen-Probleme während des Ladevorgangs dürften sich auf diese Weise aber wohl kaum beheben lassen. Da sich dieses ungewöhnliche Verhalten laut Hersteller bisher aber nur bei unserem Testgerät zeigte, sollte dies Interessenten nicht allzu sehr beunruhigen.

Während die beiden Kameras ordentliche Fotos schießen, gelingen Videos nur mit mäßiger Qualität, wobei insbesondere der aufgenommene Ton nicht überzeugen kann. Auch bei den Telefonie-Funktionen sehen wir noch Nachholbedarf: Weder kann der unkonventionell designte Ohrhörer mit gutem Klang punkten, noch wird die Stimme des Gigaset-Nutzers in High-End-Qualität an den Gesprächspartner übertragen. Eines Flaggschiffs würdig ist hingegen das blickwinkelstabile IPS-Display, welches dank sattem Schwarzwert sehr hohe Kontraste darstellen kann. Abgerundet wird das Paket durch die überdurchschnittlich langen Akkulaufzeiten.

Gigasets High-End-Smartphone ME Pro überzeugt vor allem mit einem guten Display, langen Akkulaufzeiten und einem hochwertigem Äußeren. Potenzielle Käufer müssen hierfür allerdings mit kleineren Nachteilen wie dem fehlenden NFC-Support oder der mäßigen Gesprächsqualität bei Telefonaten zurechtkommen.

Mit einem angestrebten Verkaufspreis von rund 550 Euro ruft der Hersteller für das Gigaset ME Pro einen etwas niedrigeren Preis auf, als für viele etablierte Konkurrenzgeräte zum Marktstart verlangt wurde. Wer allerdings auf den microSD-Slot, den Infrarotsender sowie die Glasrückseite verzichten kann, erhält mit dem OnePlus 2 ein technisch sehr ähnliches Gerät rund 200 Euro günstiger. 

Gigaset ME Pro - 18.04.2016 v5.1
Andreas Kilian

Gehäuse
91%
Tastatur
73 / 75 → 97%
Pointing Device
84%
Konnektivität
52 / 60 → 87%
Gewicht
88%
Akkulaufzeit
91%
Display
85%
Leistung Spiele
53 / 63 → 84%
Leistung Anwendungen
51 / 70 → 73%
Temperatur
82%
Lautstärke
100%
Audio
56 / 91 → 62%
Kamera
70%
Durchschnitt
75%
84%
Smartphone - gewichteter Durchschnitt
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Autor: Andreas Kilian,  4.04.2016 (Update: 15.05.2018)