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Test Huawei Sound X - Nicht smart, aber mit viel Wucht

Just Music. Mit sechs Hochtöner und zwei Subwoofern möchte der Huaweis Sound X klanglich überzeugen und sichert sich zu diesem Zweck das Know-how von Devialet. Selbst High-Res-Sound wird von den Chinesen angepriesen. Ob die Versprechen des Premium-Lautsprechers halten, erfahren Sie in diesem Test.
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Der Huawei Sound X wurde von den Chinesen nominell als smarter Lautsprecher konzipiert. Doch der anhaltende Handelskrieg mit den USA untersagt Huawei die Kooperation mit US-Firmen. Entsprechend finden sich weder Alexa noch der Google Assistent auf dem Lautsprecher und der huaweieigene Sprachassistent Celia ist noch nicht für die westlichen Märkte angepasst worden. Für wen sich der Kauf des Lautsprechers dennoch lohnt, lesen Sie hier. 

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Spezifikationen

Konnektivität Bluetooth 5.0, Wi-Fi 5, UPnP
Lautsprecher 2x Tieftöner, 6x Hochtöner
Frequenzgang 40 - 40.000 Hz
Audio-Codecs SBC, AAC
Prozessor MediaTek MT8518
Speicher 512 MB RAM, 8 GB Flash-ROM
Gewicht 3,5 kg
Abmessungen 203 x 165 mm (Höhe x Breite)
Mikrofone ja, aber ohne nähere Angaben
Firmware-Version 9.0.5.0
Preis (UVP) 349,- EUR

Gehäuse und Ausstattung - Huawei Sound X mit Devialet-Know-how

Der Huawei Sound X bringt einiges auf die Waage und besteht größtenteils aus einem Hochglanzkunststoff, auf welchem nicht nur Fingerabdrücke, sondern auch jedes Staubkorn sichtbar wird. Der untere Bereich ist stoffummantelt und verbirgt die sechs Hochtöner, welche eine 360-Grad-Beschallung ermöglichen. Der obere Teil ist für die beiden Subwoofer von Devialet reserviert, welche einander gegenüber liegen und so ihre Schwingungen gegenseitig aufheben sollen. Das funktioniert selbst bei maximaler Lautstärke ziemlich gut. Optisch ist der Lautsprecher gelungen und hinterlässt einen wertigen Eindruck. 

Die Ausstattung ist spartanisch. Eigentlich soll der Huawei Sound X ein smarter Lautsprecher sein, jedoch sind die hierzulande gängigen Sprachassistenten alles US-amerikanische Produkte und fallen unter das Handelsembargo. Der hauseigene Assistent Celia ist noch nicht für den Lautsprecher verfügbar und soll irgendwann per Update nachgereicht werden. Das lässt aber bereits einige Zeit auf sich warten. Entsprechend nutzlos sind die verbauten Mikrofone bis dato. 

Ähnlich ist es um das Wi-Fi-5-Modul bestellt. Dies sollte einen Assistenten eigentlich den Zugang zum Internet erlauben und kompatiblen Musikstreaming-Diensten ermöglichen, direkt vom Lautsprecher aus zu streamen, ohne dafür ein Smartphone zu benötigen. Doch weder Spotify Connect, Google Cast noch AirPlay sind aus den bereits genannten Gründen mit an Bord. Zumindest auf letzteres lässt sich ein Hinweis in der App finden und könnte langfristig per Update nachgereicht werden. 

Entsprechend klein fällt mit SBC und AAC auch die Unterstützung der Bluetooth-Audio-Codecs aus. 

Bedienung - Die Achillesferse des Huawei-Lautsprechers

Mit dem Huawei Sound X können alle Bluetooth-fähigen Geräte gekoppelt werden. Wer einen NFC-Chip besitzt kann dies noch einfacher bewerkstelligen. Bei einem vorhandenen Huawei Smartphone nennt sich dies OneHop Audio, ist aber das gleiche Prinzip. Insofern lassen sich Handys und Co einfach mit dem Lautsprecher verbinden, doch dann ist da ja noch die App AI Life, mit welcher Huawei die Verwaltung der eigenen smarten Peripherie erlaubt. 

Diese schafft es nicht, einen bereits per Bluetooth gekoppelten Sound X zu erkennen, stattdessen muss das Pairing für die App erneut durchgeführt werden. Wer sich denkt, ich mache es einfach andersherum, muss dennoch einen zweiten Pairingvorgang durchführen. Das will uns nicht so recht einleuchten. 

Einmal gekoppelt, lassen sich einige wenige Equalizer für den Lautsprecher einstellen und Firmware-Updates einspielen. Zumindest in der Theorie. Denn erhalten haben wir über den Testzeitraum keines. 

Die Sensortasten auf der Oberseite des Lautsprechers ermöglichen die Lautstärkereglung sowie Stummschaltung. Über eine sogenannte Multifunktionstaste kann der Pairingvorgang manuell angestoßen werden. Die Tasten werden angemessen beleuchtet und reagieren sehr zuverlässig. 

Die Lautstärkereglung ist jedoch nicht optimal gelöst, denn wenn beispielsweise am Smartphone die maximale Lautstärke eingestellt wurde, heißt dies noch lange nicht, dass der Lautsprecher auch mit voller Leistung arbeitet. Hierfür muss auch erst am Lautsprecher selbst noch die Maximalleistung eingestellt werden. 

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Klang - High-Res-Audio! Aber wie?

Pink-Noise-Messungen
Pink-Noise-Messungen

Der Huawei Sound X wurde im Zusammenspiel mit dem französischen Lautsprecherhersteller Devialet entwickelt. Für die Soundausgabe sind sechs Hochtöner und zwei Tieftöner verantwortlich. Während die Hochtöner sich im Fuß des Lautsprechers befinden und eine 360-Grad-Beschallung ermöglichen, sind die beiden Subwoofer einander gegenübergestellt, was die Vibrationen verringern soll. Die beiden Tieftöner zeigen sich im Alltag sehr kraftvoll und wer die Hand an deren Öffnung im Gehäuse hält, kann die Schwingungen deutlich spüren.

Entsprechend präsent sind die tiefen Töne bei der Wiedergabe, jedoch übertreibt es Huawei damit nicht und die Bässe sind knackig und präzise. Das machen die Chinesen besser als beispielsweise der Belkin Soundform Elite, für welchen auch Devialet verantwortlich ist. Der Klang präsentiert sich auch oberhalb der Tiefen ausgewoben und bietet eine breite Klangbühne, sofern es mit der Lautstärke nicht übertrieben wird. Bei hohem Pegel, und der Sound X kann wirklich sehr laut werden, übersteuert der Lautsprecher gelegentlich etwas, die Bässe fallen ab und verliert die Präzision in der Wiedergabe. Da es sich beim Sound X jedoch um einen Zimmerlautsprecher handelt, wird diese nur sehr selten zum Einsatz kommen. 

Tatsächlich fällt es ein wenig schwer, die volle Klangbreite des Sound X vollständig zu bewerten, denn Huawei bescheinigt dem Lautsprecher High-Res-Audio (96 kHz/24 Bit), jedoch gibt es bislang keine Möglichkeit, dies dem Lautsprecher zuzuspielen, denn es steht mit AAC-Bluetooth zwar ein Codec zur Verfügung, der die Klangbreite theoretisch bedienen, aber nicht transportieren kann (max. 320 kB/s). Da wir bislang auch keinen Streming-Dienst gefunden haben, der das Audiocast-Feature unterstützt, war auch ein direktes Streamen über das WLAN des Sound X nicht möglich. Selbst mit Huawei Music wurde uns keine entsprechende Option angeboten. 

Wer den Sound X für die Tonausgabe von Spielen oder Filmen nutzen möchte, wird feststellen, dass die die Latenzen dafür nicht ausreichen und eine Lippensynchrone Wiedergabe weit verfehlt wird. 

Fazit - Toller Lautsprecher mit Defiziten

Im Test: Huawei Sound X. Testgerät zur Verfügung gestellt von Huawei Deutschland.
Im Test: Huawei Sound X. Testgerät zur Verfügung gestellt von Huawei Deutschland.

Gegenüber dem Marktstart ist der Preis des Huawei Sound X bereits um rund 100 Euro gefallen. Das eigentlich als smarter Lautsprecher konzipierte Produkt ist momentan eben doch nur ein Bluetooth-Lautsprecher. Dieser bietet aber immerhin einen guten Klang mit satten Bässen, sofern es mit der Lautstärke nicht übertrieben wird.

Der Huawei Sound X wollte ein smarter Lautsprecher mit tollem Klang sein, doch die Politik und die Software machen ihm einen Strich durch die Rechnung.

Wer sich heute für einen Sound X entscheidet, kann darauf hoffen, dass Huawei noch das eine oder andere Feature-Update ausrollt, welches eine Nutzung von Audiocast oder weiterer Audio-Codecs mit sich bringt. Wir halten vor allem letzteres für sehr unwahrscheinlich. Eine Implementierung von Audiocast hätten wir zumindest für Huaweis eigenen Musikdienst erwartet, aber auch dort lässt sich nichts dergleichen finden.

Wer einen Bluetooth-Lautsprecher mit gutem Klang sucht, kann mit dem Huawei Sound X glücklich werden. Auf zusätzliche Feature-Erweiterungen würden wir aber nicht spekulieren wollen, lassen uns aber gerne eines Besseren belehren. 

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Daniel Schmidt
Daniel Schmidt - Managing Editor Mobile - 396 Artikel auf Notebookcheck veröffentlicht seit 2013
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und habe zeitweise ebenfalls für Notebookinfo.de geschrieben. Ich freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden. Privat vertreibe ich mir die Zeit mit Fotografie, Grillen und meiner Familie.
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Autor: Daniel Schmidt, 15.12.2020 (Update: 15.12.2020)