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Test LG Leon Smartphone

Manuel Masiero, Tanja Hinum, 08.05.2015

Wundertüte. Ein Quad-Core-Soc, schnelles LTE-Internet, dazu ein NFC-Modul, Android 5.0 sowie 8 GB Speicherplatz: Mit dem 4,5 Zoll großen LG Leon LGH340N gibt es dieses Gesamtpaket schon für offiziell 149 Euro. Wie sich das Mittelklasse-Smartphone in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Keine halben Sachen – dachte sich LG wohl und hat auf der alljährlich im März stattfindenden Mobilfunkmesse Mobile World Congress (MWC) gleich vier neue Smartphones aus dem Einsteiger- und Mittelklasse-Segment vorgestellt. Die zwischen 4 und 5 Zoll großen Geräte sind auf die wohlklingenden Namen Magna, Spirit, Joy und Leon getauft, kosten zwischen 100 und 199 Euro, und sollen die L-Serie des Herstellers ablösen. Mit Ausnahme des LG Joy läuft auf den Smartphones jeweils Android in der aktuellen Version 5.0. Dazu gesellen sich interessante Ausstatttungsmerkmale, wie eine Einschalttaste auf der Rückseite („Rear Key“), die Aufnahme von Selfies durch Gesten vor der Kamera und der „Knock Code". Mit dieser Funktion lassen sich die Smartphones optional über ein individuell einstellbares, zwischen drei und acht Felder langes Klopfzeichen auf das Display entsperren. Besitzern eines LG G2 dürfte diese Funktion bekannt vorkommen, denn es handelt sich bei ihr um eine Weiterentwicklung der „KnockOn“-Technologie.

Unser Testkandidat, das 4,5 Zoll große und offiziell auf 149 Euro veranschlagte LG Leon LGH340N, fällt unter den vier Neuvorstellungen eher in die Einsteigerklasse. Zwar setzt es mit dem Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, 1 GB RAM sowie 8 GB Speicherplatz auf das gleiche Hardware-Fundament wie die eher in der Mittelklasse angesiedelten Modelle Magna (5 Zoll) und Spirit (4,7 Zoll), stellt statt einer HD-Auflösung aber lediglich 854 x 480 Pixel dar. Kleinere Brötchen backen heißt es auch bei der Frontkamera, die nur Aufnahmen im VGA-Format zustande bringt, während es beim Magna und Spirit je nach Modell 1 Megapixel oder sogar 5 Megapixel sind. Dafür kann sich die übrige Ausstattung durchaus sehen lassen, zu der unter anderem eine 5-Megapixel-Kamera und ein 1.900-mAh-Akku gehören. Außerdem steht neben GSM, UMTS, LTE, Bluetooth 4.1, NFC und WLAN 802.11 b/g/n ein umfangreiches Kommunikationspaket auf der Haben-Seite. Vom rund 135 Euro teuren LG Leon LGH340N steht mit dem LGH320 auch eine etwas abgespeckte Variante zur Auswahl. Sie ist mit 120 Euro etwas günstiger, unterstützt jedoch kein LTE und setzt auf den Mediatek-SoC MT6582.

Gut (83%) LG Leon LGH340N Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916Qualcomm Adreno 306 Smartphone - 06/05/2015 - v4
Testgerät zur Verfügung gestellt von LG Deutschland
Download der lizensierten Bewertungsgrafik als PNG / SVG
LG Leon LGH340N
Hauptspeicher
1024 MB 
Bildschirm
4.5 Zoll 16:9, 854 x 480 Pixel, kapazitiver Touchscreen, FWVGA, 218 ppi, IPS, 16,7 Millionen Farben, spiegelnd: ja
Massenspeicher
8 GB eMMC Flash, 8 GB 
, 3.27 GB verfügbar
Anschlüsse
1 USB 2.0, Audio Anschlüsse: 3.5mm-Klinkenstecker, Card Reader: MicroSD-Karten bis 32 GB, Sensoren: Bewegungssensor, Annäherungssensor, Kompass, A-GPS/GPS, WiFi Direct, Android Beam
Netzwerk
802.11 b/g/n (b/g/n), Bluetooth 4.1, GSM-Quadband (850/900/1800/1900 MHz), UMTS-Dualband (900/2100 MHz), LTE-Triband (800/2100/2600 MHz), NFC. LTE bis 150 MBit/s Download/50 MBit/s Upload, UMTS mit HSPA+ bis 42 MBit/s Download/5.76 MBit/s Upload, SAR-Wert 0,920 W/Kg
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe (in mm): 10.99 x 129.9 x 64.9
Akku
7 Wh Lithium-Ion, 1.900 mAh, Telefonieren 2G (laut Hersteller): 14 h, Telefonieren 3G (laut Hersteller): 13 h, Standby 2G (laut Hersteller): 465 h, Standby 3G (laut Hersteller): 505 h
Betriebssystem
Android 5.0 Lollipop
Kamera
Webcam: Webcam 0,3 MP (640 x 480 Pixel), Hauptkamera 5 MP (2.560 x 1.920 Pixel), Video-Aufzeichnung bis 1.920 x 1.080 Pixel
Sonstiges
Lautsprecher: ein Lautsprecher auf der Rückseite, Tastatur: virtuell, Tastatur-Beleuchtung: ja, Akku, Ladeadapter, USB-Kabel, Kurzanleitung, LG Smart Keyboard, KnockCode, Easy Home, QuickMemo, TalkBack, Polaris Office, RemoteCall Service, LG Smart World, Google Mobile Services, 24 Monate Garantie
Gewicht
120 g, Netzteil: 25 g
Preis
149 Euro
Hinweis: Der Hersteller kann abweichende Bauteile wie Bildschirme, Laufwerke und Speicherriegel mit ähnlichen Spezifikationen unter dem gleichen Modellnamen einsetzen.

 

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Gehäuse

Auf den ersten Blick sieht das LG Leon LGH340N nicht wie ein Einsteiger-Smartphone aus, denn aufgrund seiner schicken Optik könnte man es durchaus ein paar Klassen weiter oben ansiedeln. Viel Eindruck macht dabei vor allem die Displayabdeckung, die sich auf drei Seiten sehr dicht an den Gehäuserand erstreckt und den 4,5-Zoll-Bildschirm im ausgeschalteten Zustand deutlich größer wirken lässt als er tatsächlich ist. An der Fußseite schließt das Display nahtlos an das leicht gewölbte Chassis an, das mit seinem Metallic-Look in Titansilber (auch erhältlich in goldener Farbe) zwar hochwertig aussieht, sich aber als gewöhnlicher Kunststoff entpuppt. Dennoch überzeugt der Einsteiger-Androide mit guter Haptik. Die Finger finden sowohl auf der Display-Oberfläche als auch auf der Gehäuserückseite sicheren Halt.

Für so manchen Smartphone-Nutzer sicherlich gewöhnungsbedürftig ist die Anordnung der Powertaste und der Lautstärkewippe, die jeweils mittig in der oberen Hälfte der Gehäuserückseite untergebracht sind. Das hat aber durchaus seine Vorteile. Die Tasten lassen sich zum einen bequem per Zeigefinger erreichen und zum anderen kann man sie, im Gegensatz zur sonst üblichen seitlichen Anordnung, auch nicht mehr aus Versehen drücken. An den Längsseiten des Smartphones hat LG daher konsequenterweise auf jegliche Bedienelemente verzichtet. Liegt das Smartphone flach auf dem Tisch, können Powertaste und Lautstärkewippen ebenfalls nicht versehentlich auslösen, weil sie in einer kleinen Mulde sitzen und damit keinen Kontakt zur Unterlage haben. Unter der abnehmbaren Gehäuserückseite verbergen sich neben dem auswechselbaren Akku die Einschübe für eine Micro-SIM- und eine Micro-SD-Karte.

Durch sein leicht gewölbtes Chassis ist das LG Leon unter den Vergleichsgeräten mit rund 11 Millimetern am dicksten. Dem Testkandidaten am nächsten kommt das Asus ZenFone 5 mit 10,3 Millimetern. Besonders flach sind dagegen das Microsoft Lumia 640 (8,8 Millimeter) und das Sony Xperia M2 (8,6 Millimeter).

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Ausstattung

Im LG Leon werkelt mit dem Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916 ein ARM-basierter Mittelklasse-SoC, dessen vier Kerne mit bis zu 1,4 GHz takten können, beim LG-Smartphone aber nur mit maximal 1,2 GHz laufen. Der Prozessor kann auf die integrierte Grafikeinheit Adreno 306 sowie 1 GB RAM zurückgreifen. Dazu kommen 8 GB Speicherplatz, von denen im werksfrischen Zustand nach Abzug von OS und vorinstallierten Apps nur etwa 3 GB frei sind. Über einen MicroSD-Kartensteckplatz lässt sich der interne Speicher um bis zu 32 GB erweitern.

Fußseite: USB-Anschluss
Fußseite: USB-Anschluss
Kopfseite: 3,5mm-Klinkenbuchse
Kopfseite: 3,5mm-Klinkenbuchse
rechts: keine Anschlüsse
rechts: keine Anschlüsse
links: keine Anschlüsse
links: keine Anschlüsse

Software

Auf dem LG Leon läuft Android 5.0.1 Lollipop. Vorinstalliert ist neben diversen LG- und Google-Apps auch die Büro-Suite Polaris Office.

GPS: im Freien
GPS: im Freien
GPS: im Gebäude
GPS: im Gebäude

Kommunikation & GPS 

Das LG Leon zeigt sich kontaktfreudig, denn mit GSM-Quadband (850/900/1.800/1.900 MHz) und UMTS-Dualband (900/2.100 MHz) kann man mit dem Einsteiger-Smartphone in Kombination mit einer Micro-SIM-Karte an so gut wie jedem Ort telefonieren. Außerdem ermöglicht der Testkandidat mit LTE-Triband (800/2.100/2.600 MHz) ein sehr schnelles Surfen im Web, was laut Hersteller mit bis zu 150 MBit/s im Download gelingt. Für den Datenaustausch auf kurze Distanzen stehen WLAN 802.11 b/g/n, Bluetooth 4.1 und NFC bereit. Während des Tests lief der WLAN-Funkverkehr im 2,4-GHz-Frequenzband ohne Probleme und mit der zu erwartenden Geschwindigkeit ab. Auf dem 5,0-GHz-Frequenzband kam dagegen keine Verbindung mit dem Router zustande.

Ausgestattet mit einem A-GPS-Empfänger ermittelte das LG Leon den aktuellen Standort bis auf wenige Meter genau und arbeitete dabei in geschlossenen Räumen fast genauso präzise wie unter freiem Himmel. Die Ortungskünste des LG-Smartphones reichen damit für Smartphone-Anwendungen völlig aus und können sich sogar mit denen eines Profi-Navigationsgerätes wie dem Garmin eTrex 30 messen. Auf unserer rund 14 Kilometer langen Teststrecke lag das LG Leon zwar mitunter etwas daneben, doch insgesamt hielten sich die Abweichungen in engen Grenzen.

Garmin eTrex 30
Garmin eTrex 30
Garmin eTrex 30
Garmin eTrex 30
Garmin eTrex 30
Garmin eTrex 30
LG Leon LGH340N
LG Leon LGH340N
LG Leon LGH340N
LG Leon LGH340N
LG Leon LGH340N
LG Leon LGH340N

Telefonfunktionen und Sprachqualität

Die Telefon-App lässt mit ihren selbsterklärend benannten Registern "Wählen", "Anrufliste", "Kontakte", "Favoriten" und "Gruppen" keine Fragen offen. Bei Gesprächen ins Festnetz und Mobilfunknetz traten im Test zu keiner Zeit Aussetzer, Störgeräusche oder sonstige Verbindungsprobleme auf. Auch die Sprachqualität war einwandfrei.

Kameras & Multimedia

Im LG Leon arbeitet eine 5-Megapixel-Hauptkamera mit LED-Blitz, die in der maximalen Auflösung 2.560 x 1.920 Pixel große Bilder im 4:3-Format aufnimmt. Wer lieber Fotos im 16:9-Format schießen will, muss zur nächstkleineren 3-Megapixel-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) wechseln. Gut: Videoaufnahmen sind im Full-HD-Modus möglich und laufen mit 30 Bildern pro Sekunde auch flüssig ab. Das Kameramenü lässt sich aufgrund selbsterklärender Symbole und einer eingebauten Hilfefunktion leicht bedienen, bietet allerdings nur sehr wenige Einstellmöglichkeiten. Aufnahmeparameter kann man abgesehen von der Auflösung überhaupt keine festlegen. Dafür gibt es eine Gesichtserkennung, eine  Geotagging- und eine Timerfunktion sowie einen Sprachauslöser, der auf teilweise recht launige Kommandos hört: Wer "Cheese", "Smile", "Whisky", "Kimchi" oder "LG" sagt, wird anschließend mit einer Aufnahme belohnt.

Ein ähnliches Feature gibt es bei der Frontkamera, die allerdings auf Gesten statt auf Worte reagiert. Um ein Selfie aufzunehmen, hält man zunächst die offene Hand in die Kamera. Wird die Hand anschließend zur Faust geballt, nimmt das LG Leon nach einem 3-Sekunden-Countdown ein Foto auf. Angesichts der VGA-Auflösung ist es mit der Bildqualität der Frontkamera allerdings nicht weit her - für Selbstportraits reichen ihre Fotokünste gerade eben noch aus.

Viel besser sieht es dagegen bei der 5-Megapixel-Hauptkamera aus, die qualitativ ordentliche Aufnahmen macht. Allerdings fehlt den Bildern das letzte Quäntchen Schärfe, die zudem stets etwas flau wirken und bei etwas ungünstigeren Lichtverhältnissen recht schnell Unschärfen erkennen lassen. Für Gelegenheits-Fotografen ist das aber kein Grund, das LG Leon links liegenzulassen.

Bildervergleich

Wählen Sie eine Szene und navigieren Sie im ersten Bild. Ein Klick ändert die Position bei Touchscreens. Ein Klick auf die vergrößerten Bilder öffnet das Original in einem neuen Fenster. Das erste Bild zeigt das skalierte Foto, welches mit dem Testgerät aufgenommen wurde.

Szene 1Szene 2Szene 3
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Zubehör & Garantie

LG legt seinem Smartphone ein modulares Netzteil, ein USB-Kabel und eine Kurzanleitung bei. Speziell auf das Leon zugeschnittene Zubehör bietet der Hersteller auf seiner Webseite nicht an. Auf das LGH340N gibt es 24 Monate Garantie, auf den Akku dagegen nur 6 Monate.

Eingabegeräte & Bedienung

Die ungewöhnliche Anordnung von Powertaste und Lautstärkewippe (die wie eingangs erwähnt an der Rückseite angebracht sind) mag nicht jedermanns Sache sein, allerdings macht sie es auch nahezu unmöglich, die Tasten aus Versehen zu betätigen. Einzig Screenshots, für die man gleichzeitig die Powertaste und die "Lautstärke verringern"-Taste drücken muss, können etwas Mühe bereiten, weil die Tasten zwar angenehm groß ausgeführt sind, aber eng beieinanderliegen.

Nichts zu meckern gibt es dagegen an der Bedienung per Touchscreen und virtueller Tastatur, die jeweils präzise auf Eingaben reagieren. Das Keyboard erlaubt besonders im Querformat eine schnelle Eingabe längerer Weblinks und Texte. Durch den Quadcore-Unterbau kommt es auch im laufenden Betrieb nicht zu Hakeligkeiten oder unnötigen Wartezeiten. Nur unmittelbar nach dem Hochfahren kann es mitunter ein paar Augenblicke dauern, bis das LG Leon auf Kommandos reagiert, was jedoch kein echtes Manko ist.

Praktisch: Die Android-Bedienleiste lässt sich wahlweise in Weiß oder Schwarz anzeigen. Außerdem können Anwender die drei standardmäßigen Soft-Buttons für "Zurück", "Homescreen" und "Optionen" in beliebiger Reihenfolge anordnen und sie des Weiteren um zwei weitere Buttons für Benachrichtigungen und die Notizblock-Funktion QuickMemo erweitern. So lassen sich insgesamt bis zu 5 Tasten in der Bedienleiste darstellen.

Die virtuelle Tastatur im Querformat ...
Die virtuelle Tastatur im Querformat ...
... und hochkant.
... und hochkant.

Display

Das IPS-Display des LG Leon bringt es mit durchschnittlich 322,9 cd/m² auf einen zufriedenstellenden Helligkeitswert. Angefangen vom LG G2 Mini mit 334 cd/m² bis hin zum Sony Xperia M2 mit 483 cd/m² stellen die Displays der Vergleichsgeräte allesamt eine höhere Luminanz auf die Beine und sind damit noch etwas besser für unterschiedliche Umgebungsverhältnisse gerüstet. Dafür überzeugt der Bildschirm des LG Leon trotz seiner vergleichsweise niedrigen Auflösung von 854 x 480 Bildpunkten und einer Pixeldichte von 218 ppi mit einer scharfen Darstellung. Dazu passen die ebenfalls guten Werte für Schwarzwert (0,36 cd/m²) und Kontrastverhältnis (906:1).

338
cd/m²
317
cd/m²
304
cd/m²
320
cd/m²
326
cd/m²
294
cd/m²
365
cd/m²
339
cd/m²
303
cd/m²
Ausleuchtung des Bildschirms
X-Rite i1Pro 2
Maximal: 365 cd/m² Durchschnitt: 322.9 cd/m²
Ausleuchtung: 81 %
Helligkeit Akku: 326 cd/m²
Kontrast: 906:1 (Schwarzwert: 0.36 cd/m²)
ΔE Color 4.81 | 0.4-29.43 Ø6.2
ΔE Greyscale 4.82 | 0.64-98 Ø6.4
Gamma: 2.03
LG Leon LGH340N
Adreno 306, 410 MSM8916, 8 GB eMMC Flash
Asus Zenfone 5
Adreno 305, 400 MSM8926, 8 GB eMMC Flash
LG G2 Mini
Adreno 305, 400 MSM8926, 8 GB SSD
Microsoft Lumia 640
Adreno 305, 400 MSM8226, 8 GB eMMC Flash
Sony Xperia M2
Adreno 305, 400 MSM8926, 8 GB SSD
Bildschirm
1%
-4%
14%
-22%
Helligkeit Bildmitte
326
389
19%
334
2%
433
33%
483
48%
Brightness
323
375
16%
331
2%
429
33%
467
45%
Brightness Distribution
81
88
9%
92
14%
95
17%
93
15%
Schwarzwert *
0.36
0.58
-61%
0.38
-6%
0.52
-44%
0.93
-158%
Kontrast
906
671
-26%
879
-3%
833
-8%
519
-43%
DeltaE Colorchecker *
4.81
4.22
12%
5.32
-11%
3.42
29%
5.74
-19%
DeltaE Graustufen *
4.82
3.08
36%
6
-24%
3.03
37%
6.83
-42%
Gamma
2.03 108%
2.57 86%
2.37 93%
2.16 102%
2.2 100%
CCT
7288 89%
6840 95%
8685 75%
7081 92%
9470 69%

* ... kleinere Werte sind besser

Die Messungen mit der CalMan-Software und dem Colorimeter X-Rite i1Pro 2 zeigen, dass LG seinem Smartphone eine gute Farbabstimmung mit auf den Weg gegeben hat - speziell im Einsteigerbereich ist das keinesfalls selbstverständlich. Mit 7.288 K liegt das Display etwas oberhalb des idealen Weißpunktes von 6.500 K, was sich in einer tendenziell "kälteren" Darstellung äußert, im Betrieb jedoch nicht weiter auffällt. Die Abweichungen bei der Graustufendarstellung (Delta-E von 4,82) und der Farbdarstellung (Delta-E von 4,81) liegen ebenfalls im grünen Bereich.

Mischfarben
Mischfarben
Farbtreue
Farbtreue
Graustufen
Graustufen
Farbsättigung
Farbsättigung

Mit seiner durchschnittlichen Helligkeit von 322,9 cd/m² bringt das LG Leon genügend Leuchtstärke für den Außeneinsatz mit, allerdings kann das stark spiegelnde Display schnell den Durchblick versperren. Durch seine IPS-Eigenschaften punktet der Bildschirm mit einer hohen Blickwinkelstabilität. Aus flacheren Blickwinkeln betrachtet erscheinen die Inhalte jedoch leicht farbverfälscht.

Außeneinsatz
Außeneinsatz
Blickwinkel
Blickwinkel

Leistung

Das LG-Smartphone setzt auf den Quadcore-SoC Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, dessen Cortex-A53-Kerne mit jeweils 1,2 GHz laufen. Dem Prozessor stehen der Grafikchip Qualcomm Adreno 306, der gegenüber seinem Vorgänger Adreno 305 etwa die gleiche Leistung auffahren kann, allerdings etwas weniger Strom verbraucht. Der SoC des LG kann auf 1 GB RAM sowie 8 GB Speicherplatz zurückgreifen. Mit seiner Performance zählt der Snapdragon 410 MSM8916 zur Mittelklasse und verleiht dem LG Leon eine hohe Systemleistung, was auch die Benchmarks bestätigen.

Während das LG Leon bei den synthetischen Benchmarks wie 3DMark oder GFXBench im Prinzip zeitgleich mit der Konkurrenz durchs Ziel läuft, holt es bei den Browser-Benchmarks insgesamt einen kleinen Vorsprung heraus. Bei der Schreib- und Leseleistung liegen Licht und Schatten sehr dicht beieinander. An der sequenziellen Leseleistung gibt es ebenso wenig etwas auszusetzen wie an den zufälligen Dateioperationen. Dagegen kommt das LG Leon beim sequenziellen Schreiben kaum vom Fleck und fällt sogar noch hinter die hier ohnehin schon schwache Konkurrenz zurück.

3DMark
1280x720 offscreen Ice Storm Unlimited Score (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
4585 Points ∼2%
Asus Zenfone 5
4643 Points ∼2% +1%
LG G2 Mini
4856 Points ∼2% +6%
Sony Xperia M2
4826 Points ∼2% +5%
1920x1080 Ice Storm Extreme Score (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
2646 Points ∼1%
Asus Zenfone 5
2856 Points ∼1% +8%
LG G2 Mini
2859 Points ∼1% +8%
Sony Xperia M2
5753 Points ∼3% +117%
1280x720 Ice Storm Standard Score (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
5417 Points ∼0%
Asus Zenfone 5
5638 Points ∼1% +4%
LG G2 Mini
5764 Points ∼1% +6%
Sony Xperia M2
5790 Points ∼1% +7%
GFXBench (DX / GLBenchmark) 2.7
1920x1080 T-Rex HD Offscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
5.3 fps ∼0%
LG G2 Mini
5.7 fps ∼0% +8%
Microsoft Lumia 640
4.1 fps ∼0% -23%
Sony Xperia M2
5.9 fps ∼0% +11%
T-Rex HD Onscreen C24Z16 (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
15 fps ∼0%
LG G2 Mini
15.1 fps ∼0% +1%
Microsoft Lumia 640
7.4 fps ∼0% -51%
Sony Xperia M2
15.5 fps ∼0% +3%
AnTuTu v5 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
22186 Points ∼28%
Asus Zenfone 5
17292 Points ∼21% -22%
Octane V2 - Total Score (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
2901 Points ∼6%
Asus Zenfone 5
1822 Points ∼4% -37%
LG G2 Mini
1768 Points ∼4% -39%
Microsoft Lumia 640
1249 Points ∼3% -57%
WebXPRT 2013 - Overall Score (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
223 Points ∼10%
Asus Zenfone 5
167 Points ∼7% -25%
Microsoft Lumia 640
135 Points ∼6% -39%
Sony Xperia M2
173 Points ∼8% -22%
Google V8 Ver. 7 - Google V8 Ver. 7 Score (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
2882 Points ∼15%
Asus Zenfone 5
2188 Points ∼11% -24%
LG G2 Mini
1807 Points ∼9% -37%
Microsoft Lumia 640
1136 Points ∼6% -61%
Sony Xperia M2
1843 Points ∼9% -36%
Sunspider - 1.0 Total Score (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
1509.3 ms * ∼17%
Asus Zenfone 5
1684 ms * ∼18% -12%
LG G2 Mini
1085.6 ms * ∼12% +28%
Microsoft Lumia 640
1243 ms * ∼14% +18%
Sony Xperia M2
1664.6 ms * ∼18% -10%
AndroBench 3-5
Random Write 4KB (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
1.08 MB/s ∼0%
Asus Zenfone 5
1.26 MB/s ∼1% +17%
LG G2 Mini
1.18 MB/s ∼0% +9%
Sony Xperia M2
0.64 MB/s ∼0% -41%
Random Read 4KB (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
8.65 MB/s ∼5%
Asus Zenfone 5
12.43 MB/s ∼7% +44%
LG G2 Mini
14.18 MB/s ∼8% +64%
Sony Xperia M2
13.7 MB/s ∼8% +58%
Sequential Write 256KB (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
7.04 MB/s ∼3%
Asus Zenfone 5
12.45 MB/s ∼5% +77%
LG G2 Mini
11.81 MB/s ∼5% +68%
Sony Xperia M2
11.62 MB/s ∼5% +65%
Sequential Read 256KB (nach Ergebnis sortieren)
LG Leon LGH340N
97.12 MB/s ∼11%
Asus Zenfone 5
95.47 MB/s ∼10% -2%
LG G2 Mini
110.05 MB/s ∼12% +13%
Sony Xperia M2
123.47 MB/s ∼14% +27%

Legende

 
LG Leon LGH340N Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, Qualcomm Adreno 306, 8 GB eMMC Flash
 
Asus Zenfone 5 Qualcomm Snapdragon 400 MSM8926, Qualcomm Adreno 305, 8 GB eMMC Flash
 
LG G2 Mini Qualcomm Snapdragon 400 MSM8926, Qualcomm Adreno 305, 8 GB SSD
 
Microsoft Lumia 640 Qualcomm Snapdragon 400 MSM8226, Qualcomm Adreno 305, 8 GB eMMC Flash
 
Sony Xperia M2 Qualcomm Snapdragon 400 MSM8926, Qualcomm Adreno 305, 8 GB SSD

* ... kleinere Werte sind besser

Spiele

Die Performance des LG Leon reicht für den Multimedia-Einsatz ebenso locker aus wie für aktuelle Apps. Bei Spielen kann man dagegen nicht uneingeschränkt grünes Licht geben. Die allermeisten Games dürften flüssig und völlig problemlos auf dem 4,5-Zoll-Smartphone laufen, darunter auch aktuelle Top-Titel wie Asphalt 8. Doch gerade bei solchen rechenintensiven Titeln wird der Grafikchip schon sehr stark gefordert und hat damit nur wenige Leistungsreserven für die kommende Spiele-Generation zu bieten. Für das ein oder andere Spiel zwischendurch eignet sich das LG Leon aber ohne weiteres.

Aktuelle Spiele wie Asphalt 8 laufen flüssig.
Aktuelle Spiele wie Asphalt 8 laufen flüssig.

Emissionen

Temperatur

Egal, wie stark das LG Leon gefordert wird, es erhitzt sich dabei nur marginal - selbst nach einer vollen Stunde im Stresstest lässt es sich auf maximal auf 35,1 Grad Celsius bringen. Im Durchschnitt bleibt es mit lediglich 32,9 Grad Celsius sogar noch ein ganzes Stück kühler. Wie der Stresstest von GFXBench 3.0 (siehe rechts, blaue Kurve) zeigt, ruft der SoC dabei stets sein ganzes Potenzial ab. Im Leerlauf bleibt die Temperaturanzeige sogar schon bei 28,8 Grad Celsius stehen.

Max. Last
 30.4 °C33.9 °C34.2 °C 
 30.4 °C34.5 °C35.1 °C 
 30.3 °C33 °C34.7 °C 
Maximal: 35.1 °C
Durchschnitt: 32.9 °C
28.1 °C29.7 °C29.2 °C
27.4 °C29.8 °C28.7 °C
28.1 °C29.9 °C29.4 °C
Maximal: 29.9 °C
Durchschnitt: 28.9 °C
Netzteil (max.)  29 °C | Raumtemperatur 22.2 °C | Voltcraft IR-260
(±) Die Durchschnittstemperatur auf der Oberseite unter extremer Last ist 32.9 °C. Im Vergleich erhitzte sich der Durchschnitt der Geräteklasse Smartphone auf 33.2 °C.
(+) Die maximale Temperatur auf der Oberseite ist 35.1 °C. Im Vergleich liegt der Klassendurchschnitt bei 35.7 °C (von 22.4 bis 51.7 °C für die Klasse Smartphone).
(+) Auf der Unterseite messen wir eine maximalen Wert von 29.9 °C (im Vergleich zum Durchschnitt von 34.2 °C).
(+) Ohne Last messen wir eine durchschnittliche Temperatur von 28.8 °C auf der Oberseite. Der Klassendurchschnitt erreicht 33.2 °C.

Lautsprecher

Der kleine Lautsprecher auf der Rückseite vollbringt zwar keine Klangwunder, bleibt durch das gewölbte Chassis jedoch auch dann gut hörbar, wenn das Smartphone auf einer Unterlage wie einem Tisch oder einem Stuhl liegt. Selbst bei maximaler Lautstärke kommt es nicht zu Klangverzerrungen.

Akkulaufzeit

Energieaufnahme

Beim Ermitteln der Leistungsaufnahme mit dem Digital-Multimeter Voltcraft VC870 machte uns das LG Leon einen Strich durch die Rechnung, denn es ließen sich keine brauchbaren Messwerte entlocken. Das hatte jedoch keinen Einfluss auf die Messung der Akkulaufzeiten.

Akkulaufzeit

LG hat das Leon LGH340N mit einem auswechselbaren Lithium-Ionen-Akku ausgestattet, der eine Energie von 7,2 Wh bereitstellen kann. Umgemünzt auf die Akkulaufzeiten ergibt das ein ordentliches, wenngleich nicht überragendes Resultat. Beim Surfen über eine WLAN-Verbindung hält das LG Leon 6 Stunden und 50 Minuten durch, und nach der etwas anspruchsvolleren Version 1.3 unseres WiFi-Tests 6 Stunden und 21 Minuten. Im Vergleich muss sich das Smartphone mit diesen Ergebnissen aber hinten anstellen, da alle Konkurrenzprodukte ausdauernder unterwegs sind. Besonders überzeugen können hier das Sony Xperia M2 und das LG G2 Mini. Im WLAN-Betrieb müssen sie erst nach mehr als 11 beziehungsweise 16 Stunden wieder an die Steckdose.

Akkulaufzeit
Idle (ohne WLAN, min Helligkeit)
14h 22min
Surfen über WLAN
6h 50min
NBC WiFi Websurfing Battery Test 1.3
6h 21min
Last (volle Helligkeit)
3h 35min
LG Leon LGH340N
Adreno 306, 410 MSM8916, 8 GB eMMC Flash
Asus Zenfone 5
Adreno 305, 400 MSM8926, 8 GB eMMC Flash
LG G2 Mini
Adreno 305, 400 MSM8926, 8 GB SSD
Microsoft Lumia 640
Adreno 305, 400 MSM8226, 8 GB eMMC Flash
Sony Xperia M2
Adreno 305, 400 MSM8926, 8 GB SSD
Akkulaufzeit
20%
89%
5%
52%
WLAN (alt)
410
545
33%
1003
145%
686
67%
WLAN
381
502
32%
Last
215
229
7%
284
32%
166
-23%
293
36%
H.264
543
294

Pro

+ Quad-Core-Prozessor
+ Android 5.0
+ Helles Display
+ LTE
+ NFC
+ Präzises GPS-Modul
+ Geringe Temperaturentwicklung
+ Ordentliche Laufzeiten
+ Preiswert

Contra

- Kein HD-Display
- Kaum Kamera-Einstellmöglichkeiten
- Schwache Frontkamera
- Kaum freier Speicherplatz

Fazit

Im Test: LG Leon LGH340N. Testgerät zur Verfügung gestellt von LG Deutschland.
Im Test: LG Leon LGH340N. Testgerät zur Verfügung gestellt von LG Deutschland.

Mit dem 4,5 Zoll großen Leon LGH340N hat LG ein schick designtes Mittelklasse-Smartphone im Angebot, das trotz Sparpreis einiges an Gegenwert bietet und nur wenige Schwächen zeigt. Zu seinen Stärken gehören eine umfangreiche Schnittstellen-Ausstattung inklusive LTE und NFC, ein helles und blickwinkelstabiles IPS-Display. Mit dem Quad-Core-Prozessor Qualcomm Snapdragon 410 MSM8916, dem Grafikchip Qualcomm Adreno 306 und 1 GB RAM steht das LG Leon zudem auf einem guten Performance-Fundament und bleibt im Betrieb angenehm kühl.

LG zeigt mit dem Leon LGH340, dass sich ein niedriger Preis und eine gute Gesamtleistung nicht ausschließen müssen.

Weitere Pluspunkte gibt es für die solide 5-Megapixel-Kamera und das aktuelle Android-OS 5.0.1 Lollipop. In Sachen Akkulaufzeit ist das LG-Smartphone kein Überflieger, liefert insgesamt aber genug Energie für einen kompletten Arbeitstag.

Dass es angesichts des Sparpreises kein HD-Display gibt, lässt sich noch verschmerzen, zumal das LG Leon trotz einer vergleichsweise niedrigen Auflösung von 854 x 480 Pixel Inhalte scharf darstellt. Nicht überzeugen kann dagegen die Webcam, die sich mit ihrer VGA-Auflösung mehr schlecht als recht für Selfies und Videochats eignet. Die nominell 8 GB Speicherplatz hören sich auf dem Datenblatt gut an, reduzieren sich aber auf magere 3 GB, so dass die Nachrüstung einer MicroSD-Karte fast schon zur Pflichtaufgabe wird.

LG Leon LGH340N - 06.05.2015 v4(old)
Manuel Masiero

Gehäuse
79%
Tastatur
68 / 75 → 91%
Pointing Device
86%
Konnektivität
44 / 60 → 73%
Gewicht
95%
Akkulaufzeit
90%
Display
80%
Leistung Spiele
52 / 63 → 83%
Leistung Anwendungen
25 / 70 → 36%
Temperatur
91%
Lautstärke
100%
Audio
65 / 91 → 71%
Kamera
72%
Durchschnitt
73%
83%
Smartphone - gewichteter Durchschnitt
Weitere Informationen über unsere Bewertung finden sie hier.

Preisvergleich

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Autor: Manuel Masiero (Update:  8.05.2015)
Manuel Masiero
Manuel Masiero - Review Editor
Als ich 1986 meine Eltern lang genug genervt hatte, kauften sie mir endlich einen C64, den ich bei einem Freund gesehen hatte – und sofort wusste, so was will ich auch. Seitdem hat mich die Faszination für Computer nie mehr verlassen und herumgebastelt wird grundsätzlich an allem, was mir an Computer-Equipment unter die Finger kommt. Vom C64 über den Amiga 500 und einen in den frühen 90ern gewaltig uncoolen IBM-Computer mit 8088-CPU (und grünem IBM Monochrom-Monitor!) wurde die Liste schließlich lang und länger. Die aktuellen Projekte heißen PC, Tablet und Smartphone.