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Test Oppo Enco W31 Kopfhörer - Die Bauform macht den Unterschied

Enco-In-Ears. Die Oppo Enco Free True-Wireless-Kopfhörer überzeugen auf dem Datenblatt mit einem guten Gesamtpaket zu einem Preis von unter 80 Euro. Wie groß die Unterschiede zu dem teureren Enco-Free-Modell sind und ob es sich lohnt, mehr Geld in die Hand zu nehmen, klärt unser Test.

Für gerade einmal 79 Euro (UVP) gehen die Oppo Enco W31 über den Ladentisch und sind damit wesentlich günstiger als das Spitzenmodell Enco Free (129 Euro). Technisch müssen auf dem Datenblatt ein paar Abstriche gemacht werden, so fehlt beispielsweise die Dolby-Atmos-Zertifizierung und die Akkus fallen wesentlich kleiner aus. Der größte Unterschied liegt jedoch in der Trageweise. Während die W31 in den Gehörgang eingeführt werden, liegen die Free-Kopfhörer einfach in der Ohrmuschelhöhle. 

Spezifikationen

Trageweise In-Ear
Konnektivität Bluetooth 5.0
Lautsprecher 7 mm Treiber, dynamisch, 95 dB @ 1 kHz, 20 - 20.000 Hz
Audio-Codecs SBC, AAC
Akkuleistung (Ohrhörer) 25 mAh
Akkuleistung (Ladeetui) 350 mAh
Ladeanschluss USB-C
kabelloses Laden wird nicht unterstützt
Gewicht (pro Ohrhörer) 4 g
Gewicht (Ladeetui) 42 g
Sensoren k. A.
Mikrofone 2 Mikrofone pro Ohröhrer
Lieferumfang Kopfhörer, Ladeetui, Silikon-Ohrpolster (S, M, L), Dokumentationen
Preis (UVP) 79,- EUR

Gehäuse und Ergonomie - Enco W31 mit IP54-Zertifizierung

Die Oppo Enco W31 Kopfhörer sind in den Farben Schwarz und Weiß verfügbar. Die In-Ears werden in den Gehörgang eingeführt, mit den drei Aufsätzen sollte diese dann einen sicheren und bequemen Halt finden. 

Wie die meisten TWS-Kopfhörer bestehen die Enco W31 aus Kunststoff. Die Verarbeitung ist gut und gibt keinen Anlass zur Kritik, darüber hinaus sind die Oppo-Kopfhörer gemäß IP54 gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Was per Definition nicht vollständig staubdicht und ein Schutz gegen allseitiges Spritzwasser bezeichnet und sich nur auf die Kopfhörer selbst bezieht. 

Das Ladeetui wird durch einen Magneten sicher verschlossen und auch die Ohrhörer werden magnetisch an den Ladekontakten arretiert.

Ausstattung und Bedienung - Nur wenige Gesten zur Steuerung

Wer ein passendes Smartphone von Oppo wie das Find X2 Pro sein Eigen nennt, bekommt eine einfache Einrichtung geboten, denn dann muss das Ladeetui beim ersten Mal einfach nur geöffnet werden, damit das Smartphone die TWS-Kopfhörer direkt erkennt. Andere Smartphones, Tablets oder Laptops müssen ein herkömmliches Pairing mittels der Taste im Case durchführen. Eine spezielle App für die Steuerung der Oppo Enco W31 gibt es nicht. Potenzielle Firmware-Updates sollen automatisch eingespielt werden, überprüfen lässt sich dies leider nicht. 

Ein Pluspunkt ist, dass beide Kopfhörer simultan voneinander mit Daten versorgt werden, sodass eine optimale Synchronität gewährleistet werden kann. Die Steuerung fällt etwas spartanischer aus als bei den Enco Free Kopfhörern. Über Doppeltipp-Gesten kann lediglich bei der Musikwiedergabe ein Titel nach vorne gesprungen oder der Sprachassistent aktiviert werden. Während eines Telefonates kann dieses über die gleiche Geste angenommen beziehungsweise beendet werden. 

Sprachqualität und Noise Cancelling - Nur für Gelegenheitstelefonierer

Die Mikrofone des Oppo Enco W31 zeichnen Töne klar, natürlich und mit wenig Rauschen auf. Eine Umgebungsgeräuschunterdrückung lässt sich bei Telefonaten nicht ausmachen, Personen im gleichen Raum werden verständlich mit aufgezeichnet. Wird es richtig laut, ist auch der Nutzer der Enco W31 nur noch schwer zu verstehen und das Klangbild ist von Störungen gezeichnet. 

Klang - Kaum schlechter als Enco Free

Der Klang der Oppo Enco W31 gefällt uns gut und liegt trotz der kleineren Treiber auf dem gleichen Niveau wie die der teureren Enco Free Kopfhörer, wenn auch es keine Dolby-Atmos-Zertifizierung gibt. Die Bässe sind bei den W31 jedoch etwas weniger präsent. Dies wollen die Chinesen mittels eines sogenannten Bass Boost ausgleichen, welcher bei Bedarf per Geste aktiviert werden kann. Akustisch weiß dieser aber nicht zu überzeugen, da gefühlt jeder Ton von einem Brummen begleitet wird, was weder natürlich noch harmonisch klingt. 

Pink-Noise-Messung
Pink-Noise-Messung
harmonische Verzerrungen und Rauschen (SNR: 38,98 dBFS)
harmonische Verzerrungen und Rauschen (SNR: 38,98 dBFS)
Pegel für linken und rechten Kanal
Pegel für linken und rechten Kanal

Akkulaufzeiten - Enco W31 mit ordentlichen Laufzeiten

Obwohl die Akkus wesentlich kleiner sind als beim teureren Schwestermodell, fällt die Akkulaufzeit der TWS-Kopfhörer nur minimal kürzer aus. Dauerläufer sind die Enco W31 zwar sicherlich nicht, jedoch sind über vier Stunden ein durchaus gutes Ergebnis.

Eine vollständige Ladung im Etui benötigt rund 80 Minuten. 

Akkulaufzeiten (@ 65 dB) 04 h 06 min

Fazit - Solider Klang und gute Laufzeiten

Im Test: Oppo Enco W31. Testgerät zur Verfügung gestellt von Oppo Deutschland.
Im Test: Oppo Enco W31. Testgerät zur Verfügung gestellt von Oppo Deutschland.

Mit den Enco W31 offeriert Oppo ein kompaktes und leichtes Paar True-Wireless-Kopfhörer, welches durch sein stimmiges Gesamtpaket zu gefallen wissen. Vieltelefonierer stehen hier sicherlich nicht im Fokus, durch die IP54-Zertifizierung aber sicherlich sportliche Anwender, die unterwegs gerne Audioinhalte konsumieren und gelegentlich auch mal einen Anruf entgegennehmen wollen. 

Wer kompakte und wetterfeste TWS-Kopfhörer sucht, kann mit den Oppo Enco W31 durchaus glücklich werden. 

Die Gestensteuerung ist im Test etwas schwerfällig und bietet nicht allzu viele Möglichkeiten, das können die Enco Free wesentlich besser. Beim Klang sind die beiden jedoch überraschend dicht beieinander. Die Akkulaufzeiten liegen ebenfalls auf einem ordentlichen Niveau, sodass der Griff zum günstigeren Modell durchaus die bessere Wahl sein kann. 

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Autor: Daniel Schmidt, 22.09.2020 (Update: 23.09.2020)
Daniel Schmidt
Daniel Schmidt - Managing Editor Mobile - @Tellheim
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden.