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"User Inyerface" zeigt die dunkle Seite modernen Webdesigns

Modernes Webdesign kann manchmal ganz schön anstrengend sein. (Bild: Bagaar)
Modernes Webdesign kann manchmal ganz schön anstrengend sein. (Bild: Bagaar)
Nervige Pop-Ups, Cookie-Meldungen, AGB-Checkboxen, Chatbots oder auch absichtlich irreführende Buttons – modernes Webdesign steckt voller Tücken. Ein Designprojekt schickt einen direkt in die virtuelle Hölle, während man versucht, ein Formular auszufüllen.

Das Projekt der Agentur Bagaar zeigt auf eindrucksvoll frustrierende Weise, was im Webdesign heutzutage schief läuft. Auf der Webseite sind praktisch alle Buttons falsch beschriftet und die meisten Links an ungewohnten Stellen platziert. Dazu kommen besonders umständliche Passwort-Vorgaben, nervige Pop-Ups, beinahe unmöglich zu lösende Captcha-Abfragen und vieles mehr.

Dabei wird man ständig von einem Timer begleitet, der Zeitdruck vorspielt. Selbst erfahrene Surfer werden hier an ihre Grenzen getrieben. Am Ende belohnt die Seite den hartnäckigen Internet-Veteranen mit einem Link auf Bagaars Job-Seite – die Webseite dient also als clevere Methode, neue Mitarbeiter zu finden.

Beim Durchspielen der Seite wird aber erst richtig klar, wie furchtbar das moderne Internet manchmal sein kann – und dabei liegt User Inyerface beängstigend nah an der Realität. Höchste Zeit also, die Webseite selbst auszuprobieren.

Nein, mit dem "No"-Button kommt man nicht auf die Seite.
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Wenn man einfach beliebige Daten eingibt, wird sogar Mathe verlangt.
Wenn man einfach beliebige Daten eingibt, wird sogar Mathe verlangt.
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Autor: Hannes Brecher,  4.07.2019 (Update:  4.07.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.