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VW ID.3 vorgestellt: Elektroauto mit bis zu 550 km Reichweite

Der VW ID.3 kommt zuerst in der Topausstattung (Bild: Volkswagen)
Der VW ID.3 kommt zuerst in der Topausstattung (Bild: Volkswagen)
Volkswagen hat heute mit dem ID.3 sein neues reines Elektroauto angekündigt, mit dem der Konzern endlich Tesla Konkurrenz machen will. Hierbei soll das Auto besonders mit seiner Reichweite und seinem niedrigen Preis überzeugen.

Seit Monaten warten Auto- und Technikfans schon gespannt auf die Vorstellung des neuen rein elektrischen ID.3 von Volkswagen. Jetzt ist es endlich soweit, da Volkswagen die diesjährige IAA genutzt hat, um sein neues Auto vorzustellen. Dabei sieht es danach aus, als würde das Tesla Model 3 erstmals wirkliche Konkurrenz von einem deutschen Hersteller bekommen. Was viele natürlich als erstes interessieren wird, ist der Preis und die Reichweite des Autos.

Preislich soll der ID.3 bei "nur" 30.000 Euro starten, wobei man hier wieder damit rechnen muss, dass viele Features, die heute eigentlich Standard sind, erst noch oben drauf gerechnet werden müssen. Bei den Batterien und der daraus resultierenden Reichweite wird es drei verschiedene Version geben. Die kleinste Version mit 45 kWh und 330 km Reichweite, ein Modell mit 58 kWh und 420 km Reichweite und die Top-Variante mit ganzen 77 kWh Kapazität, die auf bis zu 550 km Reichweite kommen soll. Hierbei wird in der ersten Auflage, dem ID 3.1, der bereits seit Monaten vorbestellbar ist, die Batterie mit 58 kWh verbaut.

Die großen Akkumodelle können indes mit bis zu 125 Kilowatt Gleichstrom geladen werden, wodurch man innerhalb von 30 Minuten ca. 290 Kilometer nachladen kann. Kunden erhalten weiterhin von Volkswagen eine Akku-Garantie über 8 Jahre oder bis zu 160.000 km. In Sachen Beschleunigung schafft es der ID.3 mit 204 PS und 300 Newtonmetern innerhalb von 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, wobei er bei 160 km/h abgeriegelt ist. Hier hat die Konkurrenz von Tesla immer noch die Nase vorn.

Beim ID.3 erkennt man von außen deutlich, dass es sich um ein VW-Produkt handelt (Bild: Volkswagen)
Beim ID.3 erkennt man von außen deutlich, dass es sich um ein VW-Produkt handelt (Bild: Volkswagen)

Auch wenn sich beim Äußeren einiges getan hat, erinnert das Auto doch spürbar an andere VW-Marken wie den Golf, was aber nicht unbedingt etwas schlechtes ist. Auch von den Maßen ist das Auto dem Golf äußerlich sehr ähnlich, ist im Innenraumvolumen dank des Elektroantriebs aber eher mit einem größeren Auto vergleichbar. Hier zeigen sich mal wieder klar die Vorteile der Elektromobilität.

Das Interior des VW ID.3 ist wesentlich spartanischer, als das bei anderen VW-Autos (Bild: Volkswagen)
Das Interior des VW ID.3 ist wesentlich spartanischer, als das bei anderen VW-Autos (Bild: Volkswagen)

Im Innenraum verzichtet der traditionelle Autohersteller auf einige Anzeigen und Knöpfe, indem sich hinter dem Lenkrad nur ein relativ kleines Display für die Geschwindigkeit findet, wobei auch das 10 Zoll große Touchdisplay in der Mitte nur über wenige Knöpfe verfügt. Ansonsten ist das Design der Sitze und der Farbgebung wieder anderen Produkten von Volkswagen recht ähnlich.

Insgesamt handelt es sich beim ID.3 um das erste wirklich vollwertige elektrische Auto von Volkswagen, bei dem man keine größeren Kompromisse bei der Reichweite oder beim Preis eingehen muss. Es wird auf jeden Fall spannend sein, zu sehen, wie sich das Auto gegen über dem Tesla Model 3 und der restlichen Konkurrenz in der Verkaufszahlen schlagen wird. Unabhängig davon dürften sich viele Fans des Herstellers über diesen Schritt freuen, nachdem der Autokonzern in den letzten Jahren dank des Dieselskandals ja hauptsächlich negativ in der Presse war.

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Autor: Cornelius Wolff,  9.09.2019 (Update: 12.09.2019)
Cornelius Wolff
Cornelius Wolff - News Editor
Nachdem ich mit 8 meinen ersten PC geschenkt bekommen habe (damals noch mit einem AMD Athlon Single-Kern-Prozessor) und ich dieses Gerät auch gleich munter auseinander gebaut habe, hat mich die Technik nie wieder losgelassen. So kam es, dass ich schon mit jungen Jahren immer weiter in die Welt der Computer-Technik eingetaucht bin. Als ich dann 2015 zum ersten Mal auf die Seite Notebookcheck gestoßen bin, war ich begeistert von dem Umfang den diese Seite bietet. Nun arbeite ich seit meiner erfolgreichen Bewerbung im Jahr 2016 als freier Mitarbeiter bei Notebookcheck als News- und Hardware-Redakteur.