VW ruft erneut ID.4-Modelle wegen Brandgefahr zurück: Nutzer sollen nicht mehr als 80 % laden

Am 30. September reichte Volkswagen bei der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA einen Rückruf ein, der seit Anfang Oktober öffentlich einsehbar ist. Darin beschreibt der deutsche Autohersteller ein Fehlerbild, das unter bestimmten Umständen zu einem Fahrzeugbrand führen kann.
Die Ursache für den Fehler ist noch unbekannt und nicht abschließend von VW identifiziert. Die Halter der betroffenen Fahrzeuge sollen bis zur endgültigen Abhilfe höchstens auf 80 % laden. Die endgültige Reparaturlösung befindet sich noch in Entwicklung. Der Fall ist nicht auf ein bereits bekanntes, eindeutig abgegrenztes Problem beschränkt, sondern tritt bislang nicht reproduzierbar auf. Volkswagen schätzt den Anteil der Fahrzeuge mit dem konkreten Defekt auf 0,1 %.
Mehrere Rückrufe dieses Jahr
Der neueste Rückruf reiht sich nun bereits in eine Liste ähnlicher Rückholaktionen in diesem Jahr ein. Im Januar 2026 waren über 44.000 ID.4 in den USA betroffen, damals ging es ebenfalls um Batterieüberhitzung sowie um eine mögliche Selbstentladung. Im März gab es dann eine große Rückholaktion in Europa, hierbei waren rund 94.000 VW-Fahrzeuge betroffen, darunter ID.3, ID.4, ID.5, ID. Buzz und Cupra Born. Teilweise mussten ganze Batteriemodule gewechselt werden.
Und trotz früherer Maßnahmen erfolgt nun im Oktober die nächste, unrühmliche Rückholaktion. Vorerst nur in den USA, ob das darauf beschränkt bleibt, wird sich zeigen. Deutsche Nutzer sollten sich über den aktuellen Stand informieren, beispielsweise beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) oder bei Volkswagen direkt. Unklar ist auch, ob es sich um komplett neue Fehler handelt, oder ob die vergangenen Rückholaktionen nicht komplett erfolgreich waren.
Quelle(n)
NHTSA, Rückrufnummer 26V630





