VW unter Druck: Chinesische Marken in Deutschland nehmen beträchtlich zu

Laut amtlichen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts bleibt VW in Deutschland die klare Nummer eins, der Abstand zur Konkurrenz dürfte sich bei VW aber nicht mehr ganz so komfortabel anfühlen. Im April 2026 kam VW laut KBA auf 46.101 Neuzulassungen, was einem Marktanteil von 18,5 Prozent entspricht. Mit dem ID.3 dominiert VW aktuell auch den E-Auto-Markt. Gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet Volkswagen aber trotzdem ein Minus von 6,7 Prozent – und ein Teil dieser Marktanteile ging offenbar nach China.
Chinesische Automarken verzeichnen in Deutschland ein enormes Wachstum. BYD legt im April um 200,4 Prozent auf 4.705 Neuzulassungen zu. Leapmotor wächst sogar um 331,5 Prozent auf 1.355 Fahrzeuge, während Xpeng mit 595 Fahrzeugen ein Plus von 187,4 Prozent verzeichnet. Im Vergleich zu VW machen selbst alle chinesischen Autos zusammengenommen nur einen kleinen Teil des Gesamtabsatzes aus. Nichtsdestotrotz zeigen die Zahlen des KBA einen Trend, der sich aktuell klar zugunsten der chinesischen Autoindustrie entwickelt.
Volkswagen wird jedoch kaum dabei zusehen, wie chinesische Hersteller den deutschen Automarkt dominieren. Unter dem Leitbild „True Volkswagen“ richtet der Konzern die Marke aktuell neu aus, wobei man sich wieder stärker auf einstige VW-Kerntugenden konzentrieren möchte – gute Qualität zu einem erschwinglichen Preis. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Markt vor allem preiswerte Modelle bevorzugt. Laut KWB waren Golf, T-Roc und Tiguan im April die meistverkauften Modelle.
Ob die Neuausrichtung reicht, um den Vorsprung langfristig zu verteidigen, wird sich allerdings erst in den kommenden Jahren zeigen. Eine zentrale Rolle dürfte dabei die Frage spielen, ob VW seine aktuell noch führende Position im Bereich der reinen Stromer behaupten kann. Die Konkurrenz aus China ist immerhin überwiegend rein elektrisch unterwegs. Allerdings hat auch VW vollelektrische Modelle im Angebot – darunter auch den neuen Elektro-Polo für 25.000 Euro.
Quelle(n)
Bildquelle: VW










