Kahlschlag bei Porsche: 500 Jobs weg, Aus für E-Bike-Sparte

Porsche richtet sich strategisch neu aus und greift hart durch. Der Stuttgarter Autobauer schließt drei Tochtergesellschaften. Über 500 Arbeitsplätze fallen weg. Im Zentrum der Kürzungen steht das Aus für das hauseigene E-Bike-Geschäft.
Die Porsche eBike Performance GmbH wird komplett abgewickelt. Die Schließung trifft etwa 350 Beschäftigte in Ottobrunn bei München und im kroatischen Zagreb. Mit dieser Abteilung wollte der Autobauer eigentlich eigene E-Bike-Motoren konstruieren und verkaufen. Fundamental veränderte Marktbedingungen zwingen das Unternehmen nun zum Rückzug. Fahrräder mit dem Porsche-Logo wird es zwar weiterhin geben, diese baut künftig jedoch exklusiv der deutsche Partner Rotwild.
Neben dem E-Bike-Bereich trifft es zwei weitere Firmen. Die Batterie-Tochter Cellforce Group in Kirchentellinsfurt wird endgültig geschlossen. Hier fallen etwa 50 Stellen weg. Die Batterieproduktion war dort bereits im vergangenen Jahr weitgehend gestoppt worden. Auch das Software-Unternehmen Cetitec steht vor dem Aus. Hier geht es um Datenkommunikation. Rund 60 Arbeitsplätze in Pforzheim und 30 in Kroatien sind von den Schließungsplänen betroffen.
Der Vorstandsvorsitzende Michael Leiters trimmt den Konzern auf Effizienz. Der Fokus liegt wieder strikt auf dem Bau von Sportwagen. Leiters bezeichnet die Einschnitte als unabdingbare Grundlage für eine erfolgreiche Neuausrichtung. Porsche reagiert damit auf eine deutliche Verschlechterung der Zahlen im ersten Quartal 2026. Vor allem ein massiver Nachfrageeinbruch auf dem wichtigen chinesischen Markt und neue US-Zölle belasten die Bilanz schwer.
Die Umstrukturierung reicht bis in die Chefetage. Porsche verkleinert den Vorstand von acht auf sieben Ressorts. Die Abteilung Car IT wird aufgelöst und ab Juli in die allgemeine Fahrzeugentwicklung integriert.








