
Verwandelt iPad zur Laptop-Alternative: Inateck NeoMagic Tastatur-Hülle im Praxis-Test
Mit Trackpad & App.
Die Inateck NeoMagic Tastatur-Hülle mit Trackpad und Display verwandelt ein iPad in eine Laptop-Alternative. Wie gut das in der Praxis funktioniert, verrät unser Testbericht.Marcus Schwarten Veröffentlicht am 🇺🇸
Inateck NeoMagic Testfazit: Praktische Zusatzfunktionen
Die Inateck NeoMagic verwandelt ein iPad durchaus in einen Laptop-Ersatz - zumindest hinsichtlich der Hardware. Bei der Software gibt es natürlich einige Unterschiede, was aber nicht an der getesteten Tastatur-Hülle liegt. Diese hat im Test insgesamt einen guten Eindruck hinterlassen. Das Tippgefühl ist okay und vergleichbar mit einem preiswerten Notebook.
Praktisch sind die Zusatzfunktionen wie die speziellen Wischgesten und die separat belegbare Taste, wobei hier die Möglichkeiten begrenzt sind. Das Gewicht von gut 850 g ist für Produkte dieser Art üblich, das praktische Display gibt es hingegen nicht überall.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Die unverbindliche Preisempfehlung für die von uns getestete "Inateck NeoMagic Magnetische Tastatur-Hülle für iPad Air 13" M4/M3/M2 (2026/2025/2024) und iPad Pro 12.9" 6/5/4/3 Gen" hat laut Herstellerangaben eine unverbindliche Preisempfehlung von 199,99 Euro.
Im Handel ist sie bereits für deutlich weniger bestellbar, beispielsweise direkt bei Inateck oder bei Amazon. Zur Wahl steht sie in den Farben Schwarz und Weiß.
Moderne Tablets wie das iPad machen Laptops selbst in dessen klassischen Anwendungsbereichen immer mehr Konkurrenz. Das gilt erst recht, wenn ein iPad mit einer Tastatur-Hülle wie der Inateck NeoMagic kombiniert wird. Wir haben diese in der Praxis im Zusammenspiel mit einem iPad Pro 12.9" getestet.
Übrigens: Getippt wurde dieser Testbericht übrigens zum Teil auf der getesteten Tastatur am iPad.
Spezifikationen Inateck NeoMagic
| Modellnummer | KB903-13A / N0073 |
| Kompatibilität | iPad Air 13" M4/M3/M2, iPad Pro 12.9" 6/5/4/3 Gen |
| Tastatur (Anzahl Tasten) | QWERTZ (79) |
| Hintergrundbeleuchtung | 3 Helligkeitsstufen/7 Farben |
| Größe Trackpad | ca. 11 x 6 cm |
| Konnektivität | Bluetooth 5.3 |
| Abmessungen | 28,4 × 22,4 × 1,7 cm |
| Gewicht | 855 g |
Ausstattung: Tastatur-Hülle mit Trackpad und Display
Die Inateck NeoMagic ist eine Kombination aus einer iPad-Hülle und einer externen Tastatur. Sie umschließt das iPad oben und unten und ist über ein Scharnier aufklappbar. So verwandelt sich das iPad in eine Art Notebook - mit der Tastatur unten und dem iPad, das magnetisch an der Hülle anhaftet, aufgestellt als Display. Dahinter versteckt sich eine kleine Schlaufe, in der bei Bedarf ein Apple Pencil eingesteckt werden kann.
Die Tastatur mit europäischer QWERTZ-Belegung (QWERTY ist ebenfalls erhältlich) umfasst sechs Reihen mit insgesamt 79 Tasten und ist damit vollwertig wie an einem Computer, allerdings ohne Ziffernblock (Numpad). Über der Zahlenreihe gibt es eine Reihe von Funktionstasten für Lautstärke, Displayhelligkeit und mehr, die im Test problemlos funktioniert haben. Auch eine frei belegbare Taste ist hier zu finden. Mehr dazu weiter unten.
Auch auf eine Tastaturbeleuchtung muss nicht verzichtet werden. Diese ist in drei Stufen in der Helligkeit einstellbar und kann zudem in sieben Farben (Weiß, Gelb, Grün, Hellblau, Dunkelblau, Lila, Rot) leuchten. So ist es mit der flächendeckenden Beleuchtung problemlos möglich, im Dunkeln mit der Tastatur-Hülle zu arbeiten.
Unterhalb der Tastatur sitzt ein ca. 11 x 6 cm großes Trackpad, über das sich wie an einem Laptop der Mauszeiger über den iPad-Bildschirm bewegen lässt. Es unterstützt zudem Gesten mit bis zu drei Fingern, um zu Zoomen, zwischen Apps zu wechseln und mehr. Oben rechts über der Powertaste verbaut Inateck zudem ein kleines Display. Das gibt es nicht bei jeder iPad-Tastatur-Hülle auf dem Markt und informiert nicht nur über den Verbindungsaufbau sowie den Akkustand, sondern auch eine aktivierte Feststelltaste.
Zum Lieferumfang der Inateck NeoMagic zählen neben der Tastatur-Hülle selbst auch eine Anleitung in Englisch, Deutsch und Chinesisch sowie ein 80 cm langes USB-C- auf USB-A-Kabel. Dieses wirkt etwas aus der Zeit gefallen, da ein reines USB-C-Kabel zeitgemäßer wäre. Aber vermutlich dürfte jeder noch irgendwo ein Netzteil mit USB-A-Anschluss herumliegen haben. Dieses ist im Lieferumfang nicht enthalten, um den in der Hülle integrierten Akku zu laden.
Praxis: Fast wie ein Laptop
Das iPad Pro 12.9" haftet magnetisch am Deckel der Hülle an, sodass die Rückseite abgesehen von der Kamera gegen Kratzer und Co geschützt ist. Die Kameraaussparung passt genau. Auf einer Seite wird das Tablet durch das Scharnier verdeckt. Auf den anderen drei Seiten steht die Hülle um rund einen Millimeter über. Das wirkt im ersten Moment wie eine nicht ganz perfekte Passform mit dem für den Test genutzten iPad Pro 12.9", schützt das Gerät aber beim Transport in einer Tasche etwas. Tastatur und Hülle sind nicht voneinander trennbar.
Der Verbindungsaufbau der NeoMagic mit dem iPad Pro 12.9" erfolgt via Bluetooth 5.3 und hat im Test schnell und problemlos funktioniert. Auch nach dem Ein- und Ausschalten hat sich die Tastatur automatisch und binnen weniger Sekunden wieder mit dem iPad verbunden. Bei der ersten Benutzung fiel auf, dass die QWERTZ-Tastatur vom iPad als QWERTY-Tastatur eingesetzt wird. Dies lässt sich aber schnell in den Einstellungen des iPads unter "Allgemein > Tastatur > Hardwaretastatur" beheben.
Danach kann es mit dem Tippen losgehen. Hierbei ist im Test aufgefallen, dass das Tippgefühl für unser Gefühl etwas steif ist. Die einzelnen Tasten haben keinerlei ergonomische Form, sondern nur die zwei üblichen kleinen Markierungen auf „F“ und „J“. Auch der Druckpunkt ist nicht so angenehm wie bei einer hochwertigen Notebook- bzw. PC-Tastatur. Letztendlich ist es wie immer aber auch eine Frage der Gewohnheit, sodass sich nach etwas Zeit dennoch ein zügiges Tipptempo und solides Gefühl eingestellt hat.
Das Trackpad im unteren Bereich erweist sich im Umgang mit einem iPad trotz Touchpad ebenfalls als praktisch - zumal es iPad-Gesten unterstützt. So lässt sich nicht nur mit einem Finger die virtuelle Maus über den iPad-Bildschirm bewegen und per Tipp klicken. Sondern mit drei nach oben wischenden Fingern wird beispielsweise die aktuell geöffnete App minimiert und die übliche Ansicht der zuletzt verwendeten Programme dargestellt. Auch das Markieren von mehreren Wörtern ist einfach und schnell möglich.
Abgesehen von Betriebssystem und Software ein Punkt, bei dem sich ein iPad Pro 12.9 samt Tastatur-Hülle von klassischen Notebooks unterscheidet, ist die Gewichtsverteilung. Der Schwerpunkt im aufgeklappten Zustand liegt hier mehr in Richtung Displaybereich verlagert, während dieser bei klassischen Laptops mittiger im Bereich in der Basis ist. Der Stand auf einem ebenen Untergrund ist zwar relativ stabil. Bei schnellem und kraftvollem Tippen kann das iPad in der Hülle aber schon mal leicht ins Schwingen kommen.
Die Inateck NeoMagic wiegt rund 855 g und ist etwas schwerer als das iPad Pro 12.9". Gemeinsam wiegen sie rund 1,55 kg - und damit mehr als übliche 13-Zoll-Laptops. Das gilt auch in Kombination mit dem rund 70 g leichteren iPad Air 13". Der Neigungswinkel des iPads ist durch die Hülle relativ begrenzt. Zudem ist die NeoMagic nach unseren Eindrücken recht empfindlich gegen Fingerabdrücke - sowohl auf der Außenseite als auch im Bereich der Tastatur.
App: Nützliche Zusatzfunktionen
Inateck bietet eine eigene App namens Inateck Origin, die mit der NeoMagic Tastatur-Hülle kompatibel ist. Diese kann kostenlos aus dem App Store geladen werden und ermöglicht zusätzliche Optionen im Umgang mit der Tastatur.
Neben dem Einstellen der Hintergrundbeleuchtung (Helligkeit und Farbe), was auch direkt über die Tastatur funktioniert, lassen sich die spezielle Inateck-Taste (oberste Reihe über 5 und 6) sowie vier Wischgesten (S, Z, N und W) mit speziellen Aktionen belegen. So kann dann beispielsweise die Suche oder Siri gestartet bzw. ein Screenshot gemacht werden. Leider ist es aber nicht möglich, diese mit speziellen Apps zu belegen.
Zudem lässt sich in der App ein Ruhemodus einstellen. Hier wird festgelegt, nach wie vielen Minuten Inaktivität sich die Tastatur abschaltet. Das ist wichtig, um den Akku zu schonen. Denn während sich das iPad beim Zuklappen der Hülle automatisch sperrt, bleibt die Tastatur zunächst eingeschaltet.
Womit wir zum Abschluss des Tests bei der Akkulaufzeit angekommen sind. Diese hängt natürlich stark von der Nutzungsintensität sowie der Helligkeit der Hintergrundbeleuchtung ab. Der Hersteller wirbt mit bis zu 100 Stunden, was aber nur mit ausgeschalteter Beleuchtung möglich ist.
Selbst bei intensiver Nutzung übersteht die Inateck NeoMagic nach unseren Eindrücken problemlos einige Arbeitstage, bevor sie über den seitlichen USB-C-Anschluss wieder geladen werden muss. Dank dem Display bleibt der Ladestand immer im Blick. Und notfalls tut es auch eine Powerbank, sollte der Akkustand dem Ende zuneigen.
inateck AceTouch Pro kombiniert Schutz und Tastatur
Das inateck AceTouch Pro Keyboard Case vereint Schutz für das iPad mit einer vollwertigen Tastatur und bietet dabei die Flexibilität, sich an unterschiedlichste Szenarien anzupassen. Dank des magnetischen Mechanismus lässt sich die Tastatur mit einem einzigen Handgriff von der Schutzhülle trennen. Ein flexibler Standfuß ermöglicht verstellbare Betrachtungswinkel für Tippen, Lesen, Skizzieren und Co. Das integrierte Trackpad unterstützt alle iPadOS-Gesten und sorgt für ein vertrautes, Laptop-ähnliches Bediengefühl.
Mobilität steht hierbei im Mittelpunkt: Das Keyboard Case bleibt leicht und handlich, sodass Nutzer ihren Arbeitsplatz überallhin mitnehmen können – ob ins Klassenzimmer oder in die Bibliothek, ins Café oder in den Zug. Jetzt entdecken!
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.






















