
BenQ ScreenBar Halo 2: Test der "Schreibtischlampe für Nachteulen"
Spot an!
Ist eine ScreenBar wirklich besser als eine herkömmliche Schreibtischleuchte? Wir machen den Test mit der BenQ ScreenBar Halo 2 und vergleichen den Bedienungskomfort, die Leuchtstärke, eventuelle Blendungen und mehr.Marc Zander Veröffentlicht am 🇺🇸
Wie gut ist die BenQ ScreenBar Halo 2?
Eines vorweg: Ich gehöre nicht zur Zielgruppe, die ohne zu murren 179 Euro für eine Screenbar ausgeben würde. Nach meinem Test weiß ich jetzt jedoch, warum viele Anwender von einer Screenbar begeistert sind. Passend zum Thema kann man sagen: Ich hatte eine Erleuchtung. Eine Screenbar bietet tatsächlich deutlich mehr Vorteile als eine normale Schreibtischlampe und verfügt im Falle der Halo 2 zudem über eine sehr einfache und moderne Bedienbarkeit. Wer also die Ausgabe nicht scheut oder ein ausgezeichnetes Angebot findet, wird mit dem Gadget sehr glücklich. Auch wenn man am Ende zugeben muss, dass man zumeist die gleiche Einstellung nutzen wird, mal abgesehen von der automatischen Einstellung, die schnell für eine passende Beleuchtung sorgt. Wer wie ich zu den Personen gehört, die aufgrund ihrer Kurzsichtigkeit schnell geblendet werden, findet hier viel mehr Möglichkeiten, passende Belichtungseinstellungen auszuwählen. Dass das Licht einer Screenbar augenschonender sein kann, bemerkt man gefühlt bereits wenige Tage nach der Nutzung.
Pro
Contra
Hier ist die Halo 2 SmartBar erhältlich
Die SmartBar Halo 2 gibt es im Online-Shop von BenQ immer mal reduziert, aktuell mit 15 Prozent Rabatt für 152,15 Euro (UVP 179 Euro) bei kostenloser Lieferung. Bei Amazon ist der Preis von 152,15 Euro aktuell identisch (aufgrund der Prime Days).

Für wen ist die ScreenBar Halo 2 geeignet?
Alle, die auf blendfreie Beleuchtung des Schreibtisches angewiesen sind (etwa zur Fotobearbeitung, beim Videoschnitt etc.), bekommen hier eine hochwertig verarbeitete Screenbar mit einfacher Bedienung. Der Komfort hat allerdings seinen Preis und schlägt ohne Angebot mit 179 Euro zu Buche. Dafür bekommt man im Baumarkt oder beim Discounter bis zu 15 herkömmliche Schreibtischlampen, die letztlich (wenn man von den Komfortfunktionen absieht) denselben Zweck erfüllen, vor allem, wenn es um die Hintergrundbeleuchtung geht. Preisbewusste Nutzer werden daher eher mit herkömmlichen Alternativen glücklich.
Technische Details der BenQ SmartBar Halo 2
| Leuchtstärke: | 1.000 Lux |
| Ausgeleuchtete Fläche: | ca. 85 × 50 cm |
| Material: | PC und ABS mit Aluminiumlegierung |
| Stromversorgung: | über USB-C, max. 3 A |
| Größe (B × T × H): | Lampe ca. 50 × 14,3 × 10,9 cm, Controller ca. 7,4 × 7,4 × 3,95 cm |
| USB-Kabellänge: | ca. 1,5 m |
| Max. mögliche Monitorgehäuse-Dicke: | 0,43–6 cm (flach und gebogen) |
Das ist bei der Halo 2 ScreenBar von BenQ enthalten
Beim Kauf sind neben der Screenbar und dem kabellosen Bedienteil ebenfalls eine Kurzanleitung, ein USB-C-Adapter-Netzstecker sowie ein anklebbarer Adapter zur Nutzung einer Webcam enthalten. Eine mehrsprachige (auch auf Deutsch), detaillierte Bedienungsanleitung bekommt man als PDF auf der BenQ-Webseite. Die Installation ist schnell erledigt: Klammer öffnen, Screenbar auf der Monitoroberseite mit der Lichtleiste nach vorn platzieren und die Klammer fest an die Monitorrückseite drücken. Auf einem vorhandenen 24-Zoll-BenQ-Monitor sitzt die Screenbar sehr fest, da hier auf der Oberseite des Monitorrahmens eine Rille integriert ist, in welche die Gummierung sicher eingefügt werden kann. Beim Test auf einem 27-Zoll-Samsung-Monitor mit sehr glatter Oberfläche konnte die Screenbar leider nur etwas wackelig montiert werden. Ansonsten bietet sie für abgerundete, Curved- und gewölbte Monitore verschiedene Befestigungsmöglichkeiten, sodass viele Monitore dafür geeignet sind.
Die Lampe verfügt lediglich über einen An-/Aus-Schalter, die gesamte Bedienung erfolgt über den kabellosen Controller, der per USB-C-Anschluss aufgeladen werden kann. Ein Kabel dafür fehlt im Lieferumfang, dürfte jedoch in jedem Haushalt mit aktuellem Smartphone vorhanden sein. Voll aufgeladen (Dauer ca. zwei Stunden) soll die Stand-by-Zeit drei Monate betragen. Die Screenbar selbst muss stetig per Stromkabel verbunden sein, wie jede herkömmliche Schreibtischlampe auch. Sie bietet eine Leuchtstärke von 2.700 Kelvin (warmweißes Licht) bis 6.500 Kelvin (kaltweißes Licht) und kann per Drehen am runden Controller in 25er-Schritten eingestellt werden. Die Helligkeit lässt sich von 0 bis 100 Prozent in Ein-Prozent-Schritten einstellen.




Praxistest der BenQ Halo 2 SmartBar
Was direkt auffällt: Sowohl die Montage als auch die Bedienung sind sehr einfach. Während man bei einer herkömmlichen Schreibtischlampe einfach einen Knopf drückt und je nach Modell noch verschiedene Leuchtstärken wählen kann, bietet die Halo 2 Screenbar eine große Menge an möglichen Einstellungen der Beleuchtung. Die Bar selbst kann zwar nur sehr wenig nach vorn oder hinten gedreht werden, doch das verhindert die unnötige Blendung nach vorn oder auf dem Monitor.
Der kabellose Controller im runden Design bietet eine Touchbedienung zum Wählen verschiedener Funktionen: Ein- und Ausschalten der Screenbar, Merken und Aufrufen der vorher definierten Lieblingseinstellung, Aktivieren des automatischen Dimm-Modus (Anpassung an die Umgebungshelligkeit mit Lichttemperatur 4.000 Kelvin), automatische Anwesenheitserkennung, Einstellung der Lichttemperatur von warmweiß bis kalt, Einstellung der Lichtstärke von 0 bis 100 Prozent, Umschalten zwischen Vorderlicht und Hintergrundlicht oder beiden aktivierten Leuchtquellen.
Die Ausleuchtung ist einwandfrei und vor allem blendfrei. Das integrierte Licht auf der Rückseite sorgt beim Gaming am Abend für angenehme Beleuchtung, das Vorderlicht ist ideal für die Arbeit im Homeoffice und Büro und sorgt für gute Lesbarkeit von darunter platzierten Dokumenten in einem größeren Radius. Die mögliche, beinahe stufenlose Einstellung der Lichttemperatur und Lichtstärke ermöglicht für jeden Zweck die optimale Konfiguration. Hat man eine Einstellung, die man immer wieder nutzt, kann diese als Lieblingsmodus gespeichert und mit nur einer Berührung aktiviert werden. Die Anwesenheitserkennung funktioniert hervorragend und verhindert das Vergessen des Ausschaltens der Lampe, da sie die Lichtquelle automatisch nach fünf Minuten deaktiviert.


Halo 2 ScreenBar im Vergleich zu einer Schreibtisch-LED-Lampe
Die Screenbar von BenQ schlägt sich hauptsächlich in den Kategorien „blendfreie Beleuchtung“ und „aufgeräumter Schreibtisch“ hervorragend. Am Monitor festgemacht, fällt sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr störend auf. Die vielen Möglichkeiten, das Licht an die Umgebungshelligkeit anzupassen, sorgen für eine Beleuchtung, die ihresgleichen sucht. Man kann sie nicht versehentlich umstoßen wie eine normale Lampe, man muss die Lampe nicht passend zum restlichen Mobiliar auswählen und insgesamt ist spürbar mehr Platz auf dem Schreibtisch.
Eine typische Schreibtischlampe mit LED (getestet habe ich eine nahezu identisch aussehende LED-Lampe mit frei drehbarem Gelenk) bietet in der Regel maximal drei Helligkeitsstufen bei gleichbleibender Farbtemperatur. Zudem strahlt sie meist von vorn oder der Seite zum Monitor hin, was in vielen Fällen für unerwünschte Reflexionen auf dem Monitor oder seitlich im Auge des Betrachters sorgen kann, besonders wenn der Monitor nicht entspiegelt ist. Hier kann also immer mal wieder ein Umstellen der Lampe an einen anderen Ort notwendig sein.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.












