
iFLYTEK P1 Pro: Das KI-Recorder-Feuerzeug
Aufnahme... läuft!
Unser Praxistest zeigt, was der P1 Pro KI-Recorder von iFLYTEK leistet, in welchen Situationen er idealerweise genutzt werden kann und wie das Endergebnis aussieht.Marc Zander Veröffentlicht am 🇺🇸
Testfazit: Wie gut ist der iFLYTEK P1 Pro in der Praxis?
Im Hörsaal kann der KI-Recorder einfach auf den Tisch gelegt werden. Doch auch bei einer Pressekonferenz überzeugt das Gerät, da es leicht ist und trotzdem gut in der Hand liegt. Vorteilhaft ist zu dem Zweck die Möglichkeit, bei Vorlesungen oder Pressekonferenzen das direktionale Mikrofon auf der Vorderseite zu nutzen, während im Meeting die omnidirektionale Mikrofoneinstellung sinnvoller ist. Unruhe im Saal oder Zwischenrufe anderer Personen können das Ergebnis direkt verfälschen, da die Aufnahme die nicht gehörten Worte nicht per KI zu ergänzen versucht, sondern nur wortwörtlich das Mitgeschnittene transkribiert.
Der P1 Pro KI-Recorder ist ein Aufnahmegerät, das gut in der Hand liegt und einfach zu bedienen ist. Es erfüllt seinen Zweck hundertprozentig. Die eigentliche Arbeit erledigt jedoch die KI in der App Deepting. Und diese App lässt sich auch mit Aufnahmen des Smartphones nutzen, sodass das Gadget lediglich ein pures Aufnahmegerät bleibt. Sparfüchse können also einfach ihr Smartphone nutzen. Wer die 190 Euro zusätzliche Kosten nicht scheut, bekommt jedoch einen wertig wirkenden Recorder, der in seiner Optik an ein Feuerzeug erinnert.
Pro
Contra
Wo gibt es das iFLYTEK P1 Pro KI-Diktiergerät?
Im offiziellen Online-Shop von iFLYTEK ist der P1-Pro-KI-Recorder für 166,83 Euro (bei Aktionen auch mit 13 Prozent Rabatt) zzgl. 13,12 Euro Versandversicherung bei kostenloser Lieferung nach Deutschland. Aliexpress bietet den P1 Pro für 159,39 Euro bei kostenlosem Versand nach Deutschland an und Amazon.com listet den P1 Pro, zum Zeitpunkt des Tests war das KI-Gadget jedoch nicht (nach Deutschland) lieferbar.

Technische Daten des iFLYTEK P1 Pro
| Interne Speicherkapazität: | 64 GB (ca. 700 Stunden Aufnahme)/Cloud-Speicherplatz: unlimitiert |
| Mikrofone: | 3, eines direktional und zwei 360° omnidirektional |
| Batterie: | bis zu 20 Stunden Aufnahmezeit/38 Tage Stand-by |
| Maximale Aufnahme-Distanz: | ca. 10 m |
| Bildschirm: | AMOLED, Touchscreen, Größe 3,2 Zoll (ca. 8 cm) |
| Verbindung: | WLAN, Bluetooth 5.3 |
| Gewicht: | ca. 55 Gramm |
| Größe: | ca. 3 × 1,3 × 10,8 cm (B × T × H) |
Lieferumfang und Ersteinrichtung des iFLYTEK P1 Pro AI Recorder
Die Verpackung enthält neben dem KI-Recorder ein sehr kurzes USB-C-zu-USB-A-Kabel sowie eine Kurz-Anleitung in fünf Sprachen (Englisch, Japanisch, Koreanisch, Spanisch, traditionelles Chinesisch). Für den Betrieb muss eine App heruntergeladen werden: Deepting. Diese findet man sowohl im Apple App Store als auch im Google Play Store. Die App ist auf Englisch, Japanisch und traditionellem Chinesisch nutzbar. Direkt nach der erfolgreichen Kopplung werden neuen Nutzern drei Monate Deepting Pro geschenkt, die 2.100 Aufnahmeminuten pro Monat umfassen und einen Wert von 38,97 $ haben. Auch ohne Abo darf man jeden Monat 300 Minuten aufnehmen. Insgesamt elf Sprachen stehen für die Transkription parat: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Spanisch, Thailändisch und Vietnamesisch. Die App funktioniert auch losgelöst von KI-Recordern, indem man per Smartphone mitgeschnittene Audiodateien hochlädt und dann mit den gleichen Funktionen bearbeiten kann. Der Vorteil des P1 Pro liegt darin, dass direkt beim Stoppen der Aufnahme die Datei in die App hochgeladen wird und sofort zur Weiterbearbeitung zur Verfügung steht.

Verschiedene Tests mit dem P1 Pro KI-Aufnahmegerät
Im ersten Test nahm ich einen Französischkurz für Bewerber auf. Der Lehrer sprach sehr verständlich, da eine Teilnehmerin an einem etwas entfernteren Tisch jedoch zwischendurch sprach, konnte der P1 Pro nicht alle Worte des Lehrers korrekt mitschneiden, was zu fehlenden Worten und falsch transkribierten Sätzen führte. Alle Sätze, die ohne Unterbrechung aufgenommen wurden, waren fehlerfrei und wurden auch korrekt ins Deutsche übersetzt. Da es eine Bearbeiten-Funktion gibt, ist es kein Problem, fehlende Worte schnell nachzutragen, die dann direkt neu übersetzt werden. Die KI-Aufgaben waren gut zusammengefasst, jedoch nur in der Transkriptionssprache verfügbar, also Französisch. Über die ChatGPT-Prompteingabe kann man jedoch zusätzliche Aufgaben in Deutsch bearbeiten lassen.
In einem zweiten Test habe ich in einem ruhigen Raum ein deutsches Telefongespräch einer Versicherungsmaklerin mitgeschnitten, welches Wort für Wort korrekt transkribiert wurde. Dank der Möglichkeit, per ChatGPT und eigenem Prompt verschiedene Ergebnisse durch die KI ausgeben zu lassen, war es möglich, aus dem Inhalt des Gesprächs eine Bestätigungs-E-Mail für den Kunden und einen Vermerk für die Akte generieren zu lassen. Hier muss man jedoch fairerweise sagen, dass Telefonate per Lautsprecher geführt werden müssen, um beide Seiten aufzunehmen. KI-Recorder wie der Plaud Note Pro (hier ist unser Test), können magnetisch am Smartphone angeheftet werden und zeichnen per Schall den anderen Gesprächspartner bei einem normalen Telefonat ohne Lautsprecher auf. Weitere Beispiele sind beim Test des iFLYTEK P1 zu finden.

Der iFLYTEK P1 Pro KI-Recorder im Vergleich mit dem P1
Auffällig ist der Formfaktor: Während der P1 sehr klein ist, lässt sich der P1 Pro gut in der Hand halten. Mit dem Touchdisplay kann man direkt am Gerät verschiedene Einstellungen aufrufen. Das Gerät wirkt mit seinem Touchscreen zeitgemäßer, liegt besser in der Hand, kann einfacher mit großen Händen bedient und mit einer Kordel getragen werden. Vorteil des kleinen P1: Mit Armband oder Halskette wird dieses zu einem kleinen Wearable. Die Aufnahmedistanz ist jedoch nur halb so groß und es gibt kein direktionales Mikrofon. Die App ist bei beiden Gadgets Deepting, sodass die Transkription, KI-Bearbeitung und Übersetzung dort in identischer Qualität durchgeführt wird. Wer auf das direktionale Mikrofon verzichten kann, bekommt mit dem kleineren P1 ein in Sachen KI-Funktionen prinzipiell identisches Gerät.

Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.










