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Wir unterziehen den KI-Rekorder P1 von iFLYTEK dem Praxistest.
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iFLYTEK AI Recorder P1: KI-Assistent als Wearable

Klein, aber oho?

Ein KI-Assistent in Form eines Wearable, klein und kompakt, mit der Power von ChatGPT. Was kann der Mini-KI-Recorder und für wen ist er geeignet? Wir machen den Praxistest.
Marc Zander Veröffentlicht am 🇺🇸
AI Audio Gadget

Fazit nach dem Praxistest des KI-Recorders P1

Der P1 ist einfach ein kompaktes Aufnahmegerät, das ohne App eigentlich nur ein Recorder ist. Warum der Bildschirm mittig winzig auf der Front gestaltet ist, statt wie bei einer Smartwatch über die gesamte Fläche zu gehen, bleibt ein Geheimnis des Herstellers. Die eigentliche Arbeit erledigt hier die App Deepting, die überschaubare Funktionen bietet und vor allem ebenfalls mit Aufnahmen eines Smartphones, das man ohnehin dabei hat, funktioniert. Der große Pluspunkt der App ist die Nutzbarkeit von ChatGPT über Prompts, sodass man aufgenommene und transkribierte Audiodateien genau auf die eigene Anwendung abgestimmt bearbeiten lassen kann. Andere KI-Recorder bieten stattdessen mehr oder weniger vordefinierte Aufgaben, lassen jedoch die Möglichkeit der Prompt-Bearbeitung missen.

Die kompakte Form hat den Vorteil, dass man den P1 wie eine Smartwatch oder per Halskette tragen kann (Zubehör notwendig). Mitgeliefert wird ein Clip zum Anstecken an ein Hemd oder eine Bluse. Damit ausgestattet, ist man nach zwei Sekunden startklar für die Aufnahme. Steckt man das Gerät jedoch in eine Businesstasche, sucht man auch mal länger danach oder geht Gefahr, es zu verlieren. Die Bedienung ist mit großen Händen schwierig. Die Aufnahmen von Quellen in der Nähe und die Transkription sind ausgezeichnet, die Bearbeitungsmöglichkeiten ebenfalls. Der P1 macht, was er soll, und das sehr gut. Wie bei allen KI-Recordern gilt auch hier: Immer vorher die Erlaubnis der zu hörenden Personen einholen.

Pro

+ Je nach Zubehör per Clip, Armband und als Uhr nutzbar
+ Prompteingabe möglich, um gezielte KI-Aufgaben zu erledigen (ChatGPT)

Contra

- Als Einzelgerät schnell aus den Augen zu verlieren
- P1 ist nur ein Recorder, die Arbeit macht die App (die ist auch mit Smartphone-Aufnahmen nutzbar)

Wo kann man den iFLYTEK P1 KI-Rekorder kaufen?

Den P1-KI-Recorder bekommt man direkt im Onlineshop von iFLYTEK für 125,27 Euro (teilweise mit 8 Prozent Rabatt) zzgl. 13,09 Euro Versandversicherung bei kostenloser Lieferung nach Deutschland. Aliexpress bietet ihn für 109,08 Euro bei kostenlosem Versand nach Deutschland. Amazon.com liefert den P1 für 119 $ plus 10,16 $ Versand, jedoch zum Zeitpunkt des Tests nicht nach Deutschland.

Technische Details zum iFLYTEK AI Recorder P1

Interne Speicherkapazität: 64 GB (ca. 700 Stunden Aufnahme)/Cloud-Speicherplatz: unlimitiert
Mikrofone: 2x Mono, 360° omnidirektional
Batterie: per USB-C aufladbare 9-Volt-Batterie (bis zu 25 Stunden Aufnahmezeit/85 Tage Stand-by)
Maximale Aufnahme-Distanz: ca. 5 m
Bildschirm: Größe ca. 0,56 Zoll (1,42 cm)
Verbindung: WLAN, Bluetooth 5.3
Gewicht: ca. 22 Gramm
Größe: ca. 3,5 × 1,2 × 4,3 cm (B × T × H)

Lieferumfang und Ersteinrichtung des P1 AI Recorder von iFLYTEK

Die kleine Verpackung beherbergt neben dem KI-Recorder ein sehr kurzes USB-C-zu-USB-A-Kabel, eine fünfsprachige Kurz-Anleitung (Englisch, Japanisch, Koreanisch, Spanisch, traditionelles Chinesisch) sowie einen magnetischen Clip zum Anbringen an einer Hemdtasche, der Hose oder dergleichen. Wem das nicht genügt, der kann beim Kauf ein Armband mitbestellen, das aus dem Gadget eine Art Smartwatch-KI-Assistenten macht. Alternativ gibt es auch ein Halsband zum Umhängen. Kurios: Der Bildschirm auf der Vorderseite ist winzig, der Rest der Oberfläche ist ein dicker schwarzer Rand, unter dem die beiden Mikrofone platziert sind.

Zur Nutzung des P1-KI-Assistenten benötigt man die App Deepting, die man im App Store und Google Play Store kostenlos herunterladen kann. Hier kann man das Gadget per Bluetooth koppeln und bekommt direkt drei Monate Deepting Pro geschenkt, was 2.100 Aufnahmeminuten pro Monat entspricht (Wert: 38,97 $). Kostenlos darf man jeden Monat 300 Minuten aufnehmen. Die Sprache der App-Oberfläche ist auf Englisch, Japanisch und traditionelles Chinesisch begrenzt. Als Sprachen für die Transkription stehen insgesamt elf zur Verfügung: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Spanisch, Thailändisch und Vietnamesisch.

Die App ist übersichtlich und kann auch ohne extra KI-Gadget genutzt werden, indem man per Smartphone aufgenommene Gespräche, Videos etc. zur Weiterbearbeitung in die App lädt. Mögliche Dateiformate sind MP3, WAV, M4A, AMR, AAC, MP4, 3GP, MOV, AVI und MPEG. Der P1 erledigt die DAtei-Übertragung nach Kopplung automatisch.

Die Packung enthält nicht viel, jedoch alles, was man zum Betrieb soweit benötigt.
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Die Packung enthält nicht viel, jedoch alles, was man zum Betrieb soweit benötigt.
Den P1 KI-Rekorder bekommt auch mit Armband und/oder Halsband im Set.
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Den P1 KI-Rekorder bekommt auch mit Armband und/oder Halsband im Set.

Der P1 AI Recorder in der Praxis

Das Device beschränkt sich rein auf die Aufnahme von Gesprächen. Ich habe es zunächst mit Französisch ausprobiert und dafür vorher die Transkriptionssprache von Deutsch auf Französisch geändert. Das Transkript wird parallel zur Aufnahme bereits in der App angezeigt und nach Stoppen im Recorder gespeichert und in die App übertragen. Nach einem Klick auf "Transcribe" wandelte die App die Worte korrekt um und ordnete die beiden Sprecher passend zu. Danach stehen die Funktionen Bearbeiten, Übersetzen, Hochladen und KI-Zusammenfassung zur Verfügung. Die Übersetzung auf Deutsch war ziemlich vernünftig, der Satzbau teilweise falsch und es fehlte mal ein Wort, jedoch war alles im Kontext erfassbar. Alles in allem eine gute Funktion. Die KI-Zusammenfassung wird leider nur in der gewählten Sprache, hier also Französisch, ausgegeben. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, einen Prompt einzugeben, sodass ich darum bat, mir die Zusammenfassung auf Deutsch auszugeben, was sehr gut gelang. Als KI bzw. LLM verwendet iFLYTEK ChatGPT.

Mein nächster Test war der Mitschnitt einer deutschen Vorlesung über Albert Einstein und die Relativitätstheorie. Das während der Aufnahme zu sehende Transkript wies nahezu keine Fehler auf und das endgültige Transkript war von guter Qualität. Hier habe ich nur die KI-Funktionen genutzt. Der Überblick auf Deutsch war sehr gut zusammengefasst und die unter "Notes" erstellte Gliederung des Vortrags mit Gesamtstruktur und Kernaussagen war sehr ordentlich, dauerte jedoch trotz nur 3 Minuten Dauer länger in der Erstellung. Wer einen zweistündigen Vortrag mitschneidet, sollte sich auf Wartezeiten gefasst machen. Auf Wunsch kann die Funktion erneut aktiviert oder der KI-Text kopiert werden. Hier kann man ebenfalls unter "Ask AI" selbst einen Prompt eingeben, um nach persönlichen Interessen weitere Aufgaben erledigen zu lassen, etwa das Erstellen einer Mindmap oder einer E-Mail mit einer Zusammenfassung und passendem Betreff. Alles, was mit ChatGPT möglich ist, kann hier direkt durchgeführt werden. Im Gegensatz zu vielen anderen KI-Recordern stehen hier keine berufsspezifischen Templates zur Verfügung, sodass Eigeninitiative gefordert ist.

Insgesamt sind elf Sprachen wählbar.
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Insgesamt sind elf Sprachen wählbar.
Direkt nach dem Verbinden bekommt man drei Monate Premium-Mitgliedschaft.
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Direkt nach dem Verbinden bekommt man drei Monate Premium-Mitgliedschaft.
Die Transkription und Übersetzung aus dem, Französischen war im Test von sehr guter Qualität, es fehlen nur wenige Worte.
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Die Transkription und Übersetzung aus dem, Französischen war im Test von sehr guter Qualität, es fehlen nur wenige Worte.
Eine deutsche Vorlesung wurde wortwörtlich mitgeschnitten und passend von der KI bearbeitet.
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Eine deutsche Vorlesung wurde wortwörtlich mitgeschnitten und passend von der KI bearbeitet.

Der iFLYTEK AI Recorder P1 im Vergleich zum P1 Pro

Beide Geräte nutzen die gleiche Grundlage: die App Deepting. Daher sind die Funktionen der App identisch. Verschieden ist nur der AI Recorder selbst. Die Pro-Variante ist dreimal so groß und erinnert in ihrer Form an ein Feuerzeug. Der Bildschirm ist über fast die gesamte vordere Fläche genutzt und die Distanz zur aufgenommenen Quelle darf statt 5 Meter (beim P1) bis zu 20 Meter betragen. Im Gegensatz zum P1 kann man den Bildschirm als Touchscreen nutzen und Verschiedenes darüber wählen: etwa omnidirektionale Aufnahme, direktionale Aufnahme, Einstellungen, Dateiexporte und mehr. Das P1 ist reduced to the max und bietet einen Knopf zum Einschalten und einen zum Aufnehmen. Damit sind auch die Zielgruppen verschieden: Während das P1 eher für den Alltagsgebrauch, gelegentliche Meetings im Büro und Studenten geeignet ist, wirkt die Pro-Variante beeindruckender und professioneller. Vor allem dank der direktionalen Aufnahmemöglichkeit eignet er sich noch besser für Interviews, Vorlesungen in größeren Räumen und Beratungsgespräche jeder Art.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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Autor: Marc Zander,  6.07.2026 (Update:  6.07.2026)